Ich bin nicht tief religiös, schon gar nicht katholisch. Ich bin weder fundamentalistisch unterwegs, noch gehöre ich zu den Weihnachtsbesuchern die sonst das ganze Jahr der Kirche nichts abgewinnen können oder gar wegen ein paar Euro austreten.

Mit meiner Frau in Mainfranken daher am Karfreitag eine Kreuzweg-Prozession zu gehen fühlt sich weder fremd, noch falsch an.

Auch wenn ich der besonderen katholischen Art nicht ganz so viel abgewinnen kann, so ist es nach einer Woche Vollgas in der Arbeit ein genußvoller Moment des abschaltens. Sich tragen lassen von einem Ritual. Zuhören. Impulse aufzunehmen und darüber nachzudenken. Auf dem Weg durch den Wald das frische Grün des Frühlings genießen.

Tatsächlich habe ich an die Arbeit gedacht. Daran ob die Impulse der Texte sich mit den neuen Gedanken des New Work und des agilen Manifestes vereinbaren lassen. Welche Wahrheit in den Gedanken liegen und wie wenig die Überzeugung von Jesus und den Christen mit den Parteien die ein “C” im Namen haben zusammenpassen.

Der Weg durch den Wald, entlang des Kreuzwegs, hinaus auf den Berg. Durch die Natur. Schritt für Schritt den Weg entlang. Bis zur nächsten Station. Zuhören. Meditieren. Gedanken über den Text und den Moment schweifen lassen und wieder einfangen.

Es ist seltsam wie schnell man es schaffen kann, aus vollem Sprint zu bremsen und wieder in einer ruhigen Welt ankommen kann. Einer Welt voller guten, wertschätzenden Gedanken.

Ich wünsche meinen Lesern auch ein frohes Osterfest und ein paar entspannte Tage.