mein fotografischer weg

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Früh(Stücks)Meditation

Mein (erster) Wecker klingelt um 06:05.

Dann beginnt die tägliche Routine. Manchmal rasieren, immer duschen. Anziehen, Frühstück vorbereiten, Brotzeit (Vesper) für die Kinder machen. Oft begleitet mich der Tagesticket-Podcast in den Minuten 

Jeden Tag, meist auch am Wochenende. Okay – der Wecker geht da nicht an. Mein innerer Wecker steht trotzdem auf 06:00.

Jeder Tag das (fast) gleiche Procedere. 
Jeden Tag der (fast) gleiche Rhythmus.
Jeden Tag aber auch meine Zeit.
Mein Ritual.

Der Tagesablauf hat sich mit den Kindern etabliert. Meine Frau hat oft in der Nacht sich um die Kids gekümmert und von daher die extra-Stunde am Morgen bekommen, ich habe die Frühschicht übernommen. Ganz früher war ich die Eule und hab gerne und oft bis nach 9 Uhr geschlafen.

ZzT (es ist die Corona Zeit) schlafen die Kinder oft etwas länger und es gibt zusätzliche Zeit für einen Moment Zazen. 

Das gibt zusätzliche Ruhe.

Der Tag kann beginnen. Es wäre manchmal schön, die Ruhe würde länger anhalten und der Tag würde ähnlich strukturiert enden.

analog: München morbide

Was tun wenn man ein paar Tage frei hat und gerade Lust auf ein Fotoprojekt? Man(n) versucht in und um München herum einen interessanten Spot zu finden bei dem man ggf. neue oder zumindest andere Bilder machen kann. Ein klein wenig Entspannung auf dem Fotoweg. Diesmal ein analoger Fotospaziergang mit der Nikon FA um meinem neuen Pentacon 135.

Nikon FA + Pentacon 135

Nikon FA + Pentacon 135

Eigentlich wollte ich ja den Alten Israelitischer Friedhof in München besuchen. Allerdings hat mich ein deutliches Schild am Eingang davon abgehalten hier einfach einzutreten.

Kurze Denkpause und dann ging es einfach in die Stadt zum Alten Südfriedhof in München. Der “Südfriedhof” liegt inzwischen mitten in München – von daher ist der Name etwas verwirrend. Und Aus dem Friedhof ist inzwischen ein Park geworden – aktiv genutzt wird er schon lange nicht mehr. Ich habe schon viele Bilder vom Südfriedhof gesehen – meist im Herbst/Winter, also mit passender Lichtstimmung zu einem Friedhof. Bei mir was es strahlender Sonnenschein! Hm.

Zuerst war ich etwas enttäuscht. Die Bilder im Internet haben mehr hergegeben, ggf. ist es dann doch entscheidend bei welchem Licht man hier auf Motivsuche geht.

Auf dem Nachhauseweg (bzw. auf dem Weg zu meiner Lunch-Verabredung) habe ich dann noch einen Abstecher an den Nordfriedhof gemacht – eigentlich nur aus Verlegenheit: Ich hatte noch etwas Zeit und ich wollte die letzten Bilder auf dem Film voll machen.

Am Ende bin ich mit meinen Bilder dann doch ganz zufrieden. Von 36 Bildern haben es hier 19 in meine Auswahl geschafft. Eigentlich nicht schlecht. Digital wären es vielleicht sogar weniger geworden. Postum ärgere ich mich ein wenig über den SW-Film – nein, Korn und Kontrast passen – aber ich hätte mit einem Farbfilm vielleicht ein wenig mehr/andere Stimmung einfachen können.

Für mich am Ende ein schöner Ausflug mit ein paar sehr schönen Bildern.

 

P.S.: Nein… ich bin nicht depressiv und auch kein Grufti! Ich war von ein paar Jahren auf dem Wiener Zentralfriedhof und habe dort zum ersten Mal einen Israelischen Friedhof gesehen. Mich hat das nachdrücklich bewegt. Daher kam die Idee. Die Bilder vom Wiener Zentralfriedhof sind leider mit Apographon.de offline gegangen – oder will die hier vielleicht nochmals jemand sehen???

Frühlingsblumen

Auf der Liste der fotografischen Sujets die ich nicht bediene stehen auch Blumen. Natürlich habe ich in meinen Anfangstagen auch Blumen fotografiert. Stehen still, rennen nicht weg, schauen immer lieb in die Kamera etc. Rote Rosen/Tulpen etc. sind halt doof – weil rot (Der Rotkanal ist ein Ar…), aber ansonsten ein gutmütiges Motiv.

Eine liebe Kollegin in der Arbeit hat mir dann aber eines ihrer Bilder gezeigt und mich hat dann doch deren Umsetzung gereizt:

Krokusse - Frühlingsvorboten (c) by louhma

Krokusse – Frühlingsvorboten (c) by louhma

Dabei hat sie die Blumen durch andere Blumen/Gräser hindurch fotografiert. Dadurch entsteht ein sehr malerischer softer Effekt.

Und da ich aktuell ein neues Objektiv habe das unbedingt hinsichtlich seines Bokehs getestet werden sollte, habe ich kurzerhand ein altes Pentacon 135/2,8 an meine Lumix GX8 adaptiert.

Panasonic Lumix GX8 mit Pentacon 135/2,8

Panasonic Lumix GX8 mit Pentacon 135/2,8

Im weiteren Verlauf des Nachmittags sind in der Form noch mehr Bilder entstanden, hier aber mit dem “normalen” Panasonic 42,5mm/f1,7.

Vielen Dank liebe Susanna für die Anregung zum kreativen Umgang mit Blumen. Wieder was gelernt. Danke.

Haiku-Do

Zu Weihnachten gab es dieses Jahr nur wenig. Ist auch gut so – im Prinzip habe ich alles was ich brauche. Auch in der Fototasche.

Trotzdem hat meine es geschafft, dass mir ein wunderbares Buch über die Fotografie zu schenken das ich selbst schon lange in meiner Amazon Wunschliste habe: Haiku fotografieren.

Wer mich kennt, der kenn auch mein Standardspruch: “Ich fotografiere alles – außer Tiere und Makro“. Und jetzt habe ich ein Buch über die (Makro-)Naturfotografie? Okay – es geht nicht um Tiere.

Aber ähnlich wie bei Fotografie als Meditation, Keep the Focus oder Fotografie und Achtsamkeit geht es mehr als nur Body, Objektiv und Motiv. Es geht mehr um die eigene Einstellung zur Sache.

Für mich also eine Anregung mal wieder nach Innen zu sehen und sich auf ein neues Abenteuer einzulassen.

Vordergründig sehen die Bilder von Martin Timm einfach aus. Aber wenn ich meine ersten Ergebnisse so ansehe, dann muss ich zugeben, dass da noch ein Weg vor mir liegt. Haiku-Do also.

Eine kleine kritische Anmerkung: Ja, so ein Buch über Meditation hat ganz sicher nichts mit GAS zu tun. Trotzdem hätte ich mir ein paar Anregungen für die verwendete (technische) Umsetzung gewünscht. Ich fange jetzt mal mit dem Olympus 60mm Makro an – ob ich mir jemals eigene Linsen bauen werde?