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mein fotografischer weg

Archive (Seite 2 von 15)

Männergesichter

Ich poste hier nur wenig über meine „Auftragsarbeiten“.
Vor allem, weil das idR. Keine öffentlichen Aufträge sind, d.h. ich begleite Familienfeste oder dokumentiere einen Event. Private Bilder meiner Kinder oder Familie versuche ich hier auch zu vermeiden – dafür gibt es ja auch noch unseren Familien-Blog. Dazu kommen meine Einsätze bei Recover Your Smile – auch nix was ich hier posten kann oder will.

Ich mache jetzt mal eine Ausnahme – denn die Person dieses Auftrags ist eine öffentliche Person. Unser evangelischer Pfarrer. 

Bildrechte: Michael Simonsen

Im Rahmen seines Portfolio-Aufbaus und -Darstellung suchte er passende Bilder. Zusätzlich zu seiner klassischen seelsorgerischen Ausbildung hat Michael einige weitere Ausbildungen absolviert und bietet seine Expertise als Coach und Berater auch unabhängig der Konfession an. Dafür benötigt er passende Bilder. Eine tolle Aufgabe die ich gerne übernommen habe.

Passende Bilder, das bedeutet hier also Bilder, die den Charakter des Menschen widerspiegeln, die Vertrauen bilden. Offen, sympathisch, authentisch. 

Bildrechte: Michael Simonsen

Für mich eine wunderbare Gelegenheit mal mit einem Mann zu arbeiten – was sehr anders ist als mit einer Frau. Verführerisch, kokett, sinnlich, verträumt, verliebt – das sind Posen, die bei Männern eher ungewöhnlich sind. Auch maskulin, stark – oder in diesem Fall besonders fröhlich – hätte nicht gepasst. Pose, Umfeld, Hintergrund sollten zur Aussage passen. 

Wir haben on location gearbeitet, nur available Day Light oder mit der vorhandenen Beleuchtung – ich vermeide den Blitz wo nur möglich. Der Rest ist dann noch ab bisserl Lightroom und Photoshop für den einen oder anderen Hautmakel. Das darf sein. Auch bei Männer.

One more thing: Unter den Bildern steht „Bildrechte Michael Simonsen“ – und das mit gutem Grund. Ich trete meine Bildrechte ab. Warum? Weil es mir nicht um Bildrechte geht. Mit geht es nicht um Ruhm und Ehre. Mir geht darum eine Herausforderung zur Zufriedenheit zu lösen. Ich lebe nicht von der Fotografie, dies war ein Pro Bono Auftrag. Ich möchte auch nicht später mit jemand über Verwertungsrechte diskutieren. 

Munich Street

Das letzte was ich bin, das ist ein Street Photograph.

Mir liegt es nicht Menschen und Situation einfach so zu fotografieren. Wenn ich in der Stadt unterwegs bin, dann eher mit Fokus Architektur.

Wenn man aber jetzt mal an einem Samstagmorgen um 08:00 auf dem Weg zu einer Schulung unterwegs ist, wenn man mal etwas entspannter unterwegs ist, ausreichend Zeit für einen (guten) Kaffee hat, dann kann es sogar mit passieren, dass ich in die richtige Stimmung komme.

Verkehrte Welt

Die Welt steht Kopf. Und es wird noch eine Weile brauchen, bis wir wieder richtig auf dieser Welt stehen.

Die Bilder sind quasi noch vor Corona entstanden, an Fasching. Damals waren wir noch der Meinung, dass die paar Münchner Fälle gut im Griff sind und die Faschingsnasen nur in NRW bleiben. Ischgl hatte ich nicht auf dem Radar.

Ein kleiner Spaziergang nach einem Regen, die Welt von oben spiegelt sich im Unten. Die Welt ist irgendwie noch heil.

Corona bleibt uns noch eine Weile erhalten. Länger als es dauert bis eine Pfütze nach einem Regen wieder ausgetrocknet ist. 

Schauen wir einfach nach vorne – und nicht nach unten.

1/r²-Gesetz

Ähnlich wie bei meinen Blumenbildern wollte ich einfach mal mit dem Licht und dem Zentralverschluss der Fuji X100 herumspielen.

Für Selbstportraits (kann man ja immer mal so als Profilbilder) wollte ich testen, wie ich einen abgesoffenen Hintergrund hinbekomme.

Ich würde mal sagen, es hat funktioniert – auch, wenn die Teststrecke lang und steinig war.
Was habe ich dabei gelernt?
Das 1/r²-Gesetz funktioniert. (Licht fällt im Quadrat zur Entfernung ab) Der Weg ist aber schwierig. Selbst mit einem Zentralverschluss der einem beim Blitzen eine 1/4000 Belichtungszeit ermöglicht und damit das Restlicht des Raums ausblendet, selbst dann ist die Balance aus Blende, ISO und Blitzleistung schwierig.
Und ich habe gelernt, dass ich kein gutes Model bin. Jedenfalls, wenn ich vor meiner eigenen Kamera stehe.
Aber es geht auch freundlicher. 😀 

Alle Bilder mal wieder direkt aus der Kamera, kein Lightroom – nix. Nur JPG und sonst nix.

Früh(Stücks)Meditation

Mein (erster) Wecker klingelt um 06:05.

Dann beginnt die tägliche Routine. Manchmal rasieren, immer duschen. Anziehen, Frühstück vorbereiten, Brotzeit (Vesper) für die Kinder machen. Oft begleitet mich der Tagesticket-Podcast in den Minuten 

Jeden Tag, meist auch am Wochenende. Okay – der Wecker geht da nicht an. Mein innerer Wecker steht trotzdem auf 06:00.

Jeder Tag das (fast) gleiche Procedere. 
Jeden Tag der (fast) gleiche Rhythmus.
Jeden Tag aber auch meine Zeit.
Mein Ritual.

Der Tagesablauf hat sich mit den Kindern etabliert. Meine Frau hat oft in der Nacht sich um die Kids gekümmert und von daher die extra-Stunde am Morgen bekommen, ich habe die Frühschicht übernommen. Ganz früher war ich die Eule und hab gerne und oft bis nach 9 Uhr geschlafen.

ZzT (es ist die Corona Zeit) schlafen die Kinder oft etwas länger und es gibt zusätzliche Zeit für einen Moment Zazen. 

Das gibt zusätzliche Ruhe.

Der Tag kann beginnen. Es wäre manchmal schön, die Ruhe würde länger anhalten und der Tag würde ähnlich strukturiert enden.

Flashback Friday: Green Power

Wenn man mit etwas „Freizeit“ durch seine alte Natur reisen kann, dann kommt man auch endlich dazu den einen oder anderen Ausflug bzw. Abstecher zu machen zu dem man sonst irgendwie keine Zeit hat. 

Als ich vor 20 Jahren aus Bietigheim-Bissingen weggezogen bin, da stand dieses Wunderwerk der Technik noch nicht. Man kann sich nun sehr lange darüber streiten ob so ein Windrad estetisch ist oder ob es doch eher die Landschaft verschandelt. Für mich persönlich ist es gewöhnungsbedürftig – aber auch sehr mutig! 

Als Fotograf kann ich solch einem „Spargel“ natürlich auch etwas ganz anderes abgewinnen. 

Wir machen Zuhause ja Solarstrom – aber ohne Wind geht es nicht. Der bläst nämlich auch Nachts. Wenn unsere PV Anlage nix produzieren kann.

Ach ja, einer der wenigen Momente in denen ich sehr gerne einen ND Filter dabei gehabt hätte. 

Nachtrag: Inzwischen habe ich noch einen weiteren Spargel fotografiert.

Heimatfilm: Poing

Prolog: Eigentlich ist es mir nicht nach bloggen. Es ist März 2020 und ein beschissener Virus wirft unseren Alltag durcheinander. 

Der Titel Heimatfilm ist eigentlich (c) von Stefan Senf – ich klaue mir den hier mal, weil er passt fast gut. (Und er auch nix dagegen gesagt hat)

Lokaler Industriebetrieb und unser Glasereibetrieb

Fast gut, weil ich meinen Wohnort nicht als „Heimat“ bezeichnen würde. Aber das hatten wir hier schon.

Einer der vielen Logistikbetriebe und unser lokaler Fernsehhändler

Nach einer kleinen Anregung bin ich (mal wieder) auf dieses „Poing“ aufmerksam geworden. 

Baumarkt-Kette und unser lokaler Fachmarkt für Tier, Garten, Haus und Hof

„Poing ist nicht schön – aber unheimlich praktisch“. Dieser Satz wird unserem (Alt)Bürgermeister Hingerl gerne in den Mund gelegt. Recht hat er.

Bäckereikette und Bäckereimeister

Poing ist vor allem getrennt. Durch eine S-Bahn. In ein Poing-Süd und Poing-Nord.

Neue katholische Kirche und alte katholische Kirche

Poing-Süd, das ist das alte Poing. Das mit dem Rathaus, dem Maibaum-Platz an der Kirche, dem Einzelhandel und den Handwerkern.

Neue Sparkasse und Volksbank im Mehrfamilienhaus

Poing-Nord, da wohnen die „Zuzognen“ (also ich…) und die „Preissn’“ (also ich nicht…), da sind Sportplatz. Schulzentrum, die Logistikfirmen und die Einkaufszentren. Nicht zu vergessen die einzige Tankstelle. 

Neue Ortsmitte und Maibaumstandplatz an der Kirche

Ein Nord-Süd-Gefälle geht durch die Gemeinde.

Logistikfahrzeuge und Menschenbeweger

Ein Kontrast der zwischen Groß und Klein, Alt und Neu oder Heimat und Fremde einen nur so anschreit, wenn man genauer hinsieht. Das Neue verdrängt das Alte.

Uniformität und gewachsene Strukturen

Auf die Bilder bin ich nur bedingt stolz. Ich könnte den harten Kontrast durch die Sonne jetzt als Stilmittel deklarieren, mit dem ich den Kontrast zwischen den beiden Poing unterstreichen möchte.

Steingarten und Garten

Tatsächlich hatte ich nur diesen einen (freien – vor-Corona) Sonntag, um die Bilder zu machen. Mir wäre Regen viel lieber gewesen, um die Trostlosigkeit zu unterstreichen. Jetzt sind die Bilder wie sie sind. Basta.

Konsumtempel und Meister-Metzger

Flashback Friday: Fingerübungen

Am Sonntag hatte ich die Gelegenheit nach einer Familienfeier einen kleinen Photowalk durch Bönnigheim zu machen. Bönnigheim, das ist eine kleine württembergische Stadt mit viel Geschichte, unweit meiner Heimatstadt und seit einigen Jahren das Zuhause meines großen Bruders. Eigentlich ein Dorf, aber wie gesagt mit viel Geschichte und Charme.
Photowalk um 9:30 auf einem Dorf? Naja, mehr als 2-3 Leute werden das nicht. Aber am Ende war es eine stolze Truppe von 15 Leuten die mit Stativ, Kamera und Rucksack durch die Gassen zog. Photowalk auf einem Dorf das ich eigentlich kenne? Naja, da werde ich nix neues entdecken. Aber man kann neues entdecken. Und dabei einfach ein paar Fingerübungen machen.
Während die einen mit großem Rucksack, DSLR und Stativ unterwegs waren, hatte ich lediglich meinen kleinen Camslinger dabei inkl. dem Panasonic 7-14 and der GX8 und dem Panasonic 42,5/1,7 an der GM5. Ist schon etwas Luxus mit 2 Bodies rumzulaufen – aber sooo winzig wie die sind, fällt das ja nicht ins „Gewicht“.
Meine primäre Idee war es mit der GX8 und dem 7-14 ein paar schöne Bilder von diesem alten Weindorf zu machen. Fachwerk, enge Gassen. Schon beim Start am Schloss merkte ich: 7mm (aka 14mm am Kleinbildsensor) ist verdammt viel Brennweite. Den Plan muss ich optimieren. Also klassische Landschaftsfotografie in der (Klein-)Stadt. Vordergrund, Mittelebene und Hintergrund. Gar nicht so einfach in einem Dorf. Also mussten Bäume, Sträucher und Blumen herhalten um eine Ebene ins Bild zu bekommen. Ab und an dann auch mal Details, was kurioses oder etwas negativer Raum.
Was sich als sehr hilfreich erwiesen hat war das Klapp-Schwenk-Display der GX8. Wer es einmal hatte – der will es nicht mehr missen! Da ist die GM5 fast schon irgendwie „kastriert“. Unübliche Positionen sind auch möglich ohne im Schmutz zu liegen. 😉
Die Bilder sind mehr-oder-weniger alle OoC, nur RAW2JPG mit Lightroom Auto-Tonwertkorrektur und ein paar kleinen Zuschnitten/Korrekturen. Wie immer: Max. 60 Sekunden pro Bild.
[Edit] Was mir absolut fehlt ist der Austausch mit den anderen Fotografen. Erst die nachträgliche Reflektion, der Vergleich dessen was der einzelne gesehen hat, erst dieses auseinandersetzen mit dem Sujet bringt einen eigentlich auf neue Ideen & Gedanken für die nächste Tour. Von 2 Mit-Walkern habe ich den Facebook Account, und was ich dort bisher gesehen habe ist einfach komplett anders und in seiner Art sehr gut.
Ich denke ich habe da ein paar ordentliche Fingerübungen abgeliefert – seht selbst und vielleicht gibt es ja auch mal einen Kommentar?

[RETROSEPKTIV]
Die Erfahrung mit dem Klapp-Schwenk-Display kann ich nach 2 Jahren mit der X-Pro2 heute bestätigen. Die X-T20 hatte deswegen die letzten 2 Jahre deutlich mehr Einsatz bei den Familienausflügen als die X-Pro2. Auch deswegen wurde die X-Pro2 durch eine X-T3 abgelöst.

Weiterhin hat sich nach dem Stadtrundgang ein netter, aber leider viel zu selten persönlicher, Kontakt mit Joe etabliert. Joe begeistert durch viel fotografisches Engagement und tolle Reisebilder. Ein Besuch auf Facebook macht Spaß!

Flashback Friday: Chinagarten Stuttgart

Original vom 4.9.2012

Da wohnt man mehr als 25 Jahre in der Nähe von Stuttgart – und trotzdem lernt man die schönsten Ort in einer Stadt nur durch Zufall kennen!

Vor ein paar Wochen habe ich für einen Kollegen bei einer meiner vielen Dienstreisen nach Stuttgart eine kleine Besorgung gemacht. Ich bin per Navi (hüstel) auf den Killesberg geschickt worden und dann per Navi wieder zurück an den Hauptbahnhof gefahren. Dabei bin ich dann an einem kleinen chinesischen Garten vorbeigekommen. 

Heute war es dann mal soweit, dass ich noch am Hellingen Tage mit dem Auto und der Kamera in Stuttgart war. Und Zeit hatte ich auch noch ein klein wenig. Also rein ins Internet, die Adresse rausgesucht und hingefahren zum Chinagarten Stuttgart

Gerne wäre ich nicht nur zum fotografieren im Garten gewesen – aber das anwesende Publik hat nicht zu einer Runde Tai Chi und/oder Meditation eingeladen… 

Pagode

Brücke mit See

Alle Bilder mit (der Nikon D7000 und) dem 50mm/f1,8 und Out of Cam.

Die Reduktion auf das 50er hat viele Vorteile – aber auch viele Einschränkungen! Für das eine oder andere Motiv hätte ich mir gerne mehr Weitwinkel gewünscht!

Up, Up and Away

Struktur

Eine ähnliche Faszination wie die Sterne übt die Fliegerei auf mich aus.
In jungen Jahren habe ich nur wegen einem Spiel neidisch von meinem Schneider CPC auf die Commodore C64 Fraktion geschaut: Flightsim!

DDR Flieger

In den Neunzigern war ich sehr viel unterwegs und bin mehrmals die Woche geflogen – heute für mich ein ökologischer Wahnsinn! Inzwischen liebe ich die entspannte Fahrt im Zug.

Powered by Porsche

Trotzdem kann ich es nicht lassen ab und zu auf YouTube diese Videos von gefährlichen Landungen etc. anzusehen. Ja ja.. Clickbait. Erwischt nich auch.

Orange

Eine neue Kamera, ein trübes Wochenende – was liegt näher als einen Ausflug in die Flugwerft Unterschleißheim – die Außenstelle des Deutschen Museum zu unternehmen?

Übersicht

Und weil wir da schon zig mal waren – einfach mal mit dem Fokus auf was anderes: Diesmal Details.

D-EFJL

Es sind Fingerübungen um die Kamera besser kennenzulernen.

Motor

Übungen zur richtigen Belichtung mit #ishootjpeg.

Big Wheels keep on turning

Eine Reduktion des Sehens auf Formen, Farben und (kuriose) Details

Remove the Bomb before flight!

Und ein entspannter Tag mit der Familie. Ohne Fokus auf Fotografie.