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mein fotografischer weg

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Schlagwort: Fotowalk (Seite 1 von 2)

Rhön ist so schön!

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.

Ein meinem Fall von einer weniger spannenden Autofahrt von München auf die Burg Fürsteneck in der hessischen Rhön und dann dort von den um so spannenderen 9. Fototage auf der Burg Fürstenfeld. Neben der langen Autofahrt ist die Tatsache an Vatertag und Muttertag nicht bei den Liebsten zu sein der größte Wermutstropfen hier oben auf der Burg.

Wie schon gesagt – die Rhön ist schön.

Die Stromspargel lurgen über den Nebel

Mount Rhön – Ähnlichkeiten mit anderen Bergen sind rein zufällig und natürlich bedingt.

Der Baum und der Mensch nähren sich von den Strahlen der Sonne

Interessant und schön sind die Menschen hier die man treffen kann. Teilweise bekannte von anderen Blogs oder Instagram. Der persönliche Austausch ist immer eine Bereicherung.

Der Workshop des ersten Tages brachte mich dann auf einen fotografischen Spaziergang durch die Burg und den nahegelegenen Ort Eiterfeld. Etwas knipsen halt. Heute geht es weiter.

Ismaning

Ein kleiner Ausflug durch meinen Arbeitsort. Jedenfalls durch den schöneren Teil von Ismaning.

VHS Ismaning

Ismaninger Schloss

Galerie im Schlosspavillon Ismaning

Revival Tour FFM

Es gibt für mich viele gute Gründe nach Frankfurt/Main zu reisen – immerhin habe ich da ein paar prägende Jahre verbracht. Von 1996 bis 2001 habe ich dort gearbeitet und in einem Vorort gelebt. Die Zeil, Hauptwache, Alte Oper – alles Plätze mit denen ich gute Erinnerungen verbinde.

Und dann kam da der Ivan um die Ecke und hat zusammen mit ein paar anderen einen Photowalk in Frankfurt organisiert. Hm, klingt interessant. Und dann sagt da auch noch der Thomas von Cosyspeed zu. Ah! Jetzt wird langsam ein Schuh draus! Revival Tour durch FFM mit Fotofreunden – klingt nach einem Plan!

Der Termin war dann auch noch passend – wir waren zu einem 50. Geburtstag in Würzburg eingeladen – also schnell am Morgen in den Regionalexpress nach FFM und später Zurück mit dem ICE nach WÜ. Passt!

Also bin ich mit kleinstem Gepäck (GX8+42,5mm & GM5+15mm) in meiner Streetomatic nach Frankfurt gereist – es hat sich gelohnt! Auch wenn Ivan kurzfristig absagen musste, so war es ein tolles Kennenlernen mit Thomas und viele weitere tollen Gespräche. Leider konnte ich beim Ausklang nicht bleiben – der ICE wartete auf mich.

Der Photowalk wurde im Kontext von Valerie Jardin’s Hit The Streets Worldwide Photowalks durchgeführt – aha: Wer ist Valerie Jardin? Ich und Street-Fotografie? Hm, schwierig… Wer mich kennt, der weiß auch um meine Probleme mit gestohlenen Bildern. Bildern die Menschen in herabwürdigenden Szenen zeigen, diese bloßstellen oder die mit dem Effekt von Menschen in einer ungewollten Lage zeigen. Das macht die Sache bei einem Photowalk nicht einfacher – aber spannender! :-p

Die Truppe war recht lustig – von der Einsteiger DSLR über viele Fuji und Olympus bis zu Leica und analogen Kameras war alles vertreten. Nett war auch, dass der noch eher Neuling ein wenig gecoached wurde. So stelle ich mir einen Photowalk vor. Sehen, reden, erfahren und lernen.

Alle Bilder sind OoC – also direkt aus der Kamera mit den Kamera-internen Entwicklungseinstellungen ohne sonstige Nachbearbeitungen. Sonst wäre das für mich auch kein „Street“.

Vielleicht noch ein Satz zu FFM: Viel hat sich nicht verändert in den letzten 15 Jahren. Hier ein neues Kaufhaus, da eine kleine Veränderung. Lediglich die „Best Worscht in Town“ Bude auf der Zeil hat mich etwas verstört – wer die Anfänge von Lars im Grüneburgweg kennt, für den ist sowas irgendwie befremdlich.

Kloster Bebenhausen

Der erste Urlaubstag in diesem Jahr hat mich als Beratertaxi nach Stuggi geführt (Christina hatte einen letzten Workshop im Office in Leinfelden). Das war praktisch, da ich einen guten Freund in Tübingen besuchen wollte. Auf dem Weg von LE nach TÜ habe ich dann mal einen Abstecher ins Kloster Bebenhausen gemacht. (Vielen Dank an Monika und Chris für den Tipp)

Das Kloster Bebenhausen hat eine bewegte Geschichte. Natürlich als katholisches Kloster gegründet, später dann reformiert und Ende des Ersten Weltkrieges dann Heimat unseres letzten Württembergischen Königs Wilhelm II. und seiner Frau Charlotte.

Mit Zeit, Ruhe und Muße habe ich mich dem alten Gemäuer genähert und spontan beschlossen mich nur mit dem 7-14mm UWW (14-28mm am KB) und einem Setup mit 1:1 Bildformat und einem heftig kontrastreichem Schwarzweiß. Die Bilder sind OoC (OMG – hoffentlich verhaftet mich die Qualitätssicherung Fotografie dafür nicht…  🙂 )

Mir hat der Ausflug Spaß gemacht – so kann der Urlaub kommen…!!!

 

Hannover Schönheiten

Vor vielen Jahren hatte ich mal ein Meeting mit Kollegen bei dem ums Datensicherung ging. Bänder der Wochensicherung wurden immer zu einem anderen Büro geschickt um somit in einem K-Fall relativ schnell wieder einen Betrieb zu ermöglichen. Die Diskussion damals ging darum, wo mal alternativ die Bänder zentral lagern könnte… wo macht als die Firma niemals eine Filiale auf da die Stadt nicht attraktiv genug ist und/oder dort es kein Business gibt. Kurze Denkpause und 6 IT’ler sagen im Chor: Hannover…
Hannover galt in unserer Gruppe als die hässlichste Stadt Deutschlands. Das Meeting fand 1997 statt und Hannover wurde von uns IT’ler nur zur CeBit besucht. Eine Stadt kann dann schon täuschen…!

Ich bin inzwischen schon ein paar Mal in Hannover gewesen, aber niemals konnte ich mir die Zeit nehmen die Stadt so wirklich zu erkunden.

Diesmal stand Stadtführung auf dem Programm – zwar nicht mit einem Guide, allerdings mit dem sehr guten persönlichen Stadtführer „Der Rote Faden“ (Erhältlich im Tourist-Büro). (Auch als App erhältlich)

Ein Roter Faden zieht sich durch die Stadt und ein kleines Büchlein erklärt die wichtigsten Punkte einfach und prägnant auf den Punkt.

Der Weg führte uns über die Elegante Luise – eine 80er Jahre Einkaufsmeile vom Bahnhof in die Stadt.

Einkaufsmeile

Natürlich ging es am Opernhaus vorbei – leider nur von außen, die Aufführungen sollen sehr gut sein.

Hannoversche Opernhaus (1852)

Weiter vorbei an Patrizierhäusern die deutlich machen, dass Hannover eine lange Tradition im Lebensmittelgroßhandel hat.

Kaffee-Rösterei und -Handel „Ernst Grote Kaffee“ (1873)

Hin zur Aegidienkirche, die einen etwas sprachlos und sehr beklommen aufnimmt. Seit dem 10. Jahrhundert stand hier über Kapelle und Kirche ein Gotteshaus das den Menschen gedient hat, jetzt ist nur noch die Fassade übrig. Übriggeblieben im Bombenhagel 1943 und seit dem ein Mahnmal und eine Gedenkstätte für die Opfer von Kriegen und Gewalt.

Aegigienkirche zu Hannover – Eine Gedenkstätte für die Opfer von Kriegen und Gewalt

Aegigienkirche zu Hannover – Eine Gedenkstätte für die Opfer von Kriegen und Gewalt

Eindrucksvoll die Friedensglocke die von der Partnerstadt Hiroschima gestiftet wurde.

Aegigienkirche zu Hannover – Eine Gedenkstätte für die Opfer von Kriegen und Gewalt

Aegigienkirche zu Hannover – Eine Gedenkstätte für die Opfer von Kriegen und Gewalt

Aegigienkirche zu Hannover – Eine Gedenkstätte für die Opfer von Kriegen und Gewalt

Weiter ging es zum Rathaus, das anders wie in München nicht in der Innenstadt/Fußgängerzone liegt sondern (leider) von dicken Touri-Bussen frontal zugeparkt werden kann.

Neue Rathaus Hannover (1913) – ein Bar bezahlt aber auf dünne Stelzen gestellt.

Der Prachtbau aus den 1910er Jahren („Bar bezahlt“) beeindruckt durch seine fast 40 Meter hohe Kuppelhalle. Leider hatte wir das mit der kuriosen Aufzugfahrt auf die Kuppel verbasselt, daher nur Bilder von „unten“.

Neue Rathaus Hannover (1913) – ein Bar bezahlt aber auf dünne Stelzen gestellt.

Neue Rathaus Hannover (1913) – ein Bar bezahlt aber auf dünne Stelzen gestellt.

Ein weiteres Highlight für mich war Kestner-Museum – in dem man mal wieder sehen konnte, dass eine Symbiose aus alt und neu nicht nur denkbar sondern auch schön ist! Die 5000 Fenster der Außenfassade sind wohl der (Alb-)traum eines jeden Fensterputzers.

Das Museum August Kestner – halb alt, halb neu.

Das Museum August Kestner – halb alt, halb neu.

Am Ende führte unser kurzer Rundgang noch in die kleine aber feine Altstadt von Hannover – die ich vorher nicht kannte und auch nicht erwartet hätte! Als Süddeutsche fühlt man sich bei solchen schmucken Häusern sofort wieder heimisch und wohl!

Hannover Altstadt

Hannover Altstadt

Hannover Altstadt

Am Ende ging es noch kurz in die Marktkirche von Hannover – auf den ersten Blick „nur eine Backsteinkirche“ – aber mit einem für mich besonderen Charme.

Marktkirche zu Hannover

Leider leider hatten wir nur ein paar Stunden. Mit mehr Zeit und dem tollen Roten Faden-Stadtführer wäre es bestimmt möglich gewesen noch mehr neue Seiten von Hannover zu entdecken. Noch mehr unerwartetes. Noch mehr Geschichten.

analog: Die Alte

Die Alte Pinakothek hatte ich ja nicht nur mit meiner GX8 besucht – nein, ich hatte auch meine Nikon FA im Gepäck. Inzwischen ist der Film aus dem Labor zurück. Die erste Sichtung der Scans hat mich dann zum Nachdenken gebracht:

1 Film, 36 Bilder. Abzüglich der „doppelten“ Bilder (7 Stück) die ich wegen längerer Belichtungszeiten gemacht hatte (1/15 – 1/30 aus der Hand ohne Bildstabi…) und der 9 Bilder die nichts mit dem Museum zu tun hatten, komme ich auf 20 Bilder aus dem Museum. 16 Bilder schaffen es in die Endauswahl. Mit 2-3 Bildern hatte ich gehofft. Hm… warum gelingt mir sowas mit der digitalen Kamera nicht?

Die Nikon FA macht einfach nicht mehr als 1 Bild/Sek. (also ich schaffe nicht mehr…). Man(n) macht sich aber auch mehr Gedanken wofür man das (teure) Bild ver(sch)wenden will.

Fotografie braucht ZEIT!
Zeit zur SEHEN!
Zeit zu ENTSCHEIDEN!
Zeit zu FOTOGRAFIEREN.

In dem Sinne werde ich wohl meine GX8 mal wieder auf Single-Shot anstelle Dauerfeuer stellen und auch mit der Kamera eine ruhige Runde drehen.

Die Alte

Schon lange wollte ich mal in „Die Alte“ – also die Alte Pinakothek. Einfach mal „alte Bilder“ ansehen. Sich von der malerischen Lichtsetzung inspirieren lassen. Oder von den einfachen aber sehr atmosphärischen Bilder holländischer Hafen. Dem Detailreichtum eines Stilllebens. Und der Komposition der Architektur und der Bilder. Und vielleicht die eine oder andere Szene, Atmosphäre oder einfach nur „Die Alte“ fotografieren.

Meine Hoffnung war, dass wenn ich unter der Woche sehr früh da bin, dass ich dann im Wesentlichen alleine durch die Gänge schleicht. Weit gefehlt. Ausreichend Rentner und Touristen waren anwesend und haben mir die Bildersuche erschwert. Genauso wie das korrekt arbeitende Sicherheitspersonal – das idR immer irgendwo im Weg stand.

Viele (digitalen) Fotos wurden es am Ende nicht. Eines nach dem „Google Bildersuche-Rezept“ musste sein. Dazu ein wenig Architektur. Liegt aber auch daran, dass der Film in der analogen Kamera noch nicht entwickelt ist. Vielleicht kommt da noch 2-3 weitere gut Aufnahmen dabei raus.

Aber am Ende ging es gar nicht mehr um die Bilder oder Fotos. Viel mehr auch um mich, um mal einen halben Tag „frei“, ohne Familie, ohne Kunde, ohne Aufgabe.

Squared

Nach dem ich den Königsplatz im Regen fotografiert hatte, habe ich mich auch in der Stadt mit der Kamera bei Kälte und Regen umgesehen. Anstelle Stativ und Farbe habe ich die GX8 jetzt auf einen speziellen Bildstil eingestellt und die Bilder gleich OoC (Out of Cam), also ohne Lightroom Post Processing gezogen.

Regen-Nacht-Bilder

Komfortzone an einem regnerischem Aprilabend ist definitiv die Couch!

Wenn aber Papa als Papa-Taxi das Töchterchen aus der Großstadt abholen darf, dann kann Mann daraus auch eine Tugend machen und versuchen die Komfortzone deutlich zu verlassen. Es war kalt, es war nass und definitiv habe ich wieder was gelernt. Und verdammt nochmals: Es hat Spaß gemacht. Warum hat die Couch nur solch eine Anziehungskraft…?

(Und das nächste Mal nehme ich einen Regenschirm mit und schütze das Objektiv vor tropfen – obwohl die Orbs schon cool aussehen!)

Frühlingsblumen

Auf der Liste der fotografischen Sujets die ich nicht bediene stehen auch Blumen. Natürlich habe ich in meinen Anfangstagen auch Blumen fotografiert. Stehen still, rennen nicht weg, schauen immer lieb in die Kamera etc. Rote Rosen/Tulpen etc. sind halt doof – weil rot (Der Rotkanal ist ein Ar…), aber ansonsten ein gutmütiges Motiv.

Eine liebe Kollegin in der Arbeit hat mir dann aber eines ihrer Bilder gezeigt und mich hat dann doch deren Umsetzung gereizt:

Krokusse - Frühlingsvorboten (c) by louhma

Krokusse – Frühlingsvorboten (c) by louhma

Dabei hat sie die Blumen durch andere Blumen/Gräser hindurch fotografiert. Dadurch entsteht ein sehr malerischer softer Effekt.

Und da ich aktuell ein neues Objektiv habe das unbedingt hinsichtlich seines Bokehs getestet werden sollte, habe ich kurzerhand ein altes Pentacon 135/2,8 an meine Lumix GX8 adaptiert.

Panasonic Lumix GX8 mit Pentacon 135/2,8

Panasonic Lumix GX8 mit Pentacon 135/2,8

Im weiteren Verlauf des Nachmittags sind in der Form noch mehr Bilder entstanden, hier aber mit dem „normalen“ Panasonic 42,5mm/f1,7.

Vielen Dank liebe Susanna für die Anregung zum kreativen Umgang mit Blumen. Wieder was gelernt. Danke.