mein fotografischer weg

Schlagwort: Berge (Seite 1 von 1)

Ein Tag am See

Chiemsee, Tegernsee, Schliersee.

Alles sind wunderbare Ziele in Oberbayern, wenn man am Wasser in der Nähe der Berge sein möchte. 
Alles sind schlechte Ziele, wenn man einfach Mal ein wenig seine Ruhe haben möchte.

Es ist nicht einfach in Bayern schöne Natur zu erleben und trotzdem irgendwie nicht dahin zu reisen/wandern wo alle hingehen. Wenn man dabei noch an Wasser und/oder Berge möchte wird es quasi unmöglich.

Wir haben das unmögliche geschafft und sind mit dem neuen eAuto (Bericht folgt) an den Kochelsee gefahren. 
Wunderbare Natur, nahe der Berge, entspanntes Wasser, relative einsame Wanderwege. 

Die Stechviecher am Ufer haben genervt. Und der abendliche Gewitterregen.

Trotzdem hatten wir entspannte Tage am See. 
In den Bergen. In der Natur. In der Ruhe.

Zu kurz.

Ohne Gipfel und doch glücklich

Ein Bild auf einer Werbebroschüre, die ich bei dem letzten Ausflug in den Bayrischen Wald gesehen hatte, war die initiale Motivation an einem freien Tag unter der Woche eine Schneewanderung auf den Lusen zu machen.
Das Bild zeigte an einem sonnigen Tag ein verschneites Wegschild in den Bergen und sollte wohl vor allem die Langläufer motivieren in den Bayrischen Wald zu kommen. 
Klassisches Postkartenmotiv. Das wollte ich auch haben.

Es ging nun aber nicht nur um das Bild, sondern auch um den Berg. Der Lusen ist nicht der Watzmann – aber Schneewanderungen gehören nicht zu meiner Komfortzone.

Die Wanderung startete erst mal gemütlich mit einem Kaffee bei Michael, eigentlich wollte er mit. Aber die liebe Arbeit machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

Also dann doch alleine los. Mit Gamaschen bewaffnet und dick eingepackt ging es gen Gipfel. Die Karte kommt aus Komoot – soviel zur Vorbereitung.

Unschlüssig war ich mir noch ob ich das Ganze in 35mm (aka X100F) oder doch mit dem 16-85 variabler fotografieren wollte. Die XT3 mit dem 16-85 hat im Gegensatz zur X100F ja „WR“ drauf stehen – es sollte schneien. Also einfach die Cosypeed aus dem Kofferraum geschnappt und los ging es. 

Nach ein paar hundert Metern viel mir ein: Oh! In der Cosyspeed liegt auch noch das 16er – egal, dann schleppe ich das eben mit hoch – soviel zur Vorbereitung.

Am ersten nennenswerten Motiv nehme ich die XT3 aus der Tasche – und sehe es ist das 16er drauf! Objektivwechsel im Graupelschauer? No way – soviel zur Vorbereitung.

Ich komme weg vom Weg und muss auf einen frisch zugeschneiten Weg abbiegen, ohne Spur. Tiefe Schritte am Berg fallen schwer und ich habe keine Stöcke dabei – soviel zur Vorbereitung.

Der Weg ist nicht nur nicht gespurt, er wird auch eisig. Meine Schuhe haben gut Grip – ich hab trotzdem Respekt davor auszurutschen. Grödel habe ich erst gar keine, hätte mir die ja bei Michael ausleihen können – soviel zur Vorbereitung.

Ich genieße die Stille, den Weg, die Moment, die Bilder die ich sehe. Nicht alles fotografiere ich, einige Momente werden nur in meinem Kopf und meinem Herzen bleiben. Tannen die schwer am Schnee tragen. Zu schade, dass die Sonne sich karg macht, mir fehlt das glitzern des Schnees.

An der gläsernen Arche treffe ich andere Wanderer, mit Rucksack und Tee aus der Wärmflasche. Ich bin ohne Wasser losgezogen da ich „leicht“ wandern sollte. Jetzt merke ich meinen Magen und den Durst – soviel zur Vorbereitung.

Ich komme auf den Sommerweg und der Weg ist schwer. Schneeschuhe wären jetzt besser um mehr über den Schnee zu laufen und nicht bei jedem zweiten Schritt bis zum Oberschenkel einzusacken. Hätte ich mir auch bei Michael ausleihen können – soviel zur Vorbereitung.

Mit Sicht auf den Gipfel zieht es zu, die wenige Sonne die ich an dem Tag hatte (soviel zum Postkartenmotiv) ist ganz weg und der Wind bläst heftig. Ich schaue auf die Uhr und überschlage den restlichen Weg, das Wetter, die Uhrzeit, das Licht. Ich könnte mich durchkämpfen, das Risiko des Wetters eingehen, darauf hoffen nochmals eine Sonnenlücke für ein gutes Bild zu bekommen – oder realist sein und hier in Sichtweise zum Gipfel angesichts des Wegs, des Wetters und der Uhrzeit einfach abzubrechen. Wäre ich bloß früher los! Soviel zur Vorbereitung.

Vor dem Gipfel abzubrechen ist keine Schande. Es ist pure Vernunft. Sicherheit geht am Berg immer vor. Ich hätte mich besser vorbereiten können, ich hätte einen besseren Tag wählen können. Hab ich nicht. Ich hab aus dem gegebenen das Beste gemacht.

Das Beste am Tag war die Ruhe, die Stille, die Zeit für mich. 

Last but not Least gibt es hier doch noch was in Farbe – nein, eine sportliche Höchstleistung war das nicht. 😉
Ach ja – alle Bilder aus der XT3 sind OoC, #ishootjpeg

Hollaröhdulliöh!

Als Kind der 70er mit einem größeren Bruder bin ich natürlich „Watzmann-geschädigt“. Der Watzmann – jener sagenumwobene Berg in Bayern. Zweithöchster Berg in Deutschland. 

Schon ewig möchte ich den Watzmann übersteigen, der Respekt vor einer Tour alleine und der Stau auf dem Watzmanngrat haben mich bisher davon abgehalten. 

Also dann lieber mal Watzmann light, sozusagen als Scouting Tour. Lage checken am Königssee.

Groß und mächtig,

Königssee im Sommer ist gleichzusetzen mit Touristen, Touristen und nochmals Touristen. Ich käme nie auf den Gedanken hier am Wochenende herzufahren. Also habe ich mich in meiner ersten Urlaubswoche zu einer unchristlichen Zeiten ins Auto geschwungen und bin die Strecke von München Richtung Berchtesgaden gefahren.

Obsersse Westufer

Das erste Boot über den Königssee in Richtung Obersee geht um 08:00 und meine Hoffnung war, dass der typische Tourist da noch am Frühstückstisch sitzt. Die erste Augustwoche ließ mich hoffen, dass das Wetter nicht wirklich schlecht sein sollte. Hoffen.

Der Plan ging fast auf. Die frühe Anfahrt war super, genügend Zeit vorher noch in einer lokalen Bäckerei zu frühstücken und rechtzeitig am Steg zu sein um im ersten Boot zu sitzen. Eine gute Stunde dauert die Überfahrt und die Wetterbedingungen um 07:45 waren noch so la-la, das wird schon halten. Also nur ein Fleece angezogen und die Regenjacke im Auto gelassen. Kleines Gepäck, kein Rucksack nur die Cosyspeed um die Hüfte. Ich wollte schnell und agil sein.

schicksalsträchtig,

Auf der Überfahrt fing es an zu nieseln. Der Traum schöner Bilder mit Spiegelungen im ruhigen Wasser und einsamen Stellen am See, von genüsslichem Fotomeditieren und einer entspannten Wanderung wurden im kühl-feuchten Nieselregen ertränkt. 

Der Tag wird das, was du daraus machst.

um seinen Gipfel jagen

Also Zähne zusammenbeißen und loslaufen. Alleine und ohne großes Gepäck bin ich sehr zügig vom Königssee zum Obersee gelaufen und habe trotzdem die Muse gefunden an den „üblichen Stellen“ – also den bekannten Instagram Hotspots – „mein“ Bild zu machen. 

Obsersse Westufer

Nebelschwaden.

Die Bilder waren gut – aber nicht wichtig. Wichtig war der Tag „Auszeit“, mehr als das erlegen von längst tod-fotografierten Instagram-Hotspots.

Affenfelsen

Als ich vom Tal-Ende wieder an der Fischunkelalm Alm am Ende des Obersee zurück war, sind mir dann die ersten Touristen-Mitfahrer der ersten Fähre entgegengekommen. Ja, ich war schnell unterwegs. Trotzdem da. Pause. Genießen.

Fischunkelalm
Obersee mit Fischunkelalm und Blick auf Hagengebirge

Watzmann, Watzmann, Schicksalsberg,

Schlimm war der Abstecher an den Watzmann-Gletscher zu der Eiskapelle. Klein ist der Gletscher, sehr klein. Unglaublich wie sehr der Klimawandel am ewigen Eis lutscht. Die Eiskapelle die ich von Bildern nur als große Grotte kenne ist nur noch eine kümmerliche kleine Höhle. Betreten verboten. Einsturzgefahr!

Eiskapelle am Watzmanngletscher

Den Instragram’ern ist das alles ja egal – da wird munter am Eingang posiert. 

Instagamable

Am Nachmittag wurde das Wetter wirklich schön und die Flut der Touristen unerträglich. Der richtige Zeitpunkt sich schnellstmöglich aus dem Hexenkessel zu verabschieden und das Weite zu suchen.

St. Johan und Paul Kapelle am Königssee

du bist so groß und i nur a Zwerg.

Was mir bleibt ist die Erinnerung an die Watzmann-Ostwand (kein Ziel für mich…) und der Vorsatz mit der Familie nochmals den Weg hier her zu nehmen. Für eine kleine gemütliche Runde. Sehenswert ist der Königssee allemal. Und der Watzmann sowieso. 

Wallfahrtskirche St. Bartholomä am Königssee

Geschmacksfrage

Ich bin kein Experte für Whisky, schon gar nicht für deutschen Whisky.

Trotzdem war der Besuch bei Slyrs am Schliersee ein interessantes Erlebnis, immerhin wird hier der Whisky anders als bei Jack Daniels in Tennessee hier wirklich in Eichenfässern gelagert damit er Farbe & Geschmack erhält.

Und weil ich eben nicht zugänglich für Whisky bin, habe ich dann doch lieber meine Kamera mitgenommen und bei dem Ausflug versucht ein paar Seiten einzufangen, die hier vielleicht den Charme des bayrischen Single Malt wiedergeben können.

P.S.: Ja, ich habe mal daran genippt und ein guter Grappa spricht mich mehr an.

DSLM oder Smartphone in den Bergen?

Diesen Sommer gab es mal wieder die Möglichkeit in die Berge zu gehen. Das bedeutet für mich auch immer: Kamera mitnehmen!

Ich kann mich in den Bergen (noch) nicht an die Smartphone-Fotografie gewöhnen, obwohl das eigentlich ohne Probleme machbar wäre. Meine geliebten 14mm-UWW-Bilder lassen sich recht einfach mit dem Panorama-Modus nachstellen oder gar noch erweitern.

Die Normalbrennweite meines iPhones liegt bei ca. 30mm – ups – das entspricht ja dem meiner Lieblingslinse von Panasonic Leica 15mm/f1,7! Verflixt aber auch…

Okay – aber im Telebereich hat das iPhone (ohne Plus) das nachsehen – und was habe ich im Regelfall nicht mit in den Bergen? Korrekt… ein Tele. Zwar liegt in meiner Cosyspeed immer auch ein 42.5/1,7 (ergo ein 85er…), erfahrungsgemäß schraube ich das aber eher selten drauf. Meist bin ich mit dem Panasonic Lumix 7-14/f4 als “Immerdrauf” unterwegs.

Also sollte ich doch auf dem Berg meine “dicke” GX8 zuhause lassen?

Nein, eigentlich nicht.

Da gibt es doch Motive die selbst mit dem HDR Modus des iPhone 6s nicht machbar sind.

Brunnenkopf oberhalb Schloss Linderhof

Da gibt es Perspektiven die ohne Klappbildschirm der GX8 unpraktisch sind.

Wasserfall auf dem Weg zum Brunnenkopf

Da gibt es Momente in denen ich mich sehr gerne von den Japsen mit Deppenzepter gerne etwas “abheben” möchte.

Schloss Linderhof in voller Pracht

Und dann gibt es das eine Bild, das man Ende doch gerne als Erinnerung  mitnehmen möchte, wo selbst eine GX8 mit Schwenkdisplay unpraktisch ist. Also iPhone als Zweitkamera. 😉

Auszeit

Ein wesentlicher Grund warum ich aktuell die GX8 wirklich gerne mitnehme ist auch die Tasche von Cosyspeed. Die ist klein, unaufdringlich und sehr praktisch. Nicht nur in den Bergen, sondern auch bei Städtetouren leistet sie mir sehr gute Dienste, wie zB in Venedig.

P.S.: Die Bilder sind einer Bergwanderung zum Brunnenkopf und Linderhof entstanden

Verleserchen

Da stolpere ich in Fazebook bei einem Fotografen aus der Schweiz über einen Post “…schickt mir eure Bergbilder für mein Magazin…” und mir kommen sofort meine Bilder vom Säntis in den Kopf… und dann nach dem ich Bilder aussortiert habe lese ich den Post nochmals und der sucht Bilder aus Österreicher Alpen! Ahhh! Naja, jetzt habe ich schon sortiert – dann bekommt ihr die Bilder halt zu sehen. 😀

 

Kranzhorn

Sonne, Berg, Bewegung.

Für die Familie ist die Kranzhorn-Alm ein gutes Ziel. Wir hatten Spaß! Ich noch mehr. Sonne galore! 😉