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mein fotografischer weg

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Kontext

Bilder leben von der Geschichte die sie erzählen. Geschichten die ein unbewegtes Bild nur dadurch erzeugen kann, in dem die Bilder unsere Fantasie anregen. D.h. das Bild muss in unserem Kopf wieder lebendig werden.

Dazu muss ein Bild unsere Gefühle wecken. Das Bild muss es also schaffen, dass wir eine Empfindung mit dem Bild verknüpfen.

Die einfachste Geschichte ist die Geschichte die ich als Fotograf selbst mit einem Bild verknüpfe. Ich war dabei. Ich kann das Bild als Trigger verwenden um mich sofort in die Situation zurückzuversetzen. Siehe Titelbild dieses Artikels – für die einen nur ein einsames spielendes Kind. Für mich hat das Bild noch viel viel mehr Geschichte.

Bei dem verschneiten, halb zugefrorenen See in den Bergen kann jeder sofort anfangen zu frösteln. Es muss kalt sein. Ggf. kann man den Schnee riechen oder hört den Schnee unter den Schuhen knirschen.

Auch hier ist es relativ einfach sich in die Situation zu versetzen. Es ist kalt. Zusätzlich kann die Fantasie anfangen eine Geschichte mit dem Rettungsring am See zu erstellen. Was für ein tolles Bad dieser See wohl im Sommer ist in dem viele Kinder spielen. Und damit im Falle eines Falles schnell geholfen werden kann der rote Rettungsring. Offensichtlich ist er in letzter Zeit nicht genutzt worden, er sieht ungeöffnet aus. Wunderbar. Ein sicherer Ort. Auch wenn er jetzt unwirklich und sehr kalt ist.

Was ist das? Ein Pfarrer mit bunter Haartracht?

Mehr Klarheit und Zusammenhang bringt ein Bild mit mehr Kontext, mehr Umgebung, mehr Inhalt. Plötzlich wird klar, dass dies nicht nur ein verkleideter Mensch sondern wirklich ein Pfarrer ist.

Jede Situation benötigt ein anderes Mittel um eine Geschichte erzählen zu können. Hätte ich unserer Pfarrer an seiner Faschingspredigt alleine dargestellt, dann wäre es unklar gewesen ob er das nur gespielt hat oder ob dies in der vollen Kirche gewesen wäre. Jeder muss dabei seine Bildsprache entdecken mit der er seine Geschichte erzählen möchte, mit der er das Bilderkino des Betrachters anregen möchte. Nicht jede Bildsprache funktioniert bei jedem Betrachter. Nicht jeder Betrachter will wirklich in ein Bild eintauchen und seiner Fantasie zuhören. Viel zu schnell ist auf Instagram auf das nächste Bild gescrollt worden. Zu wenig Zeit für unsere Fantasie sich von dem Bild anregen zu lassen.

Also lasst uns mit Bildern die Fantasie der Menschen anregen.

Es war einmal…

Kirchenkontrast

Kirche polarisiert. Das war früher noch schlimmer als heute.

War es früher der Glaubenskrieg zwischen (Welt-)Religionen zur kompromisslosen Durchsetzung von Macht, so ist es heute eher subtil. Witze über “den dummen Türken” oder den “geizigen Juden” gehören zum alltäglich Witz und Sprache wie der “pädophile Priester”.

Mir persönlich ist das ja alles schnuppe – soll doch jeder an das glauben was ihm wichtig ist, solange er damit niemanden meint bekehren zu müssen. Extremismus ist niemals gut.

Bei einem Thema wird meine liberale Einstellung allerdings auf eine große, nein extrem-große Probe gestellt: Unsere neue katholische Kirche in Poing.

Es ist jetzt nicht so, dass unsere über die Jahre stark gewachsene oberbayrische Gemeine keine Kirche gehabt hätte. Unsere kleine Pfarrkirche St. Michael ist klein aber fein. Ggf. ist sie besonders an Hochämtern ein klein wenig zu klein für eine Wachstumsgemeinde.

Daher gab es dann auch den Plan für einen Neubau. So richtig mit Architekturwettbewerb und so. Irgendwie scheint das aber mal wieder ein Projekt gewesen zu sein, bei dem die breite Öffentlichkeit nicht wirklich zugeschaut hat – jedenfalls wenn man die Stimmen hier und da hört.

Kirchenkontraste

Für mich besondern ärgerlich ist die Tatsache, dass das Erzbistum sich hier für ein paar viele Euros einen Palazzo Protzto hingestellt hat, allerdings die Sanierung des katholischen Kindergartens die Gemeinde Poing mitbezahlen muss. Versteh das wer will. Ich nicht.

Ich kann mich noch so elegant dieser neuen Kirche nähern, mir erschließt sich deren Konzept und Ästhetik nicht. Das sehen andere auch anders und verleihen ihr einen Preis.

Sprungsschanze Gottes. Die neue katholische Kirche in Poing – die Schönheit liegt im Auge des Betrachters

Über die Architektur und deren Gestaltung habe ich auch schon mit Stefan Senf diskutiert – und der kommt vom Fach. Ich kann da nicht mitgehen.

Man muss Kontraste aushalten können.

P.S.: Die evangelische Kirche in Poing wandert für die sehr sehr besuchten Feiern (zB Weihnachten) einfach in die Aula der Grundschule aus. Auch ein Weg mit der großen Gemeinde ein Fest zu feiern, ohne gleich Tonnen von Sand in Form von Beton für die Ewigkeit zu veredeln. Nur mal so…

Und täglich grüßt der Baum

Mein täglicher Weg in die Firma führt mich abseits von Hauptstraßen über Wiesen und Wälder, vorbei an Fischreihern, Rindern, Hasen und ab und an auch einem Reh.
Anstelle den “direkten” Weg über die A99 oder die parallele Bundesstraße fahre ich “mit der Kirche ums Dorf” hinter dem Ismaninger Speichersee hinten rum. Alles offizielle Wege!

Auf meinem ungewöhnlichen Weg komme ich seit nun über 3,5j an einem einsamen Baum auf einem Feld vorbei. Und seit Jahren nehme ich mir vor: Den musst du mal in Szene setzen.

Schneebaum

Die letzten Monate waren von einem “Daily” der Führungskräfte um 08:30 geprägt. Gut für das Stundenkonto – Fahrzeit war somit gleich Arbeitszeit, aber maximal kontraproduktiv für die kreative Auszeit. (Ja – auf dem Heimweg steht der Baum auch noch da…)

Also musste ich mal im Urlaub am Morgen losfahren nach dem es frischen Schnee gegeben hatte.

Schneebaum

Mit dicken Winterstiefeln bin ich quasi einmal um den Baum herum und habe nach unterschiedlichen Aspekten, Brennweiten, Bildwinkeln und Perspektiven gesucht.

Schneebaum

Eine kleine Auszeit von der Normalzeit. Die Tatsache, dass ich quasi erst 2 Monate später zum bearbeiten und verarbeiten komme gibt vielleicht einen kleinen Einblick in den täglichen Wahnsinn.

Auch meine Kollegin Susanna kommt an diesem Baum vorbei. Sie hat aber mehr Eier in der Hose und bewegt sich deutlich aus Ihrer Komfortzone. Entsprechend sind die Bilder des gleichen Baumes auch deutlich geiler als meine.

Schlaflos
Schlaflos by Susanna

Siehe Flickr.

Geschmacksfrage

Ich bin kein Experte für Whisky, schon gar nicht für deutschen Whisky.

Trotzdem war der Besuch bei Slyrs am Schliersee ein interessantes Erlebnis, immerhin wird hier der Whisky anders als bei Jack Daniels in Tennessee hier wirklich in Eichenfässern gelagert damit er Farbe & Geschmack erhält.

Und weil ich eben nicht zugänglich für Whisky bin, habe ich dann doch lieber meine Kamera mitgenommen und bei dem Ausflug versucht ein paar Seiten einzufangen, die hier vielleicht den Charme des bayrischen Single Malt wiedergeben können.

P.S.: Ja, ich habe mal daran genippt und ein guter Grappa spricht mich mehr an.

Flashback: Strohwitwer 5-Kampf

Ich hab ja ein ambivalentes Verhältnis zu Fazebuch. Ich mag es nicht, bin aber trotzdem drinnen und sogar Mitglied in einigen Gruppen. In einer der Gruppe hatte nun einer ein Bild gepostet, das ihn mit dem Kopf in der Waschmaschine zeigt. Sehr nett – und mich hat es an eines meiner kleinen Projekte erinnert. Also schnell LR angeworfen und gesucht. Gefunden. Oh oh… Dezember 2010! Das waren noch Zeiten… 😉

Ich beim Strohwitwer 5-Kampf vor 8 Jahren.
Strohwitwer 5-Kampf

Ja, die Bilder sind nicht perfekt. Der AF sitzt nicht genau, der Zuschnitt ist nicht ideal etc etc etc. Für mich war das damals eine sehr spontane schnelle Idee, die ich sofort umsetzen wollte. Ohne großes Setup. Und nicht mit trölf Takes je Szene. Heute würde ich es besser machen. Bestimmt! 😉

Entscheidend für mich heute ist etwas anderes: Dem Impuls nachgehen, versuchen und probieren, spielen, experimentieren. Sowas mache ich (leider) schon lange nicht mehr. Wird also wieder Zeit ein Kind an der Kamera zu sein.

Rumänien: Reloaded

2016 – 2017 – 2018 – 2019. Es schaut so aus, dass es eine Regel für meine Reisen nach Rumänien geben könnte. Auf jeden Fall haben wir jetzt schon die Flüge nach Sibiu (Hermannstadt) gebucht.

Dieses Jahr soll es anders werden – dieses Jahr werden wir mit einem Mietwagen von Hotspot zu Hotspot reisen. D.h. aber auch, dass sich die Kinder alle 2 Tage auf eine andere Unterkunft einstellen müssen. Mal sehen wie das wird.

Fest auf der Liste steht die Transalpina. Dann gibt es noch zig Empfehlungen aus dem letzten Jahr die wir nicht umsetzen konnten. Mal sehen.

Die Sonne verwöhnt den Klostergarten mit all den vielen Blumen

Wir freuen uns drauf! 😉

Ab an die Wand

Ich bin ja kein Freund von “Das war mein Jahr”-Post in dem der geneigte Blogger sich dazu durchringt alle Höhen und Tiefen des Jahrs durchzunudel. Ich lese diese idR auch nicht.

Allerdings bin ich inzwischen ein großer Freund des gedruckten Bildes geworden. Hierzu haben wir bei uns im Esszimmer/Flur eigens eine “Fotowand” eingerichtet.

Fotowand

Hier hängt ein kleiner kleiner Auszug der besten Bilder des Jahres 2018.

Best Of 2018

Insgesamt sind es ein paar mehr Bilder geworden – alle hätten wir nicht aufhängen können, so viel Wand haben wir dann doch nicht. 😉

Ebenfalls nur ein Auszug ist in ein kleines Buch gekommen. Wie immer bei mir von Saal Digital gedruckt.

Best of 2018
Doppelseite

Ein Traum die Bilder auf Hochglanzpapier in der Hand halten zu können. Und bei SaalDigial machen sogar hyper-panorama-Bilder wieder einen absoluten Sinn! 😉

Eine externe Auswahl habe ich mir durch den Dienst Best of Nine on Instagram erstellen lassen – basierend auf den “Likes”.

Best of nine

Meine spezielle Meinung zu den sozialen Medien habt ihr ja lesen können – die “Top 9” basierend auf den “Likes” bestätigt meine Meinung hier mal wieder.

Wenn die Seele kommunizieren möchte

Im Buchclub der Photologen als auch auf dem wunderbaren Blog von Wilfried Humann ist das Buch “Die Seele der Kamera” von David duChemin gut weggekommen. So gut, dass ich es am Ende auch bestellt habe. Ein erster Schritt für meinen Vorsatz 2019: Wieder mehr lesen! 😉

Beim ersten Querlesen bin ich im Kapitel “Die Rolle des Publikums” hängen geblieben – und schon am ersten Absatz ins stolpern geraten. David duChemin stellt die steile (und von ihm zugegebene) These auf: Wann immer wir Bilder machen, dann machen wir die damit andere diese sehen und bewundern. Lediglich Vivian Maier stand über den Dingen.

WTF? Nach dem ersten Absatz war ich auf 180! Wie? Wir fotografieren nur um anderen zu gefallen? What? Jetzt hat es ein paar Tage gedauert bis ich Zeit hatte weiter zu lesen – in dieser Zeit habe ich ca. 100 geistige Blogposts verfasst um hier einen mega-Rant abzulassen.
Dazu kam der Post von Paddy “Kunst liegt nicht im Auge des Betrachters” sowie die Podcastfolge “Bedeutungslosigkeit” des “In trockenen Büchern” (Vielen Dank an Ivan für den Tipp!). RRRRRRR!!!!! Ich war auf 270!

Dann lese ich weiter bei David duChemin und er geht weiter zur (visuellen) Kommunikation, fasst ein wenig Schulz von Thun bzw. das 4-Augen Modell nach Zurmühle grob und schnell zusammen um dann im letzten Absatz für mich persönlich nochmals die Kurve zu bekommen.

“In dem Moment, in dem man bei seiner Arbeit zunächst auf Akzeptanz aus ist und nicht weil man von der Kreativität getrieben wurde, hat man verloren”

David duChemin / Die Seele der Kamera

Ich habe mich längere Zeit mit Schulz von Thun und dem 4-Augen Modell nach Zurmühle beschäftigt. Und ich bin genau an dem Punkte den duChemin im letzten Absatz beschreibt: Entweder versuchen wir Bilder zu machen, die jeden potentiellen bzw. beabsichtigen Empfänger korrekt adressiert und werden ob der Aussichtslosigkeit verrückt und machen gar keine Bilder mehr, oder wir stehen drüber und machen unser Ding. Ohne Rücksicht auf (Empfänger-)Verluste.

Eigentlich müsste unter Zurmühles Website ein Disclaimer stehen: Enthält Einsicht und Wahrheit, kann zum Verlust der Lust und Neugierde führen.

Jedenfalls habe ich etwas gebraucht um zu verstehen warum “ich” Bilder mache. Wofür sie für “mich” gut sind. Welche Bilder “ich” gut finde, und warum.
Mir persönlich ist es komplett egal was andere von meinen Bildern halten. In abwechselnder Tendenz regen mich die sozialen Medien mit ihren kurzlebigen Zyklen und der eindimensionaler “Like”-Manier auf und begeistern sie mich.
Natürlich freue ich mich über Anerkennung, Feedback, Kritik etc. zu meinen Bildern. Gleichzeitig sind mir die “Likes” auf Instagram total egal.
Jede Zeile Feedback zu einem Blogpost oder Bild zählen dagegen zehnmal mehr.
Jede persönliche Nachricht – egal ob positiv oder negativ – bringt mir mehr als ein “Like”. Leider geht dieses Auseinandersetzen mit einem Text, mit einem Bild, mit einer Geschichte in unserer kurzlebigen Zeit zugrunde. Ein Erfolg von Facebook&Co (…und der EU-DSGVO).

Auch deswegen ist es mir egal wer meine Bilder sieht. Ich mache die Bilder für mich. In meinem Stil. Mit meinen Fähigkeiten. (Disclaimer: Da gibt es eine Ausnahme in meinem Leben…) Mein Publikum ist (Abgesehen von meiner Familie und der Ausnahme) meine eigene Seele. Mein Blog ist mein Zwiegespräch. Mein Auge das Spiegelbild meiner Seele. Meines Leben.

Seelenspiegel

Ich mag Bilder bei denen ich erkennen kann, dass der Fotograf sich Mühe geben hat, dass es keine nebenbei geknipsten Bilder sind. Wo ich eine Idee, ein Konzept erkennen kann. Die technische Umsetzung ist mir dann egal. Sogar Katzenbilder können dann meine Aufmerksamkeit erlangen.

Kommentiere ich die Bilder anderer? Zu wenig! Ein weiteres Ziel für 2019. Blogposts wirklich lesen. Wirklich verstehen. Bilder wirklich ansehen und dann – auf dem richtigen Kanal – ehrlich reflektieren.

Werde ich das Buch weiterlesen? Ja, ganz sicher. Vielleicht jetzt versöhnter, hoffentlich offener.

Mondsüchtig

Es gibt ein Motiv in der “Fotografenszene” das ich maximal überbewertet empfinde: Der Mond.

Neben diversen Blumen (und Katzen) ist er eine arme Sau – sofern er sich nicht hinter Wolken verstecken kann, dann ist er halt dran. Gerne bei Vollmond, Blutmond, Mondfinsternis, Mondaufgang oder Monduntergang.

Technisch gesehen ist der Mond für Anfänger eine Herausforderung da hier die Belichtungsautomatik versucht das Gesamtbild auf 19% Grau einzupegeln. Das führt dazu, dass der schwarze Nachhimmel zu hell wird und der Mond überbelichtet wird. Ist mir auch schon passiert. Mit dem entdecken der mittenbetonten Belichtungsautomatik (oder Spot-Messung) wird das dann besser. Idealerweise wechselt man in den M-Modus und hat das selbst in der Hand. Was heute definitiv hilft ist die Preview der DLSM – ich muss nicht erst warten bis das Bild am Display angezeigt wird – ich sehe gleich was ich bekomme. Nächste Challenge ist die Geschwindigkeit des guten alten Monds. Der ist nämlich wesentlich schneller als man das glaubt – Belichtungszeiten von <1/20 Sek. können da schon schwierig werden – vor allem wenn man die Brennweiten von 300mm oder mehr berücksichtigt.

Lange Rede kurzer Sinn: Wir alle haben uns am Mond schon mal versucht. Als Übungsobjekt ist das auch gut so. Als Profession wird das erst mit Brennweiten weit weit jenseits der 1000mm wirklich interessant wenn die Strukturen wirklich gut sichtbar werden.

Auch ich habe den Mond “geschossen”. Mehrfach. Been there. Seen it. Done it.

Warum schreibe ich heute hier darüber?

Weil ich mal den “Mond-Test” mit meiner neuen Fuji und der Zoom-Kit-Linse gemacht habe. Und dann ist mir ein älteres Bild in den Kopf gekommen, das ich mal mit der Nikon D7000 gemacht habe. Jetzt wird es interessant…

Fototechnik von 2010 verglichen mit Fototechnik von 2016.

Und ich muss sagen – das beeindruckt mich jetzt schon ein wenig…!!!

Mond! Nach 3 Jahren mit der DSLR endlich mal ein vernünfties Bild vom Mond.
300mm CROP, f8, ISO 100, 1/500 Sek. Anpassungen in LR bei Kontrast etc.

Quickshot XT-20 + 55-230. Seems that even this lens is good enough.

Wir vergleichen hier eine Nikon D7000 mit dem 70-300 auf dem Stativ gegen eine Fujifilm X-T20 mit dem 55-230 aus der Hand. Und das Bild der Fuji muss stärker zugeschnitten sein, als das der Nikon, dafür hat die Fuji 24MP und die Nikon nur 16MP.

Tja, soviel mal zum Thema GEAR und GAS. Ende.

Wanderlust Württemberg

Ich bin ja eigentlich eher so eine bequeme Socke. Nicht faul, aber bequem.

Aber ab und an, da reisst es mich. Dann muss ich los. Meist in die Berge.

Aber nach dem ich im September auf einem Geburtstagsbesuch bei Stefan spontan einen kleinem Umweg über die Burg Teck und Burg Hohenneuffen eingelegt hatte, kam ich auf die Idee hier auf der Alb mal ein wenig zu wandern.

Unter der Burg Teck

Geburtstort Baden-Württembergs durch die Dreiländerkonferenz 1948

Die Gelegenheit kam schnell – in den Herbstferien ergab sich die Gelegenheit, dass ich als Strohwitwer ein wenig Zeit geschenkt bekam. Zur Zeit kam gutes Wetter und die Muse zu wandern.

Auf der Suche nach lohnenswerten (Foto-)Zielen führte es mich zuerst nach Sigmaringen. Dabei musste ich leider ohne Stopp an so wunderbaren Plätzen wie Ochsenhausen oder dem Federsee vorbeifahren. Ich war eben doch zu faul gewesen um wirklich früh loszufahren.

In Sigmaringen hatte ich mir via Komoot eine  kleine Tour entlang der Donau rausgesucht. Erst später viel mir auf auf welch geschichtsträchtigen Boden ich hier unterwegs war. Nein, nicht der Amalienpark-&felsen – sondern Inzighofen mit den Klostergeistern. Naja, jetzt bin ich hier auch mal gewesen. Günstiger. Und mit mehr Ruhe und weniger Alkohol.

Von Siegmaringen nach Santiago de Compostela – den ganzen Weg bin ich jetzt nich gelaufen.

Die malerische Lindenallee im Fürstlicher Park Inzigkofen von Fürstin Amalie Zephyrine zu Hohenzollern-Sigmaringen

Der Amalienfelsen im Fürstlicher Park Inzigkofen von Fürstin Amalie Zephyrine zu Hohenzollern-Sigmaringen

Die Teufelsbrücke über die Höll-Schlucht im Fürstlicher Park Inzigkofen von Fürstin Amalie Zephyrine zu Hohenzollern-Sigmaringen

Donau bei Sigmaringen

Das Hohenzollern-Schloss in Sigmaringen in herbstlichen Farben

Weiter ging es am nächsten Tag in Geislingen an der Steige – zuerst ein kleiner Hüpfer alleine auf die Burg Helfenstein und den Ödenturm, dann später zusammen mit meinem Bruder eine Runde um Oberböhringen. Auch diese Tour hatte mit Komoot ausgespuckt. Das Wetter spielte zuerst nicht mit, später war es dann wunderbar und der Ausblick auf die Tafelberge der Schwäbischen Alb war ein Spektakel. Es ist schon seltsam, dass ich in all den Jahren in denen ich in Bietigheim gewohnt hatte, ich niemals hier Wandern war.

Der Ödenturm von der Burgruine Helfenstein aus gesehen – noch ist das Wetter nicht schön.

Ein seltenes Selfie über der Burgruine Helfenstein

Best Camera in the best Bag with the best Engerysource

Der Ausblick auf die Tafelberge der Schwäbischen Alb.

Der Ausblick auf die Tafelberge der Schwäbischen Alb.

Tempel zu Ehren des großen Württemberger Dichtersohns Friedrich Schiller

Am Abend gab es dann eine Runde mit Stefan durch Stuggi. Der Abend hatte mit einem leckeren Essen beim Thai, vielen Fuji-Schwarz-Weiß-Bildern in der Stadt, einem entspannten Kaffee am Kleinen Schlossplatz und einem farbigen Abschlussklecks am Pariser Platz ausreichend Höhepunkte – und meine Uhr am Ende des Tages ca. 25km Strecke aufgezeichnet.

Staatsgalerie Stuttgart by James Stirling

Staatsgalerie Stuttgart by James Stirling

Fontäne im Stuttgarter Schloßgarten

Fontäne im Stuttgarter Schloßgarten

Manchmal ist es nach dem Regen am schönsten

Stuttgarter Stadtbibliothek

Zum krönenden Abschluss führte mich meine Neugierde auf den Rotenberg. Jener Berg auf dem früher einmal die Burg der Württemberger stand. Bevor die Burg geschliffen wurde und für ein wunderschönes Mausoleum Platz machen musste. Mein Timing hat ein Innenbesuch leider verhindert. Ein Grund nochmal hier vorbeizukommen.

Auf dem Rotenberg zu Stuttgart, am Platze der früheren Burg der Württemberger. Geschichte.

 

 

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Thema von Anders Norén.