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mein fotografischer weg

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Ungewohntes

Nicht oft, aber ab und an, da habe ich auch Modells vor der Kamera. Bisher waren die alle angezogen. So richtig angezogen. Mit Hose, Shirt und so. Aber irgendwann ist immer das erste Mal.

Und das kam so: Für die 200. Sendung des Fotopodcasts wurden Preise ausgeschrieben. Ich konnte mit meinem Bild hier einen Workshop gewinnen

Der Fotopodcast trifft den Nagel immer auf den Kopf! Happy 200!

Der Workshop hat nun endlich stattgefunden! In den heiligen Studiohallen von Michael in Fulda.

Zur Themenfindung gab es eine Rundfrage an alle Teilnehmer, leider hat sich mein präferierter Vorschlag “Neufi in Baströckchen” nicht ganz durchsetzen können – dafür aber das Thema “Teilakt”.

Teil-Akt! Halb-nackte Frauen vor meiner Linse – Himmel! Das ist nicht mehr meine Komfortzone!

Am Ende war alles nur halb so schlimm – mit Itah hatten wir ein tolles Modell die sich nich nur wunderbar verwandelte sondern auch mit meinen spontanen Ideen mitgegangen ist.

Itah

Im ersten Teil haben wir mit available Light sehr flexibel an verschiedenen Locations gearbeitet, hier war die Herausforderung schnell kreative Posing Ideen zu entwickeln, das Modell anzuleiten und noch die eigenen Technik im Griff zu behalten. Ich habe nicht immer alles im Griff gehabt.

Itah

Im Studio hatten wir weniger kreative Freiheit, dafür mehr (Blitz-)Technik und noch ausgefallener Posen. Durch die tolle Anleitung und die eingeschränkte Technik (Blende 8, 1/160, ISO 200 – Blitz!) war die Konzentration auf das Wesentliche hier einfacher.

Itah

Nach vollbrachter Tat gab es dann noch einen gemütlichen Ausklang als Hörertreffen der Fotopodcast-Community.

Abgesehen von dem wirklich nicht empfehlenswerten Hotel in Fulda war das ein entspanntes Wochenende mit Freunden und Gleichgesinnten.

Mal sehen was uns in 2020 bei dem nächsten Fotopodcast-Workshop so erwartet!

Und natürlich vielen Dank an Itah für die Geduld!

Grenzgänger

Mein Wohnort (ich weigere mich noch dazu “Heimatort” zu sagen…) ist in zwei Teile aufgeteilt. Poing Süd – das “Alt-Poing” das es schon immer gab, wo also Kirche, Friedhof, Metzger, usw. stehen und Poing-Nord (aka Neu-Poing) in dem all die vielen zuzognen wohnen. Also auch wir. Die Trennlinie ist die S-Bahnstrecke.

Mein Poing ist im Wesentlichen also Poing-Nord, hier kenne ich mich aus. Alles nördlich der Bahnlinie ist meine “Hood”. Südlich der Bahnlinie gibt es für mich nur Wildpark, Metzger, Post, Polizei, Frisör und Rathaus.

Der dortige Park ist mir bisher unbekannt gewesen. Wobei der wirklich interessant ist da er an und auf der Gletscher-Endmoräne angelegt ist. Also eigentlich eine sehr markante Formation die sich ebenfalls durch die Gemeinde und unser Gebiet zieht. Und noch mehr Kleinigkeiten habe ich entdeckt – ich werde nun wohl öfters die Grenze überschreiten und auch hier ein wenig meine Runden ziehen.

Zu spät bin ich auf die Idee gekommen auch hier mal einen kleinen Spaziergang zu machen. Zu spät wenn man bedenkt, dass ich mehr oder weniger nun seit 15 Jahren hier Wohne. Zu spät wenn man als Fotograf Licht benötigt. A bisserl war noch über.

Alle Bilder mal wieder direkt aus der Fujifilm X100F. #ishootJPG

Saurier

Zwischen den Jahren sind nicht nur die Rauhnächte – sondern auch Schul-&Kindergarten-freie Zeit. Also eine gute Gelegenheit mit den Kindern eine kleine Unternehmung zu machen.

Der Lockschuppen in Rosenheim ist schon seit Jahren eine gute Adresse für hochqualitative Ausstellungen – auch für Kinder. Nach einer längeren Umbauphase ist er nun wieder eröffnet und wir waren neugierig!

Die Familienführung hat uns also durch die Jahrtausende von Perm, Trias und Kreide bis zur Neuzeit der Erde geführt und uns unheimliche (und vor allem gigantische) Saurier gezeigt.

Eine gute Gelegenheit die X-T3 mit dem 16mm/1.4 auszutesten und die grenzen des AF zu erleben. Das 16mm/1.4 hat sich dabei wacker geschlagen, vor allem die schnelle Möglichkeit von AF auf MF umzuschalten war hier sehr praktisch. Dank Fokuspeaking konnte ich sogar bei größter Dunkelheit noch schärfere Bilder machen.

ISO ist wie immer relativ, bei Familienbildern schrecke ich auch von ISO 12.800 nicht zurück. Es geht ja mehr um die Erinnerung, die Emotion und weniger darum Augenbrauenhaare zählen zu müssen.

Da die Tiefen schon deutlich abgesoffen waren habe ich diesmal nicht OoC geschossen sondern wirklich die RAWs danach noch etwas überarbeitet. Danke dem LR Plugin jb-xlr habe ich aber die Velvia Entwicklung der Kamera einfach auf das RAW übernehmen können.

Die Ausstellung läuft noch bis Jahresende und ist definitiv interessant – auch ohne Kinder! Dank (Familien-)Führung und Audio-Guide muss man sich auch nicht durch die Ausstellung lesen sondern kann das auch etwas bequemer machen.

Wintersonne

Wer kennt das nicht? Familienlagerkoller…?

Die Weihnachts-Neujahrs-Ferien-Urlaubs-Pause neigt sich langsam dem Ende zu, die Feiern und Parties sind vorbei und die Langeweile in der Familie nimmt zu.

Wegen einer Fersenverletzung bei unserem Großen sind wir etwas Bewegungseingeschränkt und können nicht ganz so wie wir wollen – also muss man anderweitig “in Bewegung” kommen.

Also wenigstens mit dem Kleinen aus und mit dem Fahrrad durch den Park, irgendwas kann man im Städtle immer machen, auch wenn es nur Leihbücher in der Bücherei zurückgeben ist.

Dann noch schnell auf einen Kaffee&Kuchen zum Bäcker.

Am Ende ist es doch eine nette (und sehr kalte Runde) für alle zum auspowern geworden.

Und der Papa hatte nebenbei ein wenig Möglichkeit zum knipsen. Und a bisserl Nebel gab es dann auch noch.

Piratenjahr

Happy New Year an alle Leser!

2019 ist vorbei – 2020 startet unter neuer Flagge.

Irgendwie habe ich Lust auf Neues, auf Entdeckungen und Abenteuer. Die Familie ist der sichere Hafen um die Welt neu zu entdecken. Schön, dass ihr hier mitkommt.

Jahresabschluss

Wer hier und jetzt einen langen Artikel zu “Das war mein 2019…” erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Ich mag diese Art von Artikel (in den meisten Fällen) nicht, die Art des öffentlichen Seelenstriptease ist mir oft zu viel.

18?

Vielmehr möchte ich einfach ein paar Bilder unseres diesjährigen Jahresabschlusses meiner kleinen Skatrunde teilen.

Spannung

Mir ist diese (analoge) Skatrunde sehr wichtig. Nicht nur, weil es ein netter Zeitvertreib ist und ich (noch immer) viel über Skat lerne, sondern vor allem wegen der Menschen.

Mit 2, Spiel 3

Wolfi mit seinen 80+ Jahren, der uns in den letzten 16-17 Jahren hier beim Skat unterrichtet hat und Roland, mit dem mich seit 18 Jahren eine gute Freundschaft verbindet. Der (fast) monatliche Treff mit Ihnen, der Austausch, das Staunen über ihre Geschichten, des mitleben ihrer Erlebnisse, die Begleitung über die Zeit.

Letzte Runde

Dazu gehören eigentlich auch Matthias der für seinen Arbeitgeber losgezogen und seit dem nicht mehr angekommen ist und natürlich Jürgen der für die Liebe nach Hannover ging. Leider ist es seit langer Zeit zu keinem Revival mehr gekommen.

Bitte kein Ramsch!

Die Skatrunde ist von daher mehr als nur ein Zeitvertreib – sie ist ein Teil meines sozialen Lebens weit abseits des Internets. Real. Anfassbar.

Saftschorle

P.S.: Inzwischen sind wir älter geworden und aus wilden Festen mit Bier, Schnaps und Chips wurden elegante Herrenabende mit gemeinsamer Brotzeit, Saft, Wasser und Tee.

P.P.S.: Alle Bilder wurden mit der Fuji X100F gemacht und sind so “OoC” bzw. #ishootjpg

Seestimmung

Dieses Jahr habe ich mich (mal wieder…) auf den Herbst gefreut. Auf die Nebelstimmung am Morgen. Aber irgendwie war das dieses Jahr mau mit Nebel.

Nebelsee

Einer der wenigen Morgen an dem es a) Nebel und b) ich Zeit hatte (es gibt da eine Unsitte um 08:15 ein Daily anzusetzen…) habe ich dann entspannt am Ismaninger Speichersee mal die Stimmung auf mich wirken lassen.

Leider war es dann doch ein wenig zu viel Stimmung.

Am Abend war es dann aber stimmungsvoller.

Hoch-Zeit

Eigentlich fotografiere ich alles – außer Tiere und Makros. Und Hochzeiten!

Ich hatte zwei Mal bisher eine Hochzeit gemacht. Einmal war ich naiv und die Zweite habe ich in den Sand gesetzt.

Jetzt ruft mich mein Bruder an und bittet mich bei seiner Stieftochter als Überraschungsgast und Fotograf vorbeizukommen. Ähm… okay.

Nicht nur, dass ich “nie wieder” eine Hochzeit machen wollte – ich sag immer: Entweder Gast oder Fotograf. Nie beides gleichzeitig.

Zum Einsatz kam meine neue X-T3 – und das war gut so! Der AF ist soooo viel besser als der meiner X-Pro2. Wahnsinn! Eine Offenbarung!

Ich habe 90% der JPG Bilder mit minimalsten Anpassungen ausliefern können. Nur bei einigen kniffligen Lichtsituationen habe ich das RAW bemüht. Dank des JB-XLR Plugins konnte ich die Filmsimulation direkt übernehmen und dann nur noch das Bild “optimieren”.

Aus 1800 Bilder sind 175 Bilder in die engere Wahl gekommen und 115 Bilder am Ende entwickelt geworden. Ich hab tatsächlich 2 Tage nach der Hochzeit schon geliefert! Mal sehen wann ich Feedback bekomme.

Mache ich das nochmals? Ja, spätestens, wenn die Beiden nächstes Jahr ihre geplante große Party machen. Und dann hat sie noch eine Schwester, mein Bruder noch 2 Söhne, meine Base einen Sohn und ich 4 Kinder – es besteht also noch Potential noch mehr Familienfeiern… ahhh!

Auf den Leim gegangen

Ich habe GAS. So ist es eben. Ich kaufe neues Equipment und verkaufe auch recht vieles wieder. Nicht alles. Aber vieles.

Dieses Jahr habe ich auf die neue Fujifilm X-Pro3 gefiebert. Und die ersten Bilder und Berichte waren fantastisch! Wow! X-T3 Technik in dem Gehäuse der X-Pro2 und dazu noch ein Klapp-Display! Alle meine Probleme schienen gelöst zu sein! Keinen Bedarf mehr für die kleine X-T20, die ausschließlich wegen dem Klapp-Display und der Panorama-Funktion Einzug gehalten hatte.

Die X-Pro3 hat ein sehr ambitioniertes neues Konzept: Ein “Hidden Display”. D.h. das Display ist “zugeklappt”, man muss um das Display nutzen zu können immer von Hand das Display runterklappen.

Dann kamen die ersten Zweifel…

Wie ist das dann bei Porträt Shootings wenn man dem Model Bilder zeigen möchte? Kann man da so einfach und schnell das Bild zeigen? Immer das Display runterklappen? Was ist mit einfachen/schnellen Änderungen im Menü.

Es hat mich einige Nächte gekostet – am Ende kam der Entschluss die X-T20 gegen eine X-T3 einzutauschen. Gerne eine junge gebrauchte.

Diese junge gebrauchte kam dann in Form einer eBay Kleinanzeigen reingeflattert. Eine relativ neue mit Restgarantie, zusammen im Kit mit einem 18-55. Das hatte ich zwar schon – aber das geht auch gut weg.

Kurzer Austausch per eMail, kein PayPal sondern Überweisung – okay. Ich bekomme ein Foto vom Personalausweis – okay! Geld ging los – und dann war Stille.

Keine Reaktion mehr auf meine eMails. Kein Sendungsnummer. Nix.

Nach einer Woche habe ich verdacht geschöpft, ein klein wenig recherchiert und festgestellt: Ich bin einem Betrüger auf den Leim gegangen. Also bin ich zur Polizei und habe Anzeige erstattet.

Ich habe ein klein wenig Hoffnung, dass über die Kontonummer bei der Bank etwas erreicht werden kann – aber ich gehe eher davon aus, dass hier ein professioneller Betrüger unterwegs war der sein Handwerk beherrschte.

Liebe Leser und Freunde – wenn ihr irgendwo Gebrauchtware kauft, lasst euch nicht nur den Perso schicken, ruft die Menschen an. Sucht nach Ihnen im Internet.

Ich habe jetzt den Weg nach Canossa gemacht und beim Fachhändler in München nicht nur einen neuen Body sondern auch noch ein Standard Zoom gekauft (mein 18-55 war inzwischen weg). Insgesamt hat mich der Spaß nun sehr sehr viel Geld gekostet. Viel Lehrgeld. Zu viel Lehrgeld.

Ich muss sehen wie ich den Verlust kompensieren werde – ggf. geht die X-Pro2 oder die X100F in den Verkauf. An Linsen habe ich nix was ich jetzt vermissen möchte.

Vielen Dank “Wladislaw Klass” für den Betrug, dafür mir sauer verdientes Geld aus der Tasche gezogen zu haben, dafür mein Vertrauen in die Menschheit kurzfristig beschädigt zu haben. Wenn Sie das hier lesen: Genießen Sie mein Geld, irgendwann machen Sie einen Fehler. Jeder macht mal einen Fehler. Auch Sie!

Nachtrundgang

Haben Sie Poing schon bei Nacht gesehen?

Nach dem ich jetzt in Hannover mir schon mit High-ISO und tiefem Schwarz die Nacht um die Ohren geschlagen hatte, bin ich bei meiner nächtlichen Spazierrunde durch Poing mich mal mit der X-Pro2 und dem 23/2 versucht.

Ich laufe gerne am Abend mal eine kleine Runde „ums Dorf“, d.h. 6km strammes laufen. Nach 45 Minuten ist die Runde vorbei. 

Diesmal hatte es etwas länger gedauert (auch weil ich kleinere Umwege genommen hatte) – und eben auch da ich hier und da mir einen Moment Zeit genommen habe, um das Licht zu suchen.

Sicherlich ist ein Dorf wie Poing nicht so spannend wie Hannover. 

Da ändert auch unsere neue katholische Kirche nichts daran.

Aber es war eine nette Fingerübung und Gewöhnung an die 23/2. Ich glaube, die nutze ich jetzt öfters! 

Alle Bilder auf Basis des JPG Rezepts von Thomas B Jones “Spotlight”. Also straight out of camera.

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Thema von Anders Norén.