mein fotografischer weg

Schlagwort: Architektur (Seite 1 von 1)

Munich Street

Das letzte was ich bin, das ist ein Street Photograph.

Mir liegt es nicht Menschen und Situation einfach so zu fotografieren. Wenn ich in der Stadt unterwegs bin, dann eher mit Fokus Architektur.

Wenn man aber jetzt mal an einem Samstagmorgen um 08:00 auf dem Weg zu einer Schulung unterwegs ist, wenn man mal etwas entspannter unterwegs ist, ausreichend Zeit für einen (guten) Kaffee hat, dann kann es sogar mit passieren, dass ich in die richtige Stimmung komme.

Flashback Friday: Green Power

Wenn man mit etwas „Freizeit“ durch seine alte Natur reisen kann, dann kommt man auch endlich dazu den einen oder anderen Ausflug bzw. Abstecher zu machen zu dem man sonst irgendwie keine Zeit hat. 

Als ich vor 20 Jahren aus Bietigheim-Bissingen weggezogen bin, da stand dieses Wunderwerk der Technik noch nicht. Man kann sich nun sehr lange darüber streiten ob so ein Windrad estetisch ist oder ob es doch eher die Landschaft verschandelt. Für mich persönlich ist es gewöhnungsbedürftig – aber auch sehr mutig! 

Als Fotograf kann ich solch einem „Spargel“ natürlich auch etwas ganz anderes abgewinnen. 

Wir machen Zuhause ja Solarstrom – aber ohne Wind geht es nicht. Der bläst nämlich auch Nachts. Wenn unsere PV Anlage nix produzieren kann.

Ach ja, einer der wenigen Momente in denen ich sehr gerne einen ND Filter dabei gehabt hätte. 

Nachtrag: Inzwischen habe ich noch einen weiteren Spargel fotografiert.

Flashback Friday: Chinagarten Stuttgart

Original vom 4.9.2012

Da wohnt man mehr als 25 Jahre in der Nähe von Stuttgart – und trotzdem lernt man die schönsten Ort in einer Stadt nur durch Zufall kennen!

Vor ein paar Wochen habe ich für einen Kollegen bei einer meiner vielen Dienstreisen nach Stuttgart eine kleine Besorgung gemacht. Ich bin per Navi (hüstel) auf den Killesberg geschickt worden und dann per Navi wieder zurück an den Hauptbahnhof gefahren. Dabei bin ich dann an einem kleinen chinesischen Garten vorbeigekommen. 

Heute war es dann mal soweit, dass ich noch am Hellingen Tage mit dem Auto und der Kamera in Stuttgart war. Und Zeit hatte ich auch noch ein klein wenig. Also rein ins Internet, die Adresse rausgesucht und hingefahren zum Chinagarten Stuttgart

Gerne wäre ich nicht nur zum fotografieren im Garten gewesen – aber das anwesende Publik hat nicht zu einer Runde Tai Chi und/oder Meditation eingeladen… 

Pagode

Brücke mit See

Alle Bilder mit (der Nikon D7000 und) dem 50mm/f1,8 und Out of Cam.

Die Reduktion auf das 50er hat viele Vorteile – aber auch viele Einschränkungen! Für das eine oder andere Motiv hätte ich mir gerne mehr Weitwinkel gewünscht!

MY LYRICS: CHANGES

Lyrics by David Bowie / Changes / 1971

Still don't know what I was waiting for
And my time was running wild, a million dead-end streets and
Every time I thought I'd got it made
It seemed the taste was not so sweet

Seit vielen Jahren, angesteckt von dem einen oder andern Influencer, bin ich dem (Ultra-)Weitwinkel verfallen. 28mm waren mir am Ende nicht weit genug. Es ging immer aufs Ganze. 

It’s not orange

Es ist einfach mit einer 15mm Optik ein Bild mit „wow“ Effekt zu machen.
Es ist einfach distanziert und trotzdem nah zu sein.
Es ist einfach sich mit nur der einen Sache zurechtzugeben.

On the Move
On the Move
So I turned myself to face me
But I've never caught a glimpse
Of how the others must see the faker
I'm much too fast to take that test

Es ist einfach, sich das schönzureden, denn man hat ja nun seinen eigenen Stil entwickelt. Wie die großen Fotografen. Seine Handschrift.
Doch da gibt es viel mehr, dass ich mir einrede es nicht zu können, viel mehr, das ich ablehne weit ich nicht mutig genug oder zu faul bin.
Viel mehr, auf das ich neugierig bin, das nicht in meiner Komfortzone liegt.

Squared
Ch-ch-changes  (Turn and face the strange)
Ch-ch-changes (Don't want to be a richer man)

Ch-ch-changes (Turn and face the strange)
Ch-ch-changes (Just gonna have to be a different man)

Time may change me
But I can't trace time

I watch the ripples change their size
But never leave the stream of warm impermanence and
So the days float through my eyes
But still the days seem the same

And these children that you spit on
As they try to change their worlds
Are immune to your consultations
They're quite aware of what they're going through

Ich habe meinen Look perfektioniert, ich kann daraus inzwischen ein Rezept für jeden machen, es kopieren, klonen und sehr überzeugend darüber sprechen.
Am Ende einer Reise kommen dann aber zig identische Bilder heraus, die zwar alle meine Handschrift tragen – aber nicht wiedergeben was ich wirklich gesehen und erlebt habe.
Ich bin zu faul, fett und selbstgefällig geworden. Ein alter Mann mit Fotoapparat. 

U1 / U7
Ch-ch-changes (Turn and face the strange)
Ch-ch-changes (Don't tell them to grow up and out of it)

Ch-ch-changes (Turn and face the strange)
Ch-ch-changes (Where's your shame, you've left us up to our necks in it)

Time may change me
But you can't trace time

Strange fascination, fascinating me
Ah changes are taking the pace I'm going through

Deswegen habe ich eine (für mich revolutionäre) Veränderung betrieben. Eine kleine immer dabei-Kamera mit fersten 35mm Objektiv (KB äquval.) ist jetzt in meiner Tasche. Fest eingestellt auf ein Schwarzweiss-Profil. 

Lightdome
Ch-ch-changes (Turn and face the strange)
Ch-ch-changes (Oh, look out you rock 'n rollers)

Ch-ch-changes (Turn and face the strange)
Ch-ch-changes (Pretty soon now you're gonna get older)

Time may change me
But I can't trace time
I said that time may change me
But I can't trace time

Also lasse ich mich mit der Kamera trieben und versuche das unmögliche – gehe zu klassischen Spots die eher mit der Weite und Farbigkeit um die Wette eifern, um dort in Schwarzweiss und mit 35mm mich zu versuchen, zu scheitern, zu lernen und zu wachsen. 

Up

Man kennt die Bilder der Münchner U-Bahnen in Ultraweitwinkel und Peng-Farben aus den sozialen Medien, selbst die Street-Fotografen lieben die orange Wand des Marienplatzes – und ich stell meine Kamera auf schwarzweiß. In bin bekloppt. 

Structure

Ich stelle fest, dass 35mm tatsächlich weit genug sind, wenn man sich bewegt. Man sich traut. Mutig ist wegzulassen. 

Intent to be colour

Die Reduktion auf schwarzweiß im Sucher lenkt nicht von poppigen Farben ab sondern konzentriert auf Form (und Funktion). Es ist ernüchtern wie langweilig das mit den Augen gesehene Bild im monochromen Sucher erscheint. Ein neuer Weg des Sehens.

Roofship

Es dauert eine Weile bis ich in der Stimmung bin, bis ich sehe, ich erkenne. Ich lerne. Wieder.  

Das Jahr 2020 hat es in sich. Die Erkenntnisse aus 2019 bewegen mich in eine neue Richtung. Das betrifft nicht nur meine Fotografie, sondern auch meinen Arbeitgeber und mein berufliches Umfeld. Kommt doch mit und begleitet mich! Es macht so viel Spaß!

Vielen Dank an Stefan Senf für die Reflexion. #lifeisthirtyfive

Kirchenkontrast – Reloaded

Spieglein Spieglein

Ich habe die Aufforderung aus den Kommentaren von Stefan ernst genommen und mich unserer neuen katholischen Kirche nun auch von Innen genähert.

Tritt herein

So wirklich näher ist sie mir immer noch nicht gekommen. Es wird noch viele Besuche benötigen um die Details und Aspekte zu erkennen und zu würdigen die Stefan hier in seiner Fachkenntnis erkennt.

Andachtsvoll
Erleuchtet
Im Zentrum

Wir werden sehen was am Ende an Lichtbildern rauskommt, wenn Stefan selbst sich das Motiv vornimmt. Ich bin gespannt darauf! 

Straßenkreuzer

Mit der Ansicht von der Straße aus kann ich mich immer noch nicht anfreunden. Das wird und wird nicht besser…

Kirchenkontrast

Kirche polarisiert. Das war früher noch schlimmer als heute.

War es früher der Glaubenskrieg zwischen (Welt-)Religionen zur kompromisslosen Durchsetzung von Macht, so ist es heute eher subtil. Witze über “den dummen Türken” oder den “geizigen Juden” gehören zum alltäglich Witz und Sprache wie der “pädophile Priester”.

Mir persönlich ist das ja alles schnuppe – soll doch jeder an das glauben was ihm wichtig ist, solange er damit niemanden meint bekehren zu müssen. Extremismus ist niemals gut.

Bei einem Thema wird meine liberale Einstellung allerdings auf eine große, nein extrem-große Probe gestellt: Unsere neue katholische Kirche in Poing.

Es ist jetzt nicht so, dass unsere über die Jahre stark gewachsene oberbayrische Gemeine keine Kirche gehabt hätte. Unsere kleine Pfarrkirche St. Michael ist klein aber fein. Ggf. ist sie besonders an Hochämtern ein klein wenig zu klein für eine Wachstumsgemeinde.

Daher gab es dann auch den Plan für einen Neubau. So richtig mit Architekturwettbewerb und so. Irgendwie scheint das aber mal wieder ein Projekt gewesen zu sein, bei dem die breite Öffentlichkeit nicht wirklich zugeschaut hat – jedenfalls wenn man die Stimmen hier und da hört.

Kirchenkontraste

Für mich besondern ärgerlich ist die Tatsache, dass das Erzbistum sich hier für ein paar viele Euros einen Palazzo Protzto hingestellt hat, allerdings die Sanierung des katholischen Kindergartens die Gemeinde Poing mitbezahlen muss. Versteh das wer will. Ich nicht.

Ich kann mich noch so elegant dieser neuen Kirche nähern, mir erschließt sich deren Konzept und Ästhetik nicht. Das sehen andere auch anders und verleihen ihr einen Preis.

Sprungsschanze Gottes. Die neue katholische Kirche in Poing – die Schönheit liegt im Auge des Betrachters

Über die Architektur und deren Gestaltung habe ich auch schon mit Stefan Senf diskutiert – und der kommt vom Fach. Ich kann da nicht mitgehen.

Man muss Kontraste aushalten können.

P.S.: Die evangelische Kirche in Poing wandert für die sehr sehr besuchten Feiern (zB Weihnachten) einfach in die Aula der Grundschule aus. Auch ein Weg mit der großen Gemeinde ein Fest zu feiern, ohne gleich Tonnen von Sand in Form von Beton für die Ewigkeit zu veredeln. Nur mal so…