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mein fotografischer weg

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Schlagwort: Rumänien

Linsengericht auf den Ohren

oli bei den Fotolinsen

Ich darf meine Leser freundlichst auf die aktuelle Folge der “Die Fotolinsen” aufmerksam machen – eine kleine (hüstel) Sendung mit mir.

https://die-fotolinsen.podigee.io/29-029-shashin-do

Holger und Matthias haben mich anlässlich ihres Urlaubs-Ferien-Bild-Wettbewerbs eingeladen um mit mir über mein Bild zu quatschen.

Auf der Transalpina

Das war ein sehr angenehmes und lustiges Gespräch mit Holger und Matthias. Vielen Dank fürs dabeisein!

Hier noch der “Affenfelsen” vom Königssee

Rumänien 2019

Sorry – jetzt wird es länglich.    tl;dr wäre okay. (Über Kommentare freue ich mich trotzdem!)

Burg Corvin

Auch dieses Jahr haben wir wieder Urlaub in Rumänien gemacht. 2018 war es ja sehr beeindruckend für uns, 2019 war auch schön – aber nicht mehr ganz so total umwerfend.

Daker-Festung Sarmizegetusa Regia

Dabei war unser Urlaub 2019 komplett anders aufgesetzt – als Road Trip, also mit wechselnden Hotels um weniger Zeit im Auto und mehr on Location zu verbringen. Die Planung ist nicht ganz aufgegangen.

Wir sind am Ende dann doch fast 2.000km mit dem Mietwagen durch Transsilvanien und die Walachei gefahren – in etwa so viel wie letztes Jahr. 

Straße und Berge

Der große Unterschied zu letztem Jahr waren die Berge. Sind wir letztes Jahr an einem Tag mal schnell über den Transfargarasan  gefahren, so haben wir dieses Jahr sowohl im Nationalpark Retezat und auf der Transalpina ein paar Nächte in den Bergen verbracht und auch für Wanderungen genutzt.

Nach der ersten „Aktivwoche“ war die zweite Woche etwas entspannter mit mehr Kultur.

Insgesamt war der Familienurlaub wunderbar, natürlich hätten wir hier und da ein wenig was zu optimieren gehabt.

Einzig der echte Kontakt mit der Bevölkerung blieb uns auch dieses Jahr verwehrt – irgendwie haben wir noch immer nicht den richtigen Draht hier mehr mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Wer also Bilder von alten Frauen in Trachten auf Pferdewagen hier sucht – Fehlanzeige! 😉 

Urlaubsfotograf

Fotografisch habe ich mich sehr reduziert. Wer fliegt und dann nur im (kleineren) Mietwagen unterwegs ist, der muss Prioritäten setzen.

Kleines Besteck

Mal ein paar Zahlen:

Von den final übrig gebliebenen 520 Bildern sind 130 mit dem iPhone entstanden.

Mit der X-T20 haben ich also 390 Bilder gemacht, davon 297 mit dem 10-24.

Von den 93 Bildern die ich mit dem 18-55 gemacht habe waren 49 im Brennweitenbereich bis 24mm, die restlichen 44 dann mit 24mm bis 55mm. Die Reduktion auf einen Body und 2 Objektive war okay, anstelle des 18-55 hätte auch das 50/2 gereicht. 

Teilweise habe ich allerdings auch das 10-24 mit der Panorama-Funktion der X-T20 ergänzt/ersetzt. Manchmal sind 10mm einfach nicht Ultra-Weitwinkelig genug. Oder anders gesagt – das 18-55 mit Panoramafunktion hätte es am Ende auch getan. Vielleicht.

Ich habe wieder neues über meine X-T20 lernen dürfen, so zB. ist die Panoramafunktion in Hochformat und Querformat möglich, auch die Richtung kann man einstellen. Was mir fehlt ist noch eine Funktion das Panorama zu stoppen, um sich nicht wie eine Eule den Oberkörper um 180° drehen zu müssen. Gerade als UWW Ersatz mit dem 18-55 zum 10-24 wäre das praktisch nur ein halbes Pano machen zu können.

Das einblenden des Histogramms und der der Überbelichtungsanzeige haben mich motiviert mehr „Expose to the right“ zu betreiben. Ich muss weiter daran üben, das spart Zeit in Lightroom und reduziert das Rauschen in den Bildern.

Speicher und Backup

Auch an meinem Speicherkarten-Konzept habe ich gearbeitet. Bin ich es doch von der X-Pro2 (und früher der D7000) gewohnt mit 2 SD-Karten arbeiten zu können, hat die X-T20 nur einen Kartenslot. Das wird ja in der Community verteufelt – und hat tatsächlich so seine Herausforderungen beim Travel-Backup. 

Standardmäßig halte ich das ja so, dass die 1. Karte nach jedem Import gelöscht wird und die 2. Karte erst nach der Rückkehr. Das geht sich dann mit einem Kartenslot nicht mehr aus.

Wichtig ist es in Lightroom nach dem Import nichts zu löschen – dann kann man die SD-Karte in der Kamera einfach vollmachen. Der inkrementelle Import von Lightroom hilft einem dann die Bilder auf den PC zu bekommen. Aber wehe man lösche Bilder in Lightroom! Chaos. 

Ich habe die Karte 2 Mal getauscht und sicher verwahrt, auch hatte ich eine kleine 1TB SSD dabei, um mit Time Maschine Backup machen zu können. Das externe Backup via WLAN auf die Synology Zuhause ist ziemlich ausgefallen – wir hatten viel Pech mit den WLANs der Hotels. 

Motive

Rumänien bietet unheimlich viel Abwechslung für Fotografen. Alte Burgen, schroffe Berge, ausgedehnte Landschaften, Kirchen und Kloster, urbane Städte und kleine Dörfer. Alte Straßen, Pferdefuhrwerke, kaputtes am Wegesrand – und natürlich Menschen.

Car-Skulptur

Wie letztes Jahr habe ich mich versucht mich auf das Schöne, das Besondere in diesem Land zu konzentrieren und nicht auf das was wir standardmäßig Ländern wie Rumänien, Bulgarien oder Georgien verbinden: Armut und heruntergekommene Gebäude.

Ich hätte das auch haben können – in Eisenmarkt war ein Großteil der rumänischen Eisenverarbeitung – natürlich liegt da vieles brach nach dem Zusammenbruch des Kommunismus. Wirtschaftlich produzieren kann man mit den Anlagen dort sicher eher nicht. Auch sonst stehen jede Menge „Lost Places“ am Straßenrand. 

Wer mit der Familie unterwegs ist kann hier aber wenig darauf eingehen – was hätten die Liebsten denn machen sollen, solange Papa da rumturnt?

Auch bin ich (doch) nicht am Abend losgezogen, um bei anderem Licht noch das eine oder andere Motiv einzufangen. 

Selfie

Learnings

Was nehme ich aus der diesjährigen Reise mit? 

Ich muss an meinen Motiven arbeiten. Sonnensterne und UWW Landschaften habe ich jetzt ausreichend viel produziert. Es wird Zeit für Neues. Auf der Transalpina habe ich tatsächlich ein paar nette Aufnahmen gemacht in dem ich nicht einfach leere Straße mit Landschaft komponiert habe, sondern gewartet habe bis ein paar schwere Maschinen durchs Bild gerollt sind. Mehr davon oli. 

Eine X-T20 ist eine tolle Reisekamera, das 18-55 reicht vollkommen aus und ich wünsche mit noch immer ein iPad mit einem sehr schnellen Import der Bilder und Cloud Sync. Das Macbook war mir einfach viel zu groß. Wenn man andere Reisen machen möchte (Patagonien?) und wirklich nur 2-3 Rucksäcke hat, dann zählt jedes Gramm und jeder Deziliter Volumen. 

Lagerfeuerromantik

Wenn ich mir die aktuellen iPhone 11 Modelle so ansehe und meine üblichen Motive kann ich mir aber auch sehr gut vorstellen hier im nächsten Urlaub nur und ausschließlich mit einem iPhone 11 zu arbeiten. 

Made on iPhone

Wer es bis hier hin geschafft hat, der hat es auch verdient einen Kommentar unter den Blogpost zu setzen. Gell? :-p 

Rumänien: Von Kirchen, Burgen und Ruinen

Das wird vorerst mein letzter fotografischer Bericht aus Rumänien. Nach dem Salzbergwerk, den Salzseen, den Höhlen und der Landschaften in Rumänien bleibt mir noch ein Thema: Kirchen, Burgen und Ruinen.

Schon auf meiner ersten kurzen Reise durch Rumänien sind mir die vielen sehr gut erhaltenen Burgen und Kirchen(burgen) aufgefallen. Diesmal hatten wir mehr Zeit uns hier fallen zu lassen um noch mehr davon erfahren zu können.

Wir haben so ziemlich alles gesehen was man sich vorstellen kann.

Bunte orthodoxe Kirchen und Kloster, barocke katholische Kirchen und schlichte evangelische Kirchen. Kirchen die noch aktiv von deutschen evangelischen Gemeinden genutzt werden und Ruinen aus längst vergangenen Zeiten. Es war ein Ausflug in die Vergangenheit, einer stolzen Zeit mit bunter Kultur und liberaler Vermischung unterschiedlicher Glauben, Ansichten und Ethnien. Ein bunter Mix.

Es gab mehr als einen Moment in dem uns vor Staunen der Mund offen stand und wir erst Mal innehalten und überlegen mussten.

Der Anfang hat das kleine orthodoxe Kloster Dumbrava. Hier war ich letztes Jahr schon. Ein Raum der Stille und Ruhe. Unglaublich.

Meditation

Orthodoxe Kirchen sind für Christen ein erstaunlich bunter Ort der Stille

Orthodoxe Kirchen sind für Christen ein erstaunlich bunter Ort der Stille

Orthodoxe Kirchen sind für Christen ein erstaunlich bunter Ort der Stille

Ein Licht auf dem Weg von Cluj nach Sibiu unter einem besondern Stern.

Die Sonne verwöhnt den Klostergarten mit all den vielen Blumen

Weiter ging es nach Alba Iulia, auch hier bin ich letztes Jahr schon gewesen. Daher gibt es eigentlich keine “neuen” Bilder. Lediglich den Folterkeller, den ich letztes Jahr wohl übersehen hatte.

Folterkeller in der Zitadelle Alba Carolina

Die ortodoxe Kathedrale auf der Karlsburg

In Sibiu (Hermannstadt) konnten wir leider nicht die wunderbare evangelische Stadtpfarrkirche gegenüber dem deutschen Gymnasium besichtigen – hier wird gerade renoviert.

Leider konnten wir die wunderbare Stadtpfarrkirche in Hermannstadt wegen der aktuellen Renovierung nicht besichtigen

Dafür war ich dann in der katholischen Stadtpfarrkirche in Sibiu – die hatte ich das letzte Mal ausgelassen. Ein barockes Kleinod.

Die ehemalige Jesuitenkirche ist die heute Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit in Hermannstadt.

Eher zufällig haben wir dann auf dem Heimweg die Kirchenburg Michaelsberg entdeckt.

Natur, Landschaft und eine unglaubliche Kirchenburg. Man kann sein Herz in dieses Land verlieren.

Im Gedenken an die Opfer des 1. Weltkriegs

Kirchenburg Michaelberg bei Hermannstadt

Natur, Landschaft und eine unglaubliche Kirchenburg. Man kann sein Herz in dieses Land verlieren.

Unvermeidlich war der Besuch auf der Burg Bran. Die Burg zu der alle wegen Vlad Dracula pilgern – obwohl er niemals dort gewesen ist. Entsprechend überlaufen war der Spot dann auch.

So sieht die Burg Bran noch niedlich aus

Ein Kreuz vor der Burg Bran – ob es wohl Vlad Dracula abgehalten hat?

Die Burg Bran ist klein und sehr verwinkelt – ein wirkliches Schmuckstück

Krone und Zepter des rumänischen Königshauses.

Während eines Platzregens stauen sich die Touristen in der Burg Bran.

Nur wenige Kilometer von Bran entfernt liegt Rasnow – weniger Touristen dafür wesentlich mehr Charm, Geschichte und fotogene Ansichten.

Vom außeren Turm sieht man den Umfang der Burg und auch die restlichen Ruinen.

Die Burg Rasnow ist eine Bauernburg in der es ein buntes Leben gab.

Das Fallgitter hängt noch – jederzeit bereit den Angreifern zu trotzen

Die Burg Rasnow wirkt hier noch intakt

Eine echte Burg des Grafen Dracula haben wir dann auf der Rückfahrt aus den Karpaten besucht. Die Burg Poenari liegt 1000 Treppenstufen über dem Tal. Auf einer strategischen Position hat man die Burg auf den Felsen gesetzt.

Darstellung einer Pfählung nach dem Aufstieg zu Vlad Draculas Burg Poenari in den Karpaten

Darstellung einer Pfählung nach dem Aufstieg zu Vlad Draculas Burg Poenari in den Karpaten

Die Burg Poenari an den Karpaten liegt strategisch auf einem Bergrücken. Der Aufstieg geht über 1000 Treppenstufen

Am Ende unserer Reise haben wir dann erfahren, dass es eine Straße der Kirchenburgen durch Rumänien gibt. Und das sind dann bestimmt noch nicht alle sehenswerten Kirchenburgen.

Von Kelling bis Kronstadt geht die Straße der Kirchenburgen

Angefangen haben wir unsere kleine Tour in Kelling. Eine wunderbar erhaltene Kirchenburg – leider gibt es keine aktive Gemeinde mehr.

Im Burgfried zeigt sich etwas aus der Zeit

Wie ein Ring aus Steinen schützt die Burgmauer die Kirche

Leider sind die Fässer leer.

Die kleine evangelische Kirche in der Kirchenburg Kelling

Die Kirchenburg in Kelling ist ein Schmuckstück

Verlassener deutscher Friedhof in Kelling

In Grossau wurde uns dann eine aktive deutsche evangelische Kirche und Gemeinde präsentiert. Samt Speckladen und Heimatmuseum.

Die Kirchenburg von Grossau hätten fast gar nicht gesehen – sie hat vielmehr uns gefunden

Der Speckturm ist eine neue Erfindung – früher hatte der Turm eine andere Aufgabe

Die alte deutsche Geschichte wird hier aufbewahrt

Laut Internet gab es in der Nähe in Dobring noch eine weitere Kirchenburg. Hier mussten wir uns den Weg durch Büsche und Kuhfladen bahnen. Ein Trauerspiel.

Ein bisschen Hoffnung gibt es in jeder Ruine

Irgendwann verschwindet jede Schönheit aus unserem Gedächtnis

In Dobring gibt es noch ein kleines Todo

Den Abschluss machte dann noch ein zufälliger kurzer Zwischenstopp in Heltau.

Wehrhaft und Standhaft schützen dicke Mauern die Kirche

Auf dem Rückweg nach Cluj zum Flughafen machten wir dann noch in Schässburg einen Halt. Schässburg ist angeblich die Geburtsstadt von Vlad Dracula, abgesehen von touristischen Devotionalien haben wir von ihm dort aber nichts gesehen. Statt dessen ein kleine ebenfalls noch aktiv genutzte deutsche evangelische Kirche samt dazugehörigen Friedhof.

Hoch oben über Schässburg steht die kleine Kirche

Der alte deutsche Schässburger Friedhof unterhalb der kleinen Kirche

Gasse in Schässburg

Alles nur für die Touristen. Der Weg zum Uhrenturm in Schässburg

 

So, das war es von dieser Reise nach Rumänien. Ihr habt es geschafft! 😉

Rumänien: Glück auf!

Nach dem wir schon in Turda Unter Tage waren, haben wir auch im Apuseni Nationalpark 2 Höhlen besucht. Also 2 “richtige” Höhlen. Naja.

Als erstes waren wir in der Pestera Ursilor, einer Tropfsteinhöhle in der vor ca. 10.000 Jahren hunderte Bärenhöhlen lebten. Wer die Bärenhöhle auf der Schwäbischen Alb kennt – der hat zumindest eine Ahnung über die Größe dieser Tiere.
Diese Höhle war ob ihrer Länge und Zustand und auch der wirklich vielen vielen Bärenknochen wirklich bemerkenswert!

Ursus spelaeus

Danach sind wir noch mit etwas Zufall in die “Crystal Cave” gefahren – eigentlich einer Bauxit-Miene in einem Gebiet mit unendlich vielen Höhlen. Somit ist man eben bei den Bergarbeiten eben auch auf besondere Tropfsteinhöhlen gekommen. Eine perfekte Mischung aus Bergbau und Naturwunder.

Fotografisch war das alles keine Herausforderung – abgesehen davon so lange zu warten bis alle anderen Mitglieder der Tour sich schon um die Ecke verdrückt hatten oder mutig auf ISO 3200 zu gehen.

Mine

Mine Worker

Rumänien: Salzseen

“Ich geh dann mal im Toten Meer schwimmen…”

Ein Satz den man ggf. bei einer Israel-Reise sagt. Aber kaum auf einer Reise durch Europa.

In Rumänien geht das. Schwimmen im Salzwasser mit einer Konzentration die so hoch ist, dass ein Mensch nicht untergehen kann. Es ist unglaublich. Ocna Sibiului – oder auf deutsch “Salzburg”.

Es ist ein seltsames Gefühl in einem Wasser zu liegen und sich bewegungslos treiben zu lassen. Man kann aufrecht im Wasser stehen und geht nicht mehr als bis zu den Schultern unter Wasser.

Die Seen mit den sicherlich auch gesundheitsförderlichen Salz waren einst auch ein Teil eines Kurbetriebs. Von dem damaligen Kurbad sieht man nicht mehr. Hier und da stehen noch Gebäude oder Spielplätze herum die aus einer anderen Zeit zeugen.

Eine Landschaft wie aus einem anderen Planeten – mitten in Rumänien. Spooky!

Big dipper

Old salty lake

Salty lake

Black water

Deep black water

 

 

Rumänien: Landschaftsbilder

Im Gegensatz zu 2017 hatte ich dieses Jahr weniger Möglichkeit die Landschaft zu fotografieren. Das lag einfach daran, dass als Fahrer und Vater es nicht ganz so einfach ist plötzlich auf dem Weg anzuhalten und 15 Minuten vor dem Auto rumzuturnen um Landschaftsbilder machen zu können.

Ein paar Bilder der tollen Landschaft sind doch entstanden. Eine Landschaft die zwischen Alpen, Schwarzwald und Peru liegt. Deren hügelige Weite zwischen Cluj und Sibiu sich mit den Schwarzwald und den Alpen in den Karpaten abwechseln. Deren Naturparks wirklich noch Naturparks sind – einfach weil der Flip-Flop-Tourist da einfach nicht hinkommt.

Insgesamt kommt der Landschaftsfotograf/-in in Rumänien komplett auf seine Kosten. Er muss nur Zeit mitbringen – und jederzeit bereit sein anzuhalten, zu sehen, staunen, genießen und sein Bild zu machen.

Transfogarascher Hochstraße

Balea See

Black Sheep

Mountain View

Apuseni Nationalpark

Bride’s Veil Waterfall im Apuseni Nationalpark

 

Alle Bilder mit der X-T20 und dem 10-24/4

Bilder aus 2017 mit der Panasonic GX8 oder GM5

Rumänien: Turda

In Turda bin ich letztes Jahr schon durchgekommen. Damals hatte mit der bunte Markt begeistert. Den musste ich dieses Jahr unbedingt meiner Frau Christina zeigen. Wenn hier noch ein paar tote Hühner rumhängen würden, könnte der Markt 1:1 auch in Südamerika sein. Sehr sympatisch.

 

Was ich allerdings letztes Jahr komplett ausgelassen hatte war die Salina in Turda. Dieses Mal sind wir unter Tage gegangen.

Beeindruckend was hier über viele Jahre entstanden ist. Stockwerk für Stockwerk geht man über viele Treppen in der Bergbauzeit nach vorne (klar – unten ist ja der jüngste Abbau). So ist eine riesige Halle entstanden bei der die Menschen am Boden wie Ameisen wuseln. Am Boden ist dann ein halber Vergnügungspark entstanden. Mit Riesenrad, Tischtennisplatten und Minigolf.

Great Hall

Underground Playground

Noch ein Stockwerk tiefer gibt es dann einen See auf dem man mit Ruderboten elegant dahingleiten kann.

Underground Sea

Insgesamt ist es natürlich total touristisch und überlaufen. Wer Aufzug fahren will, der muss lange anstehen.

Wir waren trotzdem beeindruckt.

Alle Bilder sind mit der “kleinen” X-T20 und dem 10-24/4 entstanden. Eine gute Kombi! 😉

 

Reiseerfahrungen Rumänien

Eine (Foto-)Reise durch Rumänien

Urlaub ist etwas schönes. Es soll eine Zeit zur Entspannung sein. Von Körper und Geist.
Wenn man allerdings anstelle eine Urlaubsreise an den Strand oder in ein schickes Hotel in den Bergen mit der Familie zwei Wochen durch ein (fernes) Land fährt um Land, Leute und Kultur besser kennenzulernen, dann ist die Erholung anders. Anders – nicht weniger und auch nicht nicht vorhanden.

Das ist hier eigentlich mein Foto-Blog, ich zeige auch noch Bilder von Rumänien. Aber jetzt hier heute gibt es mal ein wenig Text zur Reise.

Eine Reise von 2 Wochen durch Rumänien ist definitiv eine Reise in ein fernes Land. Auch wenn es lediglich 1000km mit dem Auto und eine Zeitzone entfernt innerhalb der EU ist.
1000km mit dem Auto – eine lange Fahrt. Deswegen ist meine Frau mit den Kindern geflogen und ich bin mit dem Van gereist. 1000km klingen schlimmer als sie sind. Bis Österreich war es anstrengender als quer durch Österreich und bis Budapest. Ab Budapest wurde es ungemütlich – die sehr guten Autobahnen wurden durch eine einspurige Bundesstraße abgelöst. Das Durchschnittstempo drosselte sich dramatisch. Der Entspannungsfaktor blieb. Erst als es auf Cluj zuging wurde es wieder anstrengender.
Das was symptomatisch für die Reise durch Rumänien – abseits der Städte ist alles sehr entspannt – in den Städten ist es mehr oder weniger wie bei uns. Wuselig.

Mit Rücksicht auf die beiden Kids haben wir keine Rundreise von Hotel zu Hotel gewagt sondern waren an 2 Standorten in Cluj (Klausenburg) und Sibiu (Hermannstadt). Von dort aus wollten wir Tagestouren machen. Tagestouren die eher Gewaltmärsche wurden. Einfach weil man deutschte Kilometer auf rumänische Kilomenter umrechnen muss. 150km rumänische Strecke sind so ungefähr 2,5-3h Fahrzeit. Die Straßen sind anders. Die Durchschnittsgeschwindigkeit auch. Mit der Zeit adaptiert man sich und wird auch entspannter. Dank ausreichender Motorisierung konnte ich den entspanntesten Fahrern (und vor allem LKWs) mit einem kurzen Überholsprint dann doch etwas entkommen. Wir würden es also beim nächsten Mal anders machen und eher von Hotel zu Hotel reisen.

Wer als ortsunkenntlicher hier mit dem Auto fährt sollte sich NICHT auf die klassischen Navigations-Systeme verlassen. Unser SEAT Navi und Google Maps haben uns mehrfach auf Straßen gelotst, deren Zustand nicht ausreichend was. Im Apuseni-Nationalpark wurde aus der Straße irgendwann eine Schotterpiste und später dann ein Waldweg. Wir mussten Bäche und durch Pfützen so groß wie ein Kinderplanschbecken durchqueren. Der Höhepunkt war ein Weg der vielleicht für Traktoren aber nicht für Straßenfahrzeuge gedacht war – die Quittung bekamen wir in Form eines Plattens. Danke Google. Danke SEAT.

Stop! Now!

Wir haben sehr viel gesehen, erlebt und mitnehmen können. Von vielen hilfsbereiten und freundlichen Menschen, von wunderbarer Landschaft, von fremdartigen und beeindruckenden orthodoxen Kirchen und Klostern, von alten Wehrkirchen und Burgen.
Dieses Land hat so viel Geschichte. Wir haben nur ein wenig daran kratzen können.
Wir haben andere Reisende getroffen, viele aus Isreal und tatsächlich auch eine reisende Familie aus Regensburg. Besondern spannend waren die 3 Australier die als Jungesellenabschied mit den gemieteten Enduros durch den Balkan tourten.
Insgesamt haben wir viele Sprachen gehört. Italienisch, Spanisch, Englisch, Deutsch. Rumänien ist ein Reiseland. Definitiv.

Da ich letztes Jahr ja schon einmal alleine durch Rumänien reisen konnte und diese Reise mit der Familie stattgefunden hat, habe ich dieses Jahr nicht so viel fotografieren können und wollen wie es möglich gewesen wäre. Es ist eine Familienreise. Und ich widerspreche jedem der hier sagt: Man kann auch mit Familie eine Foto-Reise unternehmen. Auf jeden Fall solange die Kinder kleiner sind. Unsere beiden Jungs im Alter von 4 und 9 haben andere Ansprüche an Ausflüge. Die Abende sind am Hotel fixiert. Natürlich hätte ich mich jetzt von meiner Familie abseilen können und ganz alleine mal eine Fototour machen können. Hätte ich. Wollte ich nicht.

Trotzdem habe ich die Kamera dabei gehabt. Um genau zu sein zwei Kameras. Und das Duo hat sich sehr gut bewährt.

Shashindo Setup 2018

Die X-Pro2 war (fast) durchgehend mit dem 18-55/2,8-4 bestückt und in der Hand/um den Hals. Wesentlich öfters als gedacht habe ich die X-T20 mit dem 10-24/4 aus der Camslinger Tasche gefischt um damit zu arbeiten. Die kleine X-T20 hat sich als vollwertige Ergänzung zur X-Pro2 bewiesen. Ich bin sehr froh die X-T20 als Backup-/Zweitkamera gekauft zu haben und nicht die neue X-T100. Grund hierfür war das Schwenkdisplay und der X-Trans Sensor – für die neue und kleinere hätte das voll-schwenkbare Display gesprochen. Allerdings hat die kleine X-T100 eben keinen X-Trans Sensor. Was mich am Ende doch oft irritiert hat ist der fehlende Joystick für die Fokusauswahl an der kleinen X-T20. Mal sehen was die X-T30 dann bringt. 😉 Und viele Bilder sind am Ende auch mit dem iPhone entstanden. Und das ist gut so.

Im weiteren bringe ich euch hier dann Thematisch die Bilder aus Rumänien. Ich werde Bilder aus 2017 mit Bildern aus 2018 mischen um dort wo ich jetzt schon mehrfach gewesen bin ein runderes Bild zeigen zu können. Allerdings nicht chronologisch zur Reise.

Ich bin also wieder zurück.

Eine kurze Reise durch Rumänien

Der glückliche Umstand einer Dienstreise nach Cluj/Rumänien die von Donnerstag bis zum Samstag dauerte und die ich bis Sonntag verlängern konnte, ermöglichte mir einen etwas genaueren Blick auf das Land unserer Near-Shore-Tochter zu werfen. Seit ca. 2 Jahren arbeite ich mit Kollegen aus Cluj im Projekt zusammen, letztes Jahr war ich einmal für 2 Tage in Cluj. Jetzt wollte ich das Wochenende nutzen um auch einen Blick über die Stadtgrenze hinweg zu wagen.
Meine ersten Vorurteile zu Rumänien waren schon früh in der Zusammenarbeit mit den Kollegen gebrochen. Alle sprechen ordentlich bis sehr gut Deutsch und die Zusammenarbeit ist höflich-zurückhaltend – die Qualität aber meist gut.
Was wird mich erwarten, wenn ich nun die “Großstadt” verlasse und auf das Land fahre? Man kennt die Bilder aus der Fernsehen und Internet. Alte Frauen mit Kopftuch, Pferdekutschen, marode Häuser, 2. Welt.
Ja, ich habe das alles gesehen. Aber noch viel mehr. Viel mehr schönes, alte Kultur, alte Burgen, Schlösser, Kirchen und Klöster. Alte Städte die über die letzten 75 Jahre nicht ihren Charakter durch Bomben, Wiederaufbau und (Plan-)Wirtschaft verloren haben.
Ich hatte mir in Cluj schon schwer getan die alten Frauen die Blumen auf der Straße verkaufen zu fotografieren. Mir geht es da ähnlich wie Stefan Senf vom Motivprogram in New York: Mein persönlicher Anstand verbietet es mir solche Bilder zu “stehlen”. Und es hätte sehr sehr viele solcher Motive auf meiner Strecke gegeben. Ich bin lieber bei meinen klassischen Motiven geblieben: Land, Kultur, Architektur.
Viele viele Bilder habe ich eben nur mit dem Herzen gemacht, eben weil ich genau “dieses” Bild von Rumänien nicht liefern wollte.
Rumänien ist ein unglaubliches Land mit einer ganz anderen Landschaft. Sanfte Hügel die nun im September eher verdorrt wirken, Maisfelder die stehen bleiben dürfen bis der Mais wirklich trocken ist. Grasflächen auf denen wirklich Schafe, Ziegen, Kühe und Pferde stehen dürfen und sich direkt satt fressen dürfen. Menschen die sehr sorgfältig mit dem wenigen was sie haben umgehen. In großen Teilen hat mich die Landschaft, die Städte aber auch die Menschen ein wenig an das südliche Peru erinnert. Ein großer Unterschied muss aber erwähnt werden: Relativ wenig Müll am Wegesrand. Im Vergleich mit Peru quasi gar keiner. Und natürlich die Burgen, Schlösser, Kirchen und Klöster!
Ich war in katholischen und evangelischen Kirchen – aber auch in orthodoxen Kirchen. Wow! Da steht in Hermannstdt eine evangelische Kirche mit tief-deutschen Wurzeln. Es sprechen nicht alle Rumänen im Siebenbürgenland deutsch – aber immer noch einige. Englisch ist gar kein Problem.
Meine kleine Route führte mich am Samstag von Cluj nach Turda, Alba Iulia und weiter nach Hermannstadt. Am Sonntag weiter über Transfăgărășan nach Schäßburg und zurück nach Cluj.
Das Ganze eher im Galopp – vieles habe ich nicht gesehen oder besucht. In Turda habe ich einiges verpasst (u.a. das Salzbergwerk) und am Transfăgărășan wäre eine gute Gelegenheit gewesen für 3-4 Tage zu wandern. Hermannstadt und Schäßburg hätten auch mehr als nur ein paar Stunden verdient.
Zu viel Land, zu viel Kultur und zu viel Mensch für ein paar Stunden mit dem Mietwagen.
Rumänien ist ein lohnendes Urlaubsziel – man kann so viel sehen und erleben!

On the Road

Letztes Jahr bin ich geschäftlich mal nach Cluj gefahren. Das ist in Rumänien und wir haben dort unsere Software-Entwicklung. Cluj, oder auf Deutsch Klausenburg.

Ich habe extra einen Flug früher genommen um am Abend etwas Zeit für einen Bummel durch die Stadt zu haben – ich liebe fremde Städte und Länder. Gerne in Städten und Länder die eine andere Kultur, ein anderes Leben haben wie in Deutschland. Es ist (finde ich) sehr befruchtend für einen selbst, wenn man über den eigenen Horizont hinaus schaut und sich in andere Länder und Kulturen fallen lässt. Wenn man das, was man sieht nicht spöttisch betrachtet weil “es nicht der eigenen Norm entspricht”, sondern mit offenen Herzen und Augen durch die Straßen geht und es auf sich einwirken lässt. Vieles ist anders. Eigentlich alles. Und das ist gut so.
Cluj ist eine herrliche Mischung aus dem alten Rumänien das man hier und da noch in Berichterstattungen kennenlernen kann und einem aufgeschlossenen neuem Land. Alles steckt hier voller Veränderungen. Es wird renoviert, neu gebaut und vieles ist auch schon gut in Schuss gebracht. Die neuen Gebäude sind viel mit Glas und Chic und irgendwie ein wenig amerikanisch. Trotzdem findet man Hinterhöfe mit Pferdefuhrwerken oder halb verfallene Gebäude. Alles mit Charme. Mit Geschichte. Gerne würde ich noch mehr von der Geschichte erfahren, was irgendwie auch ein Teil unserer Geschichte ist.
In September werde ich wohl nochmals Zeit in Rumänien verbringen, nur ein Wochenende, aber eben nicht dienstlich. Ich bin gespannt was ich da so erleben darf.

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