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mein fotografischer weg

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Schlagwort: Fuji (Seite 1 von 3)

Küchenleben

Stillleben

Langeweile habe ich zur Zeit wirklich keine. Da gibt es ausreichend viel zu tun, in der Arbeit, Zuhause, mit den Kids. Das war letztes Jahr nicht anders, im Gegenteil – es gab Zeiten in denen ich definitiv weniger auf der Agenda hatte.

Was hat sich verändert? Mein Freund Wilfried würde sagen: Achtsamkeit.

Vielleicht ist die Neugierde zurück. Vielleicht die Lust. Vielleicht doch (wieder) die Achtsamkeit für Motive?

Egal was es ist – ich habe wieder viel mehr Spaß und Lust darauf die X100F in die Hand zu nehmen und loszulegen. Einfach loszulegen. Kindlich naiv. Einfach machen.

Also sitze ich am Abend am PC und daddel so diverse private eMails ab, denke nichts dummes uns dann…. peng. Ab in die Küche und loslegen.

Es sind Fingerübungen, es sind Kreativideen, mit viel Spaß daran. Angefangen hatte es vor ein paar Tagen mit Obst, heute kam ein Geistesblitz auf Grund eines Fotoprojektes von Stefan Senf. Es hatte auch bei meiner Frau die dann irgendwann in die Küche kam zu erstaunen und schmunzeln geführt. Das Setup mit Bettchen und Taschenlampe ist jetzt alles andere als “professionell”. Funzt. Passt.

Habe ich jetzt noch eine tiefere Nachricht? Nö. Macht doch einfach auch alle mal was lustiges. Einfach so. Lohnt sich. So, und jetzt frei nach Peter Lustig “Abschalten!”

Hoch-Zeit

Eigentlich fotografiere ich alles – außer Tiere und Makros. Und Hochzeiten!

Ich hatte zwei Mal bisher eine Hochzeit gemacht. Einmal war ich naiv und die Zweite habe ich in den Sand gesetzt.

Jetzt ruft mich mein Bruder an und bittet mich bei seiner Stieftochter als Überraschungsgast und Fotograf vorbeizukommen. Ähm… okay.

Nicht nur, dass ich “nie wieder” eine Hochzeit machen wollte – ich sag immer: Entweder Gast oder Fotograf. Nie beides gleichzeitig.

Zum Einsatz kam meine neue X-T3 – und das war gut so! Der AF ist soooo viel besser als der meiner X-Pro2. Wahnsinn! Eine Offenbarung!

Ich habe 90% der JPG Bilder mit minimalsten Anpassungen ausliefern können. Nur bei einigen kniffligen Lichtsituationen habe ich das RAW bemüht. Dank des JB-XLR Plugins konnte ich die Filmsimulation direkt übernehmen und dann nur noch das Bild “optimieren”.

Aus 1800 Bilder sind 175 Bilder in die engere Wahl gekommen und 115 Bilder am Ende entwickelt geworden. Ich hab tatsächlich 2 Tage nach der Hochzeit schon geliefert! Mal sehen wann ich Feedback bekomme.

Mache ich das nochmals? Ja, spätestens, wenn die Beiden nächstes Jahr ihre geplante große Party machen. Und dann hat sie noch eine Schwester, mein Bruder noch 2 Söhne, meine Base einen Sohn und ich 4 Kinder – es besteht also noch Potential noch mehr Familienfeiern… ahhh!

Nachtrundgang

Haben Sie Poing schon bei Nacht gesehen?

Nach dem ich jetzt in Hannover mir schon mit High-ISO und tiefem Schwarz die Nacht um die Ohren geschlagen hatte, bin ich bei meiner nächtlichen Spazierrunde durch Poing mich mal mit der X-Pro2 und dem 23/2 versucht.

Ich laufe gerne am Abend mal eine kleine Runde „ums Dorf“, d.h. 6km strammes laufen. Nach 45 Minuten ist die Runde vorbei. 

Diesmal hatte es etwas länger gedauert (auch weil ich kleinere Umwege genommen hatte) – und eben auch da ich hier und da mir einen Moment Zeit genommen habe, um das Licht zu suchen.

Sicherlich ist ein Dorf wie Poing nicht so spannend wie Hannover. 

Da ändert auch unsere neue katholische Kirche nichts daran.

Aber es war eine nette Fingerübung und Gewöhnung an die 23/2. Ich glaube, die nutze ich jetzt öfters! 

Alle Bilder auf Basis des JPG Rezepts von Thomas B Jones “Spotlight”. Also straight out of camera.

Inmobile Modells

Ein freier Tag hat mir die Möglichkeit gegeben mich im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke umzusehen. Neben der Glyptothek ein perfekter Ort sich mit Modells auseinanderzusetzen die still halten und nicht ungeduldig werden.

Ich habe die Gelegenheit auch genutzt um sehr reduziert mit einer Brennweite und einem JPG Rezept (Spotlight by https://www.thomasjones.de) zu arbeiten.

Ich wollte wieder Licht sehen üben.

Auf den Hintergrund achten.

Details sehen.

Leider habe ich mir die ganzen Namen der Abgüsse nicht gemerkt (oder abfotografiert) – ich hoffe die Kunstkenner mögen mir dieses verzeihen.

Makro-HERBST

Es gibt fotografische Sujets die gehen nicht so wirklich an mich heran. Tiere zB. – so nett Hund/Katze/Maus auch ist, mehr als Schnappschüsse mache ich da nicht.

In diese Kategorie gehört auch “Makro”.

Zu jedem meiner Kamerasysteme (Pentax, Nikon, Panasonic) hatte ich mir ein Makro gekauft – immer mit dem Vorsatz: Im Winter wenn es Kalt ist kann ich damit coole Sachen machen. Und jedesmal habe ich das Makro-Objektiv nach ein paare Monaten wieder verkauft.
(Im Winter hat es eh kein Licht. Ohne Licht – nix Foto. Und kalt ist es obendrein.)

Bei Fuji bin ich ein wenig einen anderen Weg gegangen – anstelle das 80mm als Makro zu kaufen habe ich mir einfach einen Makro-Konverter gekauft. Kostet nur ein Bruchteil eines Objektives und für die 2-3 Situationen in denen man es etwas näher und größer benötigt reicht das vollkommen aus.

Dieses Bilder sind also keine Kunstwerke. Eher Fingerübungen. Aus der Lust heraus entstanden bei dem schönen Sonnenlicht irgendwas mit meiner Kamera zu machen.

P.S.: Der MCEX-11 kombiniert mit dem 16mm/f1,4 von FUJI hat dann eine Naheinstellgrenze AUF der Frontlinie. Also nicht wirklich nutzbar. Für euch getestet! 😉

Workshop Komposition & Zufall

Am 3. Tag auf der Burg wollte ich mich dem Thema Komposition widmen. Wer MantesDas Foto“ aufmerksam gelesen hat kann so ein Workshop ja nicht wirklich schocken. Aber was soll das mit dem Zufall? Komposition ist doch was geplantes, Struktur im Bild, Linien die mich hin das Bild hineinführen, Rahmen die meinen Blick nicht aus dem Bild lassen, Farben die meine Aufmerksamkeit auf den wichtigen Teil lenken der natürlich im Goldenen Schnitt liegt. Wo ist da der Zufall?

Ähnlich wie im Workshop „Serielle Konzepte“ hat Ina Busch hier einige Fallstricke vorbereitet über die wir zu springen hatten – aber der Reihe nach.

Initial haben wir uns über die klassischen Elemente der Bildkomposition unterhalten. Ein nettes Sammelsurium ist da zusammengekommen. Feininger und Mante hätten bestimmt noch was ergänzt – aber die wesentlichsten Punkte waren am Ende auf dem Flipchart.

Themensammlung

Ina hatte wieder lustige Fotoaufgaben auf Zettelchen vorbereitet aus denen wir uns eines aussuchen durften. Zusätzlich gab es von Ina noch aus dem Sammelsurium der Konzeptrezepte eine ganz persönliche Zusatzaufgabe.

Somit bin ich mit der Aufgabe „Als das Bild auseinanderbrach“ mit der Zusatzaufgabe „Komposition nicht am Rand“ auf die Reise geschickt worden.

Und weil ich ja auf der Burg meine Komfortzone weit weit überschreiten wollte habe ich mir noch ganz persönlich weitere Fallstricke hingelegt. Alles in schwarz/weiß im 1:1 Format (und somit auch OoC) und anstelle meines festgerosteten 16mm (=24mm) dann heute bitte mal mit 90mm (=135mm). 

Bis zum Mittagessen bin ich also einmal um die Burg und habe so ein wenig vor mich hingeknipst und versucht in den geeigneten Foto-Mood zu kommen. „Nicht am Rand“ geht ja noch – aber wann fucking bricht ein Bild auseinander? Oder wie? Warum?

Vor dem Mittagessen habe ich noch schnell die Bilder importiert und mir das bisherige Ergebnis angeschaut. Ich schaute hin, ich schaute her, ich schaute hin und schaute her – bing! Plötzlich sticht es mir ins Auge.

Dann war das Konzept klar, dann war es logisch wie das geht. Ich hatte plötzlich konkrete Ideen und musste nach dem Mittag nur noch die Motive „pflücken“. Unabhängige Bilder die in Beziehung stehen, die sich etwas gemeinsames teilen und trotzdem nicht zusammengehören. Ein Bruch im Bild. 

Ich bin mit der Umsetzung zufrieden gewesen. Wenn ich jetzt mit etwas Abstand draufsehe entdecke ich doch noch Schwächen. Ansätze zu verbessern. Auch die Idee die Serie fortzuführen ist da. Es fehlt nur die Zeit. Und inzwischen die Muse. 

Da Artikel wie guter Wein reifen müssen hatte ich beschlossen den ursprünglichen Artikel einfach mal (versehentlich) zu löschen und neu zu schreiben. Übung soll bekanntlich helfen.

Workshop Serielle Konzepte – Teil 2

Weiter ging es am 2. Tag des Workshops „Serielle Konzepte“ mit Ina Busch. Von den 4 Themen hatte ich ja das erste „abgehakt“ – und wenn ich am Vortag noch fest davon ausgegangen bin, die restlichen 3 Themen auch noch „schnell“ zu machen, so war ich mir dessen heute nicht mehr so sicher. 

Die kritischen Fragen von Ina haben mich doch deutlich zum Nachdenken gebracht. 

In voller Verunsicherung habe ich mich noch vor dem Frühstück hingesetzt und ganz ordentlich zu 2 Themen mal eine kurze Recherche gemacht und ein ordentliches Mindmap erstellt. Beraterleben halt. Kann nix anderes – Probleme gehören kleingehäxelt, strukturiert, analysiert und visualisiert.

Das ist das Leben und es passiert wirklich gerade jetzt
Das ist das Leben und es passiert wirklich gerade jetzt
Heimat in Dir,Heimat in mir.
Heimat in Dir. Heimat in mir.



Und nach dem ich den formalen Kram runtergeschrieben hatte, nochmals einen Kaffee getrunken und das Ganze dann nochmals versucht hatte mit dem Herzen zu sehen, da bekam ich viele neue Fragen und ein paar wenige Antworten.

Es ist sehr interessant wie solch ein einfaches Thema wie „Heimat“ in der Diaspora für (persönliche) Fragen aufwerfen kann. Die Heimat in Dir, die Heimat in mir. Was ist denn meine „Heimat“? Kulturell und gebürtig bin ich Württemberger, mein aktueller Lebensmittelpunkt ist in Poing bei München, meine Wahlheimat Mainfranken, meine Sehnsucht die Welt? Was ist Heimat eigentlich? Ein Gefühl? Eine Überzeugung? Und wie zeigt man das als Bild? Es ist kompliziert.

Heimat ist also eher meine Geschichte. Meine Herkunft. Und damit ist nicht unbedingt eine schwarz-rot-gold-Region gemeint. Heimat ist da, wo mein Herz ist (oder sein möchte). Und das muss nicht unbedingt da sein, wo ich geboren wurde oder lebe. Für jeden ist das ein anderer Ort. Ein Baum am See. Eine Stadt. Ein Berg. Eine Region. Damit ist Heimat individuell und damit nicht zu verallgemeinern. Noch weniger ist es etwas, was sich Menschen zu eigen machen können und Heimatlose daraus zu vertreiben. 

Da Heimat etwas so Individuelles ist, habe ich mich entschlossen einen Prolog zu schreiben der dem geneigten Betrachter der Bilder einen Hinweis auf meine „Heimat“ gibt. Ansonsten wären die Bilder zu Kontextfrei. Titel muss sein. Immer. Der Bezug zur Diaspora in der Rhön und somit also die Abwesenheit von Heimat bzw. die temporäre Heimat in der Gemeinschaft der Fotografen zu zeigen musste die Burg Fürsteneck als Konstante im Bild herhalten.

Fotografisch wollte ich ein paar Dinge anders (besser?) machen und hatte mich daher aktiv auf das Querformat, Farbe, JPG (OoC) und 24mm eingeschränkt. 

Ob das die Bilder (oder gar das Konzept/Story) besser gemacht hat? Keine Ahnung.

Letztendlich ist die Serie ein ziemlicher Seelenstriptease. Warum ich ihn trotzdem hier veröffentliche? Warum denn nicht? Frei nach Zurmühle erzählt jedes Bild etwas über den Fotografen. Ob er will oder auch nicht.

Heimat in mir

Aufwachsen in einer metallverarbeitenden Fabrik,

in einer mittelalterlichen Stadt,

nahe von Wald und Natur,

entlang von Weinbergen,

gibt es selbst in der hessischen Diaspora 
            überall ein Stückchen Heimat

                                               Wo siehst du deine Heimat in der Diaspora? 





Danke Ina!

PINHOLE DAY

Olympiapark Munich

Pünktlich zum Worldwide Pinhole Day ist die mein SKINK PINHOLE PANCAKE für meine Fuji X-M1 angekommen. Das ist nicht mein erstes “Pinhole Objektiv” – aber vielleicht das, mit dem ich am ehesten Bilder machen möchte.

Anlass war ein Marathon im Olympiapark in München bei dem ich Zuschauer sein musste. 😉

Marathon Goal

Also mit der Kamera ab durch den Oly-Park.

Radio Tower Munich
Radio Tower and Olympia Hall Munich
Olympia See

Sieht alles noch etwas gewöhnungsbedürftig aus – macht aber wirklich Spaß! 😉

KARWEG

Ich bin nicht tief religiös, schon gar nicht katholisch. Ich bin weder fundamentalistisch unterwegs, noch gehöre ich zu den Weihnachtsbesuchern die sonst das ganze Jahr der Kirche nichts abgewinnen können oder gar wegen ein paar Euro austreten.

Mit meiner Frau in Mainfranken daher am Karfreitag eine Kreuzweg-Prozession zu gehen fühlt sich weder fremd, noch falsch an.

Auch wenn ich der besonderen katholischen Art nicht ganz so viel abgewinnen kann, so ist es nach einer Woche Vollgas in der Arbeit ein genußvoller Moment des abschaltens. Sich tragen lassen von einem Ritual. Zuhören. Impulse aufzunehmen und darüber nachzudenken. Auf dem Weg durch den Wald das frische Grün des Frühlings genießen.

Tatsächlich habe ich an die Arbeit gedacht. Daran ob die Impulse der Texte sich mit den neuen Gedanken des New Work und des agilen Manifestes vereinbaren lassen. Welche Wahrheit in den Gedanken liegen und wie wenig die Überzeugung von Jesus und den Christen mit den Parteien die ein “C” im Namen haben zusammenpassen.

Der Weg durch den Wald, entlang des Kreuzwegs, hinaus auf den Berg. Durch die Natur. Schritt für Schritt den Weg entlang. Bis zur nächsten Station. Zuhören. Meditieren. Gedanken über den Text und den Moment schweifen lassen und wieder einfangen.

Es ist seltsam wie schnell man es schaffen kann, aus vollem Sprint zu bremsen und wieder in einer ruhigen Welt ankommen kann. Einer Welt voller guten, wertschätzenden Gedanken.

Ich wünsche meinen Lesern auch ein frohes Osterfest und ein paar entspannte Tage.

Und täglich grüßt der Baum

Mein täglicher Weg in die Firma führt mich abseits von Hauptstraßen über Wiesen und Wälder, vorbei an Fischreihern, Rindern, Hasen und ab und an auch einem Reh.
Anstelle den “direkten” Weg über die A99 oder die parallele Bundesstraße fahre ich “mit der Kirche ums Dorf” hinter dem Ismaninger Speichersee hinten rum. Alles offizielle Wege!

Auf meinem ungewöhnlichen Weg komme ich seit nun über 3,5j an einem einsamen Baum auf einem Feld vorbei. Und seit Jahren nehme ich mir vor: Den musst du mal in Szene setzen.

Schneebaum

Die letzten Monate waren von einem “Daily” der Führungskräfte um 08:30 geprägt. Gut für das Stundenkonto – Fahrzeit war somit gleich Arbeitszeit, aber maximal kontraproduktiv für die kreative Auszeit. (Ja – auf dem Heimweg steht der Baum auch noch da…)

Also musste ich mal im Urlaub am Morgen losfahren nach dem es frischen Schnee gegeben hatte.

Schneebaum

Mit dicken Winterstiefeln bin ich quasi einmal um den Baum herum und habe nach unterschiedlichen Aspekten, Brennweiten, Bildwinkeln und Perspektiven gesucht.

Schneebaum

Eine kleine Auszeit von der Normalzeit. Die Tatsache, dass ich quasi erst 2 Monate später zum bearbeiten und verarbeiten komme gibt vielleicht einen kleinen Einblick in den täglichen Wahnsinn.

Auch meine Kollegin Susanna kommt an diesem Baum vorbei. Sie hat aber mehr Eier in der Hose und bewegt sich deutlich aus Ihrer Komfortzone. Entsprechend sind die Bilder des gleichen Baumes auch deutlich geiler als meine.

Schlaflos
Schlaflos by Susanna

Siehe Flickr.

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Thema von Anders Norén.