mein fotografischer weg

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Verkehrte Welt

Die Welt steht Kopf. Und es wird noch eine Weile brauchen, bis wir wieder richtig auf dieser Welt stehen.

Die Bilder sind quasi noch vor Corona entstanden, an Fasching. Damals waren wir noch der Meinung, dass die paar Münchner Fälle gut im Griff sind und die Faschingsnasen nur in NRW bleiben. Ischgl hatte ich nicht auf dem Radar.

Ein kleiner Spaziergang nach einem Regen, die Welt von oben spiegelt sich im Unten. Die Welt ist irgendwie noch heil.

Corona bleibt uns noch eine Weile erhalten. Länger als es dauert bis eine Pfütze nach einem Regen wieder ausgetrocknet ist. 

Schauen wir einfach nach vorne – und nicht nach unten.

Realtreffen

Die Fotografie ist ein komischen Hobby. IdR liegt der Fotograf stundenlang auf der Lauer um bei einem bestimmten Licht einen besonders selten Vogel zu erwischen. Oder er wandert stundenlang auf einen einsamen Berg um dann im Zelt zu übernachten um Nachts die Milchstraße zu fotografieren. Also irgendwie sind wir alle “Einzelkämpfer” die nur ab und an in kleinen Horden gemeinsame Events besuchen (Photowalks, Fotomarathons, Fototage, Foto-Messe). Oft genug kennen wir “die Anderen” aus den sozialen Netzen (Facebook, Twitter, Instagram) oder den einschlägigen Fotoportalen (Facebook, Flickr, 500px etc.). Selten genug trifft man sich zu gemeinsamen Projekten etc.

Ich habe jetzt von vermehrt eigentlich eher den Kontakt zu anderen Fotografen aktiv gesucht. Ob es nun die Stars der Foto(Podcast)szene waren, oder einfach nur Fotografen die mir mit ihren Bilder aufgefallen sind, die ich spannend fand und bei denen ich gedacht habe: Das könnte ein guter Austausch sein.

Oftmals gab es auch eine Gemeinsamkeit die hier den Anknüpfungspunkt verstärkte/erleichterte. Insgesamt bin ich bisher bei allen Treffen gut gefahren und habe sehr interessante Fotografen und Menschen kennengelernt. Neue Geschichten, neue Ideen, neue Ansichten.

Auch diese Tage habe ich mich aufgemacht und (aktiv) den Kontakt zu einem “Kollegen” gesucht den ich über die sozialen Netze kennengelernt hatte. Die Gemeinsamkeit war die Kamera (GX8) und der Ort (Karlstadt) – nichts lag also näher, mal in der kleinen Stadt in Unterfranken mal gemeinsam ein Käffchen zu trinken und noch ein paar Meter durch die Stadt zu laufen?

Get off here!

Nach ein paar Anläufen war es dann so weit und ich habe “The Photonerd” getroffen – auch wenn er inzwischen die GX8 gegen eine OMD EM-1m1 getauscht hat. Auch wenn er eigentlich gar nicht aus “Karscht” kommt sondern hier nur beruflich gestrandet ist. Es waren drei unterhaltsame Stunden mit vielen Gemeinsamkeiten und ähnlichen Ansichten.

Das mag jetzt nicht jedermanns Sache sein – aber für mich ist so etwas immer eine Bereicherung im Leben.

Vielen Dank Chris für die Zeit und die Anregungen! Ich bin mir sicher, dass wir nochmals die eine oder andere Runde durch Unterfragen machen werden! 😉

P.S.: Der Titel des Bildes passt nicht zum Artikel – ist aber eben genau auf dem (Foto-)Spaziergang durch die Stadt entstanden. 😀

 

Karscht en detail

Karlstadt – oder wie man in Franken sagt “Karscht” – ist inzwischen meine zweite Heimat geworden. Zwischen Weinbergen und Main fühle ich mich genauso Zuhause wie in Bietigheim wo ich zwischen Weinbergen und Enz groß geworden bin.

Ich bin gerne in der kleinen fränkischen Stadt mit dem Marktplatz und den Fachwerkhäusern unterwegs. Oft auch mit dem Foto. Diesmal auf der Suche nach kleinen Schrulligkeiten des Lebens. Ich wurde fündig.