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mein fotografischer weg

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analog: Ende

Ich mache mal eine Sache die ich nur halb gemacht habe ein Ende: Der analogen Fotografie.

Es ist eine tolle Sache ganz bewusst mit nur 36 Bildern in der Kiste loszuziehen. Man fotografiert mehr und knipst weniger. Hilft trotzdem nix, wenn es dann Tage und Wochen dauert bis die Bilder endlich entwickelt, gescannt und importiert sind (Wobei ich den Teil entwickeln&scannen einem Dienstleister überlassen habe…).

Hilft nix. Hilft mir nix (weil das tolle Equipment bewegt werden will und mich das verrückt macht wenn ich keine Zeit dafür habe…), hilft dem Equipment nix (weil es sich kaputtsteht), hilft meiner allgemeinen Durststrecke in der Fotografie nix.

Es bleiben nur zwei analoge Kameras hier  im Haus – beides sind Erbstücke und daher nicht abzugeben!

Hier die Liste für alle die Lust und Laune haben hier einzukaufen:

Pentacon 135
Nikon FG-20 mit einem 28mm Objektiv
Nikon FE inkl. Batteriegriff
Nikon 50er Serie F

Nikon 50er Serie E

Nikon 24er

Nikon FA

Kleinbildfilme Agfa und Kodak

M42->mFt

Nikon F->mft

Zonenrandgebiet

Wer 1989 aktiv erlebt hat, wer noch die Zeit eines geteilten Deutschlands kennt, wer die Schulfahrt nach Berlin(West) gemacht hat inkl. obligatorischem Besuch in Berlin(Ost), wer Aluminium-Geld in den Händen gehalten hat – für den erzeugen ggf. so wie bei mir Besuche an Stellen der Innerdeutschen Grenze (aka Mauer) eine Gänsehaut. Ein Kopfschütteln.

Ich kenne Berlin seit dem ich ca. 6 bin. Wir waren öfters dort um Bekannte zu besuchen. Ich kenne noch die Mauer vor dem Brandenburger Tor. Ich bin im Zug durch „die Zone“ von unfreundlichen Grenzen als 8jähriger Nächtens geweckt worden und ich bin mit Tempo 80 noch auf DDR Autobahnen (mit)gefahren. Palonk. Palonk. Palonk.

1989 war ich 18 und hatte eher mit mir zu tun – die Wende kam so nebenbei. Realisiert habe ich das erst Jahre später, als ich Kollegen hatte, die mit dem Trabi auf den Hof gefahren sind und einen komischen Dialekt sprachen (Fuffzsch).

Je größer der Abstand zu „damals“ wird, je mehr realisiere ich, in welcher komfortablen Welt wir jetzt leben – je mehr bin ich darüber erstaunt was damals passiert ist. Wie es zur Trennung eines Landes gekommen ist. Was da passiert ist. Und: Was Gott sei Dank NICHT passiert ist!

Jedes Mal, wenn ich an der ehemaligen Grenze bin, bin ich dankbar im „Westen“ geboren und aufgewachsen zu sein. Diesmal war ich nicht in Berlin an der Mauer sondern in der Rhön an Point Alpha. Hier steht noch ein Stück der innerdeutschen Grenze, eine Grenze die Dörfer und Gehöfte geteilt hat – aber nie die Menschen.

Möge es so bleiben. Für immer und überall.