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mein fotografischer weg

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Schlagwort: Bilder (Seite 1 von 4)

Revival Tour FFM

Es gibt für mich viele gute Gründe nach Frankfurt/Main zu reisen – immerhin habe ich da ein paar prägende Jahre verbracht. Von 1996 bis 2001 habe ich dort gearbeitet und in einem Vorort gelebt. Die Zeil, Hauptwache, Alte Oper – alles Plätze mit denen ich gute Erinnerungen verbinde.

Und dann kam da der Ivan um die Ecke und hat zusammen mit ein paar anderen einen Photowalk in Frankfurt organisiert. Hm, klingt interessant. Und dann sagt da auch noch der Thomas von Cosyspeed zu. Ah! Jetzt wird langsam ein Schuh draus! Revival Tour durch FFM mit Fotofreunden – klingt nach einem Plan!

Der Termin war dann auch noch passend – wir waren zu einem 50. Geburtstag in Würzburg eingeladen – also schnell am Morgen in den Regionalexpress nach FFM und später Zurück mit dem ICE nach WÜ. Passt!

Also bin ich mit kleinstem Gepäck (GX8+42,5mm & GM5+15mm) in meiner Streetomatic nach Frankfurt gereist – es hat sich gelohnt! Auch wenn Ivan kurzfristig absagen musste, so war es ein tolles Kennenlernen mit Thomas und viele weitere tollen Gespräche. Leider konnte ich beim Ausklang nicht bleiben – der ICE wartete auf mich.

Der Photowalk wurde im Kontext von Valerie Jardin’s Hit The Streets Worldwide Photowalks durchgeführt – aha: Wer ist Valerie Jardin? Ich und Street-Fotografie? Hm, schwierig… Wer mich kennt, der weiß auch um meine Probleme mit gestohlenen Bildern. Bildern die Menschen in herabwürdigenden Szenen zeigen, diese bloßstellen oder die mit dem Effekt von Menschen in einer ungewollten Lage zeigen. Das macht die Sache bei einem Photowalk nicht einfacher – aber spannender! :-p

Die Truppe war recht lustig – von der Einsteiger DSLR über viele Fuji und Olympus bis zu Leica und analogen Kameras war alles vertreten. Nett war auch, dass der noch eher Neuling ein wenig gecoached wurde. So stelle ich mir einen Photowalk vor. Sehen, reden, erfahren und lernen.

Alle Bilder sind OoC – also direkt aus der Kamera mit den Kamera-internen Entwicklungseinstellungen ohne sonstige Nachbearbeitungen. Sonst wäre das für mich auch kein „Street“.

Vielleicht noch ein Satz zu FFM: Viel hat sich nicht verändert in den letzten 15 Jahren. Hier ein neues Kaufhaus, da eine kleine Veränderung. Lediglich die „Best Worscht in Town“ Bude auf der Zeil hat mich etwas verstört – wer die Anfänge von Lars im Grüneburgweg kennt, für den ist sowas irgendwie befremdlich.

DSLM oder Smartphone in den Bergen?

Diesen Sommer gab es mal wieder die Möglichkeit in die Berge zu gehen. Das bedeutet für mich auch immer: Kamera mitnehmen!

Ich kann mich in den Bergen (noch) nicht an die Smartphone-Fotografie gewöhnen, obwohl das eigentlich ohne Probleme machbar wäre. Meine geliebten 14mm-UWW-Bilder lassen sich recht einfach mit dem Panorama-Modus nachstellen oder gar noch erweitern.

Die Normalbrennweite meines iPhones liegt bei ca. 30mm – ups – das entspricht ja dem meiner Lieblingslinse von Panasonic Leica 15mm/f1,7! Verflixt aber auch…

Okay – aber im Telebereich hat das iPhone (ohne Plus) das nachsehen – und was habe ich im Regelfall nicht mit in den Bergen? Korrekt… ein Tele. Zwar liegt in meiner Cosyspeed immer auch ein 42.5/1,7 (ergo ein 85er…), erfahrungsgemäß schraube ich das aber eher selten drauf. Meist bin ich mit dem Panasonic Lumix 7-14/f4 als „Immerdrauf“ unterwegs.

Also sollte ich doch auf dem Berg meine „dicke“ GX8 zuhause lassen?

Nein, eigentlich nicht.

Da gibt es doch Motive die selbst mit dem HDR Modus des iPhone 6s nicht machbar sind.

Brunnenkopf oberhalb Schloss Linderhof

Da gibt es Perspektiven die ohne Klappbildschirm der GX8 unpraktisch sind.

Wasserfall auf dem Weg zum Brunnenkopf

Da gibt es Momente in denen ich mich sehr gerne von den Japsen mit Deppenzepter gerne etwas „abheben“ möchte.

Schloss Linderhof in voller Pracht

Und dann gibt es das eine Bild, das man Ende doch gerne als Erinnerung  mitnehmen möchte, wo selbst eine GX8 mit Schwenkdisplay unpraktisch ist. Also iPhone als Zweitkamera. 😉

Auszeit

Ein wesentlicher Grund warum ich aktuell die GX8 wirklich gerne mitnehme ist auch die Tasche von Cosyspeed. Die ist klein, unaufdringlich und sehr praktisch. Nicht nur in den Bergen, sondern auch bei Städtetouren leistet sie mir sehr gute Dienste, wie zB in Venedig.

P.S.: Die Bilder sind einer Bergwanderung zum Brunnenkopf und Linderhof entstanden

Kloster Bebenhausen

Der erste Urlaubstag in diesem Jahr hat mich als Beratertaxi nach Stuggi geführt (Christina hatte einen letzten Workshop im Office in Leinfelden). Das war praktisch, da ich einen guten Freund in Tübingen besuchen wollte. Auf dem Weg von LE nach TÜ habe ich dann mal einen Abstecher ins Kloster Bebenhausen gemacht. (Vielen Dank an Monika und Chris für den Tipp)

Das Kloster Bebenhausen hat eine bewegte Geschichte. Natürlich als katholisches Kloster gegründet, später dann reformiert und Ende des Ersten Weltkrieges dann Heimat unseres letzten Württembergischen Königs Wilhelm II. und seiner Frau Charlotte.

Mit Zeit, Ruhe und Muße habe ich mich dem alten Gemäuer genähert und spontan beschlossen mich nur mit dem 7-14mm UWW (14-28mm am KB) und einem Setup mit 1:1 Bildformat und einem heftig kontrastreichem Schwarzweiß. Die Bilder sind OoC (OMG – hoffentlich verhaftet mich die Qualitätssicherung Fotografie dafür nicht…  🙂 )

Mir hat der Ausflug Spaß gemacht – so kann der Urlaub kommen…!!!

 

Schlossansichten

Hier in München betone ich ja ganz gerne das ich „Württemberger“ sei – und kein Schwabe. Ich kokettiere hier ein klein wenig mit dem Zwist zwischen den Münchnern und den Augschburgern die hier nicht so gerne gesehen wurden.  Allerdings verläuft nach meinem Gefühl die Grenze zwischen Bayrisch-Schwaben und Oberbayern/Altbayern hier recht fließend.

Ich bin stolz auf mein Württemberg, auf seine Geschichte und auch auf sein herrliches Schloss Ludwigsburg – das Schloss meiner Heimatstadt.

Als einfaches Jagdhaus begonnen hat es sich über die Jahre zu einem der schönsten Barockschlössern entwickelt. Dank der Bundesgartenschau ist die Gartenanlage auch in einem wunderbaren Zustand versetzt worden und weiterhin ausgebaut und gepflegt worden. Das BlüBa ist eine Oase der Natur und Ruhe in LuBu. 😉

Den fotografischen Ausflug habe ich digital (Lumix GX8) und analog (Nikon FA) gemacht.

An der Frontalansicht kommt man in einem barocken Ensemble nicht vorbei – es lebe die Achsensymmetrie

Schloss Ludwigsburg

Man kann auch etwas kreativer herangehen und versuchen hier Vordergrund und Hintergrund kreativer zu komponieren.

Aus dem Vorgarten das Schloss Ludwigsburg gesehen

Aus dem Vorgarten das Schloss Ludwigsburg gesehen

Aus dem Vorgarten das Schloss Ludwigsburg gesehen

Aus dem Vorgarten das Schloss Ludwigsburg gesehen

Ein Vergleich digital/analog bei zeigt Chancen und Risiken -analog hat Charme.

Friedrichsgarten mit Teich im Schloss Ludwigsburg (digital)

Friedrichsgarten mit Teich im Schloss Ludwigsburg (analog)

Friedrichsgarten im Schloss Ludwigsburg

Alter Hauptbau des Schloss Ludwigsburg

Mittlerer Schloßhof im Schloss Ludwigsburg

Der Haupteingang im neuen Hauptbau

Ein Bild, das auch mein Papa damals mit seiner Nikon A1 hätte machen können.

Das Schloss aus Sicht der barocken Broderie.

Mittelaltergeburtstag

Wenn ein gute Freund zur Runden Geburtstagsfeier lädt, dann fährt man auch mal ein paar Meter. Im Falle meines Freundes Jürgen auch mal über 600km von München nach Hannover. Jürgen hatte nicht nur das „Mittlere Alter“ (Fuffzsch) erreicht, sondern auch noch mit seinen Mittelalter-Szene-Freunde gefeiert. Als einer der wenigen Jeans&Pulli-Träger bin ich da schon ordentlich aufgefallen. 😉

Ich war als Freund dort, und nicht als Fotograf. daher gab es am Ende gar nicht so viele Bilder von mir. Interessant ist im Nachgang der Vergleich analog vs. digital, Kleinbildformat vs. mFT, Nikon 24mm vs. Panasonic Zoom bzw. 30mm&85mm, Zeit vs. Serienbild, manueller Fokus vs. Autofokus, zwischen komponieren und knipsen… etc.

Wieder mal fällt mir auf: Analog macht mehr Spaß, da man(n) sich mehr auf das Bild konzentriert. Allerdings missfällt mir die lange Wartezeit bis das Bild dann fertig entwickelt und gescannt vorliegt. Natürlich könnte ich hier selbst entwickeln – jedenfalls SW Filme, aber bei Farbe lass‘ ich da lieber die Finger davon. Und einen g’scheiten Scanner habe ich auch nicht.

(Wie) Seht ihr den Unterschied zwischen analog und digital? Abgesehen von Rauschen und Schärfe?

 

analog: Feld und Wald

vor ein paar Wochen war ich ja auf einem Geburtstag in der Nähe von Hannover unterwegs. Neben der GX8 und der GM5 hatte ich auch meine Nikon mit dem 24mm sowie ein paar abgelaufenen Filme in der Tasche, auch einen Kodakcolor 400 C-41. Die Scans sind heute von MeinFilmLab gekommen und neben ein paar wirklich schönen Bilder vom Mittelalterlager gab es auch ein paar nette Bilder aus der Umgebung.

analog Wald

analog Wald

analog Kornfeld

analog Kornfeld

Sommer-Sonnen-Wasser

Wörthsee bei München. Viel gibt es gar nicht zu sagen – ich hätte die Kamera auch Zuhause lassen können und die wenigen Bilder mit dem iPhone machen. Wäre am Ende quasi fast identische Bilder dabei rausgekommen. Schön und entspannt war es trotzdem und der il kiosko bekommt für das Eis von uns 1000 Punkte.

analog: Die Alte

Die Alte Pinakothek hatte ich ja nicht nur mit meiner GX8 besucht – nein, ich hatte auch meine Nikon FA im Gepäck. Inzwischen ist der Film aus dem Labor zurück. Die erste Sichtung der Scans hat mich dann zum Nachdenken gebracht:

1 Film, 36 Bilder. Abzüglich der „doppelten“ Bilder (7 Stück) die ich wegen längerer Belichtungszeiten gemacht hatte (1/15 – 1/30 aus der Hand ohne Bildstabi…) und der 9 Bilder die nichts mit dem Museum zu tun hatten, komme ich auf 20 Bilder aus dem Museum. 16 Bilder schaffen es in die Endauswahl. Mit 2-3 Bildern hatte ich gehofft. Hm… warum gelingt mir sowas mit der digitalen Kamera nicht?

Die Nikon FA macht einfach nicht mehr als 1 Bild/Sek. (also ich schaffe nicht mehr…). Man(n) macht sich aber auch mehr Gedanken wofür man das (teure) Bild ver(sch)wenden will.

Fotografie braucht ZEIT!
Zeit zur SEHEN!
Zeit zu ENTSCHEIDEN!
Zeit zu FOTOGRAFIEREN.

In dem Sinne werde ich wohl meine GX8 mal wieder auf Single-Shot anstelle Dauerfeuer stellen und auch mit der Kamera eine ruhige Runde drehen.

Die Alte

Schon lange wollte ich mal in „Die Alte“ – also die Alte Pinakothek. Einfach mal „alte Bilder“ ansehen. Sich von der malerischen Lichtsetzung inspirieren lassen. Oder von den einfachen aber sehr atmosphärischen Bilder holländischer Hafen. Dem Detailreichtum eines Stilllebens. Und der Komposition der Architektur und der Bilder. Und vielleicht die eine oder andere Szene, Atmosphäre oder einfach nur „Die Alte“ fotografieren.

Meine Hoffnung war, dass wenn ich unter der Woche sehr früh da bin, dass ich dann im Wesentlichen alleine durch die Gänge schleicht. Weit gefehlt. Ausreichend Rentner und Touristen waren anwesend und haben mir die Bildersuche erschwert. Genauso wie das korrekt arbeitende Sicherheitspersonal – das idR immer irgendwo im Weg stand.

Viele (digitalen) Fotos wurden es am Ende nicht. Eines nach dem „Google Bildersuche-Rezept“ musste sein. Dazu ein wenig Architektur. Liegt aber auch daran, dass der Film in der analogen Kamera noch nicht entwickelt ist. Vielleicht kommt da noch 2-3 weitere gut Aufnahmen dabei raus.

Aber am Ende ging es gar nicht mehr um die Bilder oder Fotos. Viel mehr auch um mich, um mal einen halben Tag „frei“, ohne Familie, ohne Kunde, ohne Aufgabe.

Zonenrandgebiet

Wer 1989 aktiv erlebt hat, wer noch die Zeit eines geteilten Deutschlands kennt, wer die Schulfahrt nach Berlin(West) gemacht hat inkl. obligatorischem Besuch in Berlin(Ost), wer Aluminium-Geld in den Händen gehalten hat – für den erzeugen ggf. so wie bei mir Besuche an Stellen der Innerdeutschen Grenze (aka Mauer) eine Gänsehaut. Ein Kopfschütteln.

Ich kenne Berlin seit dem ich ca. 6 bin. Wir waren öfters dort um Bekannte zu besuchen. Ich kenne noch die Mauer vor dem Brandenburger Tor. Ich bin im Zug durch „die Zone“ von unfreundlichen Grenzen als 8jähriger Nächtens geweckt worden und ich bin mit Tempo 80 noch auf DDR Autobahnen (mit)gefahren. Palonk. Palonk. Palonk.

1989 war ich 18 und hatte eher mit mir zu tun – die Wende kam so nebenbei. Realisiert habe ich das erst Jahre später, als ich Kollegen hatte, die mit dem Trabi auf den Hof gefahren sind und einen komischen Dialekt sprachen (Fuffzsch).

Je größer der Abstand zu „damals“ wird, je mehr realisiere ich, in welcher komfortablen Welt wir jetzt leben – je mehr bin ich darüber erstaunt was damals passiert ist. Wie es zur Trennung eines Landes gekommen ist. Was da passiert ist. Und: Was Gott sei Dank NICHT passiert ist!

Jedes Mal, wenn ich an der ehemaligen Grenze bin, bin ich dankbar im „Westen“ geboren und aufgewachsen zu sein. Diesmal war ich nicht in Berlin an der Mauer sondern in der Rhön an Point Alpha. Hier steht noch ein Stück der innerdeutschen Grenze, eine Grenze die Dörfer und Gehöfte geteilt hat – aber nie die Menschen.

Möge es so bleiben. Für immer und überall.