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mein fotografischer weg

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Sonntagsausflug

Es gibt immer einen guten Grund für einen Ausflug.
Egal ob es Sonntag ist oder nicht.
Es gibt noch bessere Gründe um ins Altmühltal zu fahren – zB. um nach fast 80 Tage zum ersten Mal wieder mit den Kindern die Großeltern zu sehen.

Kinding im Altmühltal ist nicht die Mitte zwischen München und dem Wohnort der Großeltern – aber für unsere Renault ZOE so ziemlich der äußerste Rand den wir ohne große Zwischenladepause so erreichen können.

Das Altmühltal ist immer einen Ausflug wert – wir waren hier erst vor ein paar Wochen (Bilder stehen noch aus), die Gegend besticht aus einer Mischung von “so wie früher” und frisch renoviert.
Aktuell natürlich im Corona-Lockdown alles irgendwie schlafend.

Nach einem sehr guten Essen mit kostenloser Ladung der ZOE im Hotel ging es ein wenig spazieren.

Auf dem Rückweg gab es noch eine alte römische Brücke als Highlight – wenn man nicht aufpasst, dann könnte man das fast für die Toskana halten. 😉

Pusteblume

Pusteblume

Im Fernsehen ein Stück Kindheit.
Im Garten ein Grund für Rückenschmerzen.
Auf der Wiese ein heller Farbpunkt, der zum Meer werden kann.
Im Wind eine Startbahn für viele neue Träume.

Desert Island – one Camera, one Lense

Auf Youtube ist mir ein Video von Andrew & Denae über den Weg gelaufen das mich wirklich neugierig gemacht hat: „What is your “desert island” camera and lens?“

Was wäre denn meine Combo für die einsame Insel?

Ist es das iPhone – frei nach dem Motto: Die beste Kamera ist die Kamera, die man dabeihat?

Oder dann doch das Arbeitstier X-T3 mit dem 16-80/4? Oder doch das 16/1.4? Oder lieber das 90/2?

Nein, es wäre die X100F – einfach deswegen: wenn ich alleine auf einer einsamen Insel bin, dann bin nicht nicht der Familienfotograf, muss ich keine Bewegung einfangen, ich muss nicht schnell sein, keiner will die Bilder in wenigen Sekunden auf einem großen Display sehen.

X100F

Ich hätte ja Zeit. Zeit mich auf ein Motiv zuzubewegen. Zeit den richtigen Moment zu suchen. Es wären Bilder nur für mich, in meinem Look. Nach meinem Geschmack. 

Wo ist das nächste Abenteuer?

Und hier unterscheidet sich aktuell meine Fotografie (und mein Equipment).

Lost Place

Bedeutet das, dass ich eigentlich (mal wieder) zu viel im Schrank liegen habe?

Little Beauty

Eine Frage, die mich wirklich ein wenig beschäftigt hat – und auf die ich am Ende dann doch mit (relativ) gutem Gewissen „Nein“ sagen konnte. Ja, ich brauche das Fisheye nicht wirklich regelmäßig und das 23/2 ist grundsätzlich doppelt vorhanden (X-T3+23/2 vs. X100), aber alles hat da seinen guten Sinn und Zweck.

Und was macht mein GAS?

Nix. Fast nix. Da gibt es eine neue 23/1.4 Linse von Viltrox oder das sagenumworbene 56er von Fuji, beide haben einen gewissen Reiz. Oder die neue X100V die natürlich noch besser als meine X100F ist. Oder doch die X-T3 gegen eine X-Pro3 eintauschen und damit die X100F einsparen? Nein. Alles hat gerade seinen Zweck, seinen Sinn. 

Lost Place

Bewusste Fotografie mit der X100F und Arbeitstier X-T3 für alles wo es das Quäntchen mehr Flexibilität und Features braucht. Und das iPhone? Das ist immer dabei, und doch als Foto seltener im Einsatz als man denkt. Irgendwie ist es dann doch keine Kamera.

Me, myself and my Cam

Und? Welche Kamera nehmt ihr mit auf die einsame Insel?

Männergesichter

Ich poste hier nur wenig über meine „Auftragsarbeiten“.
Vor allem, weil das idR. Keine öffentlichen Aufträge sind, d.h. ich begleite Familienfeste oder dokumentiere einen Event. Private Bilder meiner Kinder oder Familie versuche ich hier auch zu vermeiden – dafür gibt es ja auch noch unseren Familien-Blog. Dazu kommen meine Einsätze bei Recover Your Smile – auch nix was ich hier posten kann oder will.

Ich mache jetzt mal eine Ausnahme – denn die Person dieses Auftrags ist eine öffentliche Person. Unser evangelischer Pfarrer. 

Bildrechte: Michael Simonsen

Im Rahmen seines Portfolio-Aufbaus und -Darstellung suchte er passende Bilder. Zusätzlich zu seiner klassischen seelsorgerischen Ausbildung hat Michael einige weitere Ausbildungen absolviert und bietet seine Expertise als Coach und Berater auch unabhängig der Konfession an. Dafür benötigt er passende Bilder. Eine tolle Aufgabe die ich gerne übernommen habe.

Passende Bilder, das bedeutet hier also Bilder, die den Charakter des Menschen widerspiegeln, die Vertrauen bilden. Offen, sympathisch, authentisch. 

Bildrechte: Michael Simonsen

Für mich eine wunderbare Gelegenheit mal mit einem Mann zu arbeiten – was sehr anders ist als mit einer Frau. Verführerisch, kokett, sinnlich, verträumt, verliebt – das sind Posen, die bei Männern eher ungewöhnlich sind. Auch maskulin, stark – oder in diesem Fall besonders fröhlich – hätte nicht gepasst. Pose, Umfeld, Hintergrund sollten zur Aussage passen. 

Wir haben on location gearbeitet, nur available Day Light oder mit der vorhandenen Beleuchtung – ich vermeide den Blitz wo nur möglich. Der Rest ist dann noch ab bisserl Lightroom und Photoshop für den einen oder anderen Hautmakel. Das darf sein. Auch bei Männer.

One more thing: Unter den Bildern steht „Bildrechte Michael Simonsen“ – und das mit gutem Grund. Ich trete meine Bildrechte ab. Warum? Weil es mir nicht um Bildrechte geht. Mit geht es nicht um Ruhm und Ehre. Mir geht darum eine Herausforderung zur Zufriedenheit zu lösen. Ich lebe nicht von der Fotografie, dies war ein Pro Bono Auftrag. Ich möchte auch nicht später mit jemand über Verwertungsrechte diskutieren. 

Munich Street

Das letzte was ich bin, das ist ein Street Photograph.

Mir liegt es nicht Menschen und Situation einfach so zu fotografieren. Wenn ich in der Stadt unterwegs bin, dann eher mit Fokus Architektur.

Wenn man aber jetzt mal an einem Samstagmorgen um 08:00 auf dem Weg zu einer Schulung unterwegs ist, wenn man mal etwas entspannter unterwegs ist, ausreichend Zeit für einen (guten) Kaffee hat, dann kann es sogar mit passieren, dass ich in die richtige Stimmung komme.

Verkehrte Welt

Die Welt steht Kopf. Und es wird noch eine Weile brauchen, bis wir wieder richtig auf dieser Welt stehen.

Die Bilder sind quasi noch vor Corona entstanden, an Fasching. Damals waren wir noch der Meinung, dass die paar Münchner Fälle gut im Griff sind und die Faschingsnasen nur in NRW bleiben. Ischgl hatte ich nicht auf dem Radar.

Ein kleiner Spaziergang nach einem Regen, die Welt von oben spiegelt sich im Unten. Die Welt ist irgendwie noch heil.

Corona bleibt uns noch eine Weile erhalten. Länger als es dauert bis eine Pfütze nach einem Regen wieder ausgetrocknet ist. 

Schauen wir einfach nach vorne – und nicht nach unten.

1/r²-Gesetz

Ähnlich wie bei meinen Blumenbildern wollte ich einfach mal mit dem Licht und dem Zentralverschluss der Fuji X100 herumspielen.

Für Selbstportraits (kann man ja immer mal so als Profilbilder) wollte ich testen, wie ich einen abgesoffenen Hintergrund hinbekomme.

Ich würde mal sagen, es hat funktioniert – auch, wenn die Teststrecke lang und steinig war.
Was habe ich dabei gelernt?
Das 1/r²-Gesetz funktioniert. (Licht fällt im Quadrat zur Entfernung ab) Der Weg ist aber schwierig. Selbst mit einem Zentralverschluss der einem beim Blitzen eine 1/4000 Belichtungszeit ermöglicht und damit das Restlicht des Raums ausblendet, selbst dann ist die Balance aus Blende, ISO und Blitzleistung schwierig.
Und ich habe gelernt, dass ich kein gutes Model bin. Jedenfalls, wenn ich vor meiner eigenen Kamera stehe.
Aber es geht auch freundlicher. 😀 

Alle Bilder mal wieder direkt aus der Kamera, kein Lightroom – nix. Nur JPG und sonst nix.

Früh(Stücks)Meditation

Mein (erster) Wecker klingelt um 06:05.

Dann beginnt die tägliche Routine. Manchmal rasieren, immer duschen. Anziehen, Frühstück vorbereiten, Brotzeit (Vesper) für die Kinder machen. Oft begleitet mich der Tagesticket-Podcast in den Minuten 

Jeden Tag, meist auch am Wochenende. Okay – der Wecker geht da nicht an. Mein innerer Wecker steht trotzdem auf 06:00.

Jeder Tag das (fast) gleiche Procedere. 
Jeden Tag der (fast) gleiche Rhythmus.
Jeden Tag aber auch meine Zeit.
Mein Ritual.

Der Tagesablauf hat sich mit den Kindern etabliert. Meine Frau hat oft in der Nacht sich um die Kids gekümmert und von daher die extra-Stunde am Morgen bekommen, ich habe die Frühschicht übernommen. Ganz früher war ich die Eule und hab gerne und oft bis nach 9 Uhr geschlafen.

ZzT (es ist die Corona Zeit) schlafen die Kinder oft etwas länger und es gibt zusätzliche Zeit für einen Moment Zazen. 

Das gibt zusätzliche Ruhe.

Der Tag kann beginnen. Es wäre manchmal schön, die Ruhe würde länger anhalten und der Tag würde ähnlich strukturiert enden.

Flashback Friday: Green Power

Wenn man mit etwas „Freizeit“ durch seine alte Natur reisen kann, dann kommt man auch endlich dazu den einen oder anderen Ausflug bzw. Abstecher zu machen zu dem man sonst irgendwie keine Zeit hat. 

Als ich vor 20 Jahren aus Bietigheim-Bissingen weggezogen bin, da stand dieses Wunderwerk der Technik noch nicht. Man kann sich nun sehr lange darüber streiten ob so ein Windrad estetisch ist oder ob es doch eher die Landschaft verschandelt. Für mich persönlich ist es gewöhnungsbedürftig – aber auch sehr mutig! 

Als Fotograf kann ich solch einem „Spargel“ natürlich auch etwas ganz anderes abgewinnen. 

Wir machen Zuhause ja Solarstrom – aber ohne Wind geht es nicht. Der bläst nämlich auch Nachts. Wenn unsere PV Anlage nix produzieren kann.

Ach ja, einer der wenigen Momente in denen ich sehr gerne einen ND Filter dabei gehabt hätte. 

Nachtrag: Inzwischen habe ich noch einen weiteren Spargel fotografiert.

Heimatfilm: Poing

Prolog: Eigentlich ist es mir nicht nach bloggen. Es ist März 2020 und ein beschissener Virus wirft unseren Alltag durcheinander. 

Der Titel Heimatfilm ist eigentlich (c) von Stefan Senf – ich klaue mir den hier mal, weil er passt fast gut. (Und er auch nix dagegen gesagt hat)

Lokaler Industriebetrieb und unser Glasereibetrieb

Fast gut, weil ich meinen Wohnort nicht als „Heimat“ bezeichnen würde. Aber das hatten wir hier schon.

Einer der vielen Logistikbetriebe und unser lokaler Fernsehhändler

Nach einer kleinen Anregung bin ich (mal wieder) auf dieses „Poing“ aufmerksam geworden. 

Baumarkt-Kette und unser lokaler Fachmarkt für Tier, Garten, Haus und Hof

„Poing ist nicht schön – aber unheimlich praktisch“. Dieser Satz wird unserem (Alt)Bürgermeister Hingerl gerne in den Mund gelegt. Recht hat er.

Bäckereikette und Bäckereimeister

Poing ist vor allem getrennt. Durch eine S-Bahn. In ein Poing-Süd und Poing-Nord.

Neue katholische Kirche und alte katholische Kirche

Poing-Süd, das ist das alte Poing. Das mit dem Rathaus, dem Maibaum-Platz an der Kirche, dem Einzelhandel und den Handwerkern.

Neue Sparkasse und Volksbank im Mehrfamilienhaus

Poing-Nord, da wohnen die „Zuzognen“ (also ich…) und die „Preissn’“ (also ich nicht…), da sind Sportplatz. Schulzentrum, die Logistikfirmen und die Einkaufszentren. Nicht zu vergessen die einzige Tankstelle. 

Neue Ortsmitte und Maibaumstandplatz an der Kirche

Ein Nord-Süd-Gefälle geht durch die Gemeinde.

Logistikfahrzeuge und Menschenbeweger

Ein Kontrast der zwischen Groß und Klein, Alt und Neu oder Heimat und Fremde einen nur so anschreit, wenn man genauer hinsieht. Das Neue verdrängt das Alte.

Uniformität und gewachsene Strukturen

Auf die Bilder bin ich nur bedingt stolz. Ich könnte den harten Kontrast durch die Sonne jetzt als Stilmittel deklarieren, mit dem ich den Kontrast zwischen den beiden Poing unterstreichen möchte.

Steingarten und Garten

Tatsächlich hatte ich nur diesen einen (freien – vor-Corona) Sonntag, um die Bilder zu machen. Mir wäre Regen viel lieber gewesen, um die Trostlosigkeit zu unterstreichen. Jetzt sind die Bilder wie sie sind. Basta.

Konsumtempel und Meister-Metzger

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Thema von Anders Norén.