mein fotografischer weg

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Bewegungsenergie

Inzwischen kann ja wieder in die Museen und Ausstellungen gehen.

In München gibt es eine für mich immer sehr sicheres Ziel wenn es um Ausstellungen im Bereich Fotografie geht: Die Kunstfoyer der VKB.
Aktuell wird hier noch die Retrospektive von Toni Schneiders gezeigt. 

Virtuelle 360 Grad Führung auf YouTube durch die Ausstellung “Schaut her!” Toni Schneiders. Retrospektive.

Kannte ich nicht – aber die wenigen Bilder die man online sehen konnte fand ich interessant. 
Die Ausstellung war nicht nur interessant, sondern hat mich sprachlos gemacht.
Zum ersten Mal sehe ich Bilder eines Fotografen aus den 50er und 60er Jahre, die meiner Bildsprache und meinen Sehgewohnheiten entspricht. 

Emotional ein wenig gepushed mit der Fuji in der Hand habe ich die rest-freie-Zeit genutzt um ein wenig durch München zu spazieren. Habe mich treiben lassen und wieder versucht ein wenig zu sehen und zu fühlen. Es sind nicht viele Bilder die ich mitgebracht habe, aber mit denen bin ich doch irgendwie zufrieden.

Kindheitserinnerung

Unser Vater hatte eine besondere Leidenschaft: Feldhockey. 

Die ganze Familie war am Ende damit infiziert – war auch nicht schwer, wenn man quasi (gefühlt) jeden freien Moment seiner Kindheit auf einem Hockeyplatz oder in der Halle verbracht hat. 

Heidelberg, Kickers, Ulm. Irgendwie waren wir immer im Auto, immer auf dem Weg zu einem Spiel oder einem Turnier, auf einem Platz oder in der Halle. 

Ganz am Anfang war da in den 1970er das alte Vereinsheim. Da ging es immer „Auf’s Plätzle“. Einer langgezogenen Baracke mit Umkleiden und Vereinslokal. Daneben aus 1“ Zinkrohren selbstgeschweißte Spielgeräte. Schaukel aus Autoreifen. 

Und ein Rasenplatz. Nicht so einer wie in Ulm oder bei Kickers, ein Acker.

Man saß draußen auf Bierbänken, es wurde gegrillt und kein Mensch hat was gesagt, wenn ich für meinen Papa eine Halbe geholt habe. Naja, Finger rein in den Bierschaum und abgeleckt. Am Abend ist man mitten zwischen den Erwachsenen auf der Bank eingeschlafen.

Das „Plätzle“ war meine Kindheit. Einen kleinen Marsch entfernt vom Monrepos, mitten irgendwo zwischen den Feldern im Nirgendwo. Eine schöne Spielwiese für uns Kinder.

Heimelig.

1980 hat der Verein dann an neuer Stelle neu gebaut. Groß. Modern.

Anstelle eines Ackers gab es einen Kunstrasenplatz und mit dem kamen die Bänderrisse und verbrannte Schürfwunden.

Ich habe 1986/1987 aufgehört zu spielen. Ich war kein großes Talent und es gab irgendwie wichtigeres in meinem Leben. 

Trotzdem spüre ich heute noch immer eine sehr große Verbundenheit zum Feldhockey. 

Als ich heute meinen großen Sohn zum Aikido-Training gefahren habe, außerhalb von Markt Schwaben, auf dem alten Platz des SC Markt Schwaben, da hat es mich wieder zurückgeworfen. In die Zeit als ich noch klein war und die Zeiten irgendwie in Ordnung. Auch wenn es ein Fußballplatz war.

Sommer Sonne Sonnenschein

Er ist doch noch da. Der Sommer.

Eine gute Möglichkeit mit einer großen Picknickdecke am Feldrand sich in das Gras zu legen und die aktuelle Ruhe zu genießen. 

Also: Lasst das Handy im Haus, nehmt ein Buch mit und entspannt zwischen den Blumen unter der Sonne! 😉

Ein Tag am See

Chiemsee, Tegernsee, Schliersee.

Alles sind wunderbare Ziele in Oberbayern, wenn man am Wasser in der Nähe der Berge sein möchte. 
Alles sind schlechte Ziele, wenn man einfach Mal ein wenig seine Ruhe haben möchte.

Es ist nicht einfach in Bayern schöne Natur zu erleben und trotzdem irgendwie nicht dahin zu reisen/wandern wo alle hingehen. Wenn man dabei noch an Wasser und/oder Berge möchte wird es quasi unmöglich.

Wir haben das unmögliche geschafft und sind mit dem neuen eAuto (Bericht folgt) an den Kochelsee gefahren. 
Wunderbare Natur, nahe der Berge, entspanntes Wasser, relative einsame Wanderwege. 

Die Stechviecher am Ufer haben genervt. Und der abendliche Gewitterregen.

Trotzdem hatten wir entspannte Tage am See. 
In den Bergen. In der Natur. In der Ruhe.

Zu kurz.

Munich Street

Das letzte was ich bin, das ist ein Street Photograph.

Mir liegt es nicht Menschen und Situation einfach so zu fotografieren. Wenn ich in der Stadt unterwegs bin, dann eher mit Fokus Architektur.

Wenn man aber jetzt mal an einem Samstagmorgen um 08:00 auf dem Weg zu einer Schulung unterwegs ist, wenn man mal etwas entspannter unterwegs ist, ausreichend Zeit für einen (guten) Kaffee hat, dann kann es sogar mit passieren, dass ich in die richtige Stimmung komme.

Flashback Friday: Chinagarten Stuttgart

Original vom 4.9.2012

Da wohnt man mehr als 25 Jahre in der Nähe von Stuttgart – und trotzdem lernt man die schönsten Ort in einer Stadt nur durch Zufall kennen!

Vor ein paar Wochen habe ich für einen Kollegen bei einer meiner vielen Dienstreisen nach Stuttgart eine kleine Besorgung gemacht. Ich bin per Navi (hüstel) auf den Killesberg geschickt worden und dann per Navi wieder zurück an den Hauptbahnhof gefahren. Dabei bin ich dann an einem kleinen chinesischen Garten vorbeigekommen. 

Heute war es dann mal soweit, dass ich noch am Hellingen Tage mit dem Auto und der Kamera in Stuttgart war. Und Zeit hatte ich auch noch ein klein wenig. Also rein ins Internet, die Adresse rausgesucht und hingefahren zum Chinagarten Stuttgart

Gerne wäre ich nicht nur zum fotografieren im Garten gewesen – aber das anwesende Publik hat nicht zu einer Runde Tai Chi und/oder Meditation eingeladen… 

Pagode

Brücke mit See

Alle Bilder mit (der Nikon D7000 und) dem 50mm/f1,8 und Out of Cam.

Die Reduktion auf das 50er hat viele Vorteile – aber auch viele Einschränkungen! Für das eine oder andere Motiv hätte ich mir gerne mehr Weitwinkel gewünscht!

Küchenleben

Stillleben

Langeweile habe ich zur Zeit wirklich keine. Da gibt es ausreichend viel zu tun, in der Arbeit, Zuhause, mit den Kids. Das war letztes Jahr nicht anders, im Gegenteil – es gab Zeiten in denen ich definitiv weniger auf der Agenda hatte.

Was hat sich verändert? Mein Freund Wilfried würde sagen: Achtsamkeit.

Vielleicht ist die Neugierde zurück. Vielleicht die Lust. Vielleicht doch (wieder) die Achtsamkeit für Motive?

Egal was es ist – ich habe wieder viel mehr Spaß und Lust darauf die X100F in die Hand zu nehmen und loszulegen. Einfach loszulegen. Kindlich naiv. Einfach machen.

Also sitze ich am Abend am PC und daddel so diverse private eMails ab, denke nichts dummes uns dann…. peng. Ab in die Küche und loslegen.

Es sind Fingerübungen, es sind Kreativideen, mit viel Spaß daran. Angefangen hatte es vor ein paar Tagen mit Obst, heute kam ein Geistesblitz auf Grund eines Fotoprojektes von Stefan Senf. Es hatte auch bei meiner Frau die dann irgendwann in die Küche kam zu erstaunen und schmunzeln geführt. Das Setup mit Bettchen und Taschenlampe ist jetzt alles andere als “professionell”. Funzt. Passt.

Habe ich jetzt noch eine tiefere Nachricht? Nö. Macht doch einfach auch alle mal was lustiges. Einfach so. Lohnt sich. So, und jetzt frei nach Peter Lustig “Abschalten!”

Qual der Wahl

Kennt ihr das auch? 5 mehr oder weniger identische Bilder?

Woran macht man hier die Auswahl fest? Würfeln?

Ist es das beste Licht? Die beste Wiedergabe der Emotionen? Der richtige Moment? Die absolute Schärfe?

Highkey

Ich glaube, jede Situation hat seine eigene Parameter für die Auswahl.

Bei meinen Familienbildern habe ich längst aufgegeben nur Bilder mit absoluter Schärfe auszuwählen. Da ist genau dieser eine Moment am Kindergeburtstag wo die Kerze ausgeblasen wird – und der AF war zu langsam. Oder der Moment des Jubels nach dem Tor – und 1/250 reicht einfach nicht aus um Bewegungsunschärfe zu vermeiden.

Neutral

Die Serienbildfunktion ist Fluch und Segen zugleich – am Ende muss man aus trölf Bilder dann ja doch eines auswählen. Nur gut wenn bei einem Gruppenbild dann genau das Bild herausfischen kann, bei dem wirklich alle die Augen offen haben. Aber was, wenn es x Bilder gibt, die bis auf Nuancen alle gleich sind?

Lowkey

Ich verwende ja den Workflow von Chris Marquardt um meine Bilder zu sortieren. Das geht schnell und effizient. Am Ende bleiben trotz allem filtern und selektieren, dann doch eine Handvoll Bilder übrig, die einer letzten finalen Selektion benötigen.

Was tun?

Ich bin ganz ehrlich – ich reiche meiner Frau den Laptop! Inzwischen ist sie geübt und kennt die Methode mehr Sterne zu geben um das Ergebnis weiter einzugrenzen. Voila!

Favorit

Für die Tech-Nerds: Alle Bilder mit der X100F, direkt JPG, keine Nacharbeiten und einem Blitz bei 1/1000 bis 1/4000

Grenzgänger

Mein Wohnort (ich weigere mich noch dazu “Heimatort” zu sagen…) ist in zwei Teile aufgeteilt. Poing Süd – das “Alt-Poing” das es schon immer gab, wo also Kirche, Friedhof, Metzger, usw. stehen und Poing-Nord (aka Neu-Poing) in dem all die vielen zuzognen wohnen. Also auch wir. Die Trennlinie ist die S-Bahnstrecke.

Mein Poing ist im Wesentlichen also Poing-Nord, hier kenne ich mich aus. Alles nördlich der Bahnlinie ist meine “Hood”. Südlich der Bahnlinie gibt es für mich nur Wildpark, Metzger, Post, Polizei, Frisör und Rathaus.

Der dortige Park ist mir bisher unbekannt gewesen. Wobei der wirklich interessant ist da er an und auf der Gletscher-Endmoräne angelegt ist. Also eigentlich eine sehr markante Formation die sich ebenfalls durch die Gemeinde und unser Gebiet zieht. Und noch mehr Kleinigkeiten habe ich entdeckt – ich werde nun wohl öfters die Grenze überschreiten und auch hier ein wenig meine Runden ziehen.

Zu spät bin ich auf die Idee gekommen auch hier mal einen kleinen Spaziergang zu machen. Zu spät wenn man bedenkt, dass ich mehr oder weniger nun seit 15 Jahren hier Wohne. Zu spät wenn man als Fotograf Licht benötigt. A bisserl war noch über.

Alle Bilder mal wieder direkt aus der Fujifilm X100F. #ishootJPG

Wintersonne

Wer kennt das nicht? Familienlagerkoller…?

Die Weihnachts-Neujahrs-Ferien-Urlaubs-Pause neigt sich langsam dem Ende zu, die Feiern und Parties sind vorbei und die Langeweile in der Familie nimmt zu.

Wegen einer Fersenverletzung bei unserem Großen sind wir etwas Bewegungseingeschränkt und können nicht ganz so wie wir wollen – also muss man anderweitig “in Bewegung” kommen.

Also wenigstens mit dem Kleinen aus und mit dem Fahrrad durch den Park, irgendwas kann man im Städtle immer machen, auch wenn es nur Leihbücher in der Bücherei zurückgeben ist.

Dann noch schnell auf einen Kaffee&Kuchen zum Bäcker.

Am Ende ist es doch eine nette (und sehr kalte Runde) für alle zum auspowern geworden.

Und der Papa hatte nebenbei ein wenig Möglichkeit zum knipsen. Und a bisserl Nebel gab es dann auch noch.