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mein fotografischer weg

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Schlagwort: schwarzweiss (Seite 1 von 2)

Küchenleben

Stillleben

Langeweile habe ich zur Zeit wirklich keine. Da gibt es ausreichend viel zu tun, in der Arbeit, Zuhause, mit den Kids. Das war letztes Jahr nicht anders, im Gegenteil – es gab Zeiten in denen ich definitiv weniger auf der Agenda hatte.

Was hat sich verändert? Mein Freund Wilfried würde sagen: Achtsamkeit.

Vielleicht ist die Neugierde zurück. Vielleicht die Lust. Vielleicht doch (wieder) die Achtsamkeit für Motive?

Egal was es ist – ich habe wieder viel mehr Spaß und Lust darauf die X100F in die Hand zu nehmen und loszulegen. Einfach loszulegen. Kindlich naiv. Einfach machen.

Also sitze ich am Abend am PC und daddel so diverse private eMails ab, denke nichts dummes uns dann…. peng. Ab in die Küche und loslegen.

Es sind Fingerübungen, es sind Kreativideen, mit viel Spaß daran. Angefangen hatte es vor ein paar Tagen mit Obst, heute kam ein Geistesblitz auf Grund eines Fotoprojektes von Stefan Senf. Es hatte auch bei meiner Frau die dann irgendwann in die Küche kam zu erstaunen und schmunzeln geführt. Das Setup mit Bettchen und Taschenlampe ist jetzt alles andere als “professionell”. Funzt. Passt.

Habe ich jetzt noch eine tiefere Nachricht? Nö. Macht doch einfach auch alle mal was lustiges. Einfach so. Lohnt sich. So, und jetzt frei nach Peter Lustig “Abschalten!”

Qual der Wahl

Kennt ihr das auch? 5 mehr oder weniger identische Bilder?

Woran macht man hier die Auswahl fest? Würfeln?

Ist es das beste Licht? Die beste Wiedergabe der Emotionen? Der richtige Moment? Die absolute Schärfe?

Highkey

Ich glaube, jede Situation hat seine eigene Parameter für die Auswahl.

Bei meinen Familienbildern habe ich längst aufgegeben nur Bilder mit absoluter Schärfe auszuwählen. Da ist genau dieser eine Moment am Kindergeburtstag wo die Kerze ausgeblasen wird – und der AF war zu langsam. Oder der Moment des Jubels nach dem Tor – und 1/250 reicht einfach nicht aus um Bewegungsunschärfe zu vermeiden.

Neutral

Die Serienbildfunktion ist Fluch und Segen zugleich – am Ende muss man aus trölf Bilder dann ja doch eines auswählen. Nur gut wenn bei einem Gruppenbild dann genau das Bild herausfischen kann, bei dem wirklich alle die Augen offen haben. Aber was, wenn es x Bilder gibt, die bis auf Nuancen alle gleich sind?

Lowkey

Ich verwende ja den Workflow von Chris Marquardt um meine Bilder zu sortieren. Das geht schnell und effizient. Am Ende bleiben trotz allem filtern und selektieren, dann doch eine Handvoll Bilder übrig, die einer letzten finalen Selektion benötigen.

Was tun?

Ich bin ganz ehrlich – ich reiche meiner Frau den Laptop! Inzwischen ist sie geübt und kennt die Methode mehr Sterne zu geben um das Ergebnis weiter einzugrenzen. Voila!

Favorit

Für die Tech-Nerds: Alle Bilder mit der X100F, direkt JPG, keine Nacharbeiten und einem Blitz bei 1/1000 bis 1/4000

Wintersonne

Wer kennt das nicht? Familienlagerkoller…?

Die Weihnachts-Neujahrs-Ferien-Urlaubs-Pause neigt sich langsam dem Ende zu, die Feiern und Parties sind vorbei und die Langeweile in der Familie nimmt zu.

Wegen einer Fersenverletzung bei unserem Großen sind wir etwas Bewegungseingeschränkt und können nicht ganz so wie wir wollen – also muss man anderweitig “in Bewegung” kommen.

Also wenigstens mit dem Kleinen aus und mit dem Fahrrad durch den Park, irgendwas kann man im Städtle immer machen, auch wenn es nur Leihbücher in der Bücherei zurückgeben ist.

Dann noch schnell auf einen Kaffee&Kuchen zum Bäcker.

Am Ende ist es doch eine nette (und sehr kalte Runde) für alle zum auspowern geworden.

Und der Papa hatte nebenbei ein wenig Möglichkeit zum knipsen. Und a bisserl Nebel gab es dann auch noch.

Piratenjahr

Happy New Year an alle Leser!

2019 ist vorbei – 2020 startet unter neuer Flagge.

Irgendwie habe ich Lust auf Neues, auf Entdeckungen und Abenteuer. Die Familie ist der sichere Hafen um die Welt neu zu entdecken. Schön, dass ihr hier mitkommt.

Nachtrundgang

Haben Sie Poing schon bei Nacht gesehen?

Nach dem ich jetzt in Hannover mir schon mit High-ISO und tiefem Schwarz die Nacht um die Ohren geschlagen hatte, bin ich bei meiner nächtlichen Spazierrunde durch Poing mich mal mit der X-Pro2 und dem 23/2 versucht.

Ich laufe gerne am Abend mal eine kleine Runde „ums Dorf“, d.h. 6km strammes laufen. Nach 45 Minuten ist die Runde vorbei. 

Diesmal hatte es etwas länger gedauert (auch weil ich kleinere Umwege genommen hatte) – und eben auch da ich hier und da mir einen Moment Zeit genommen habe, um das Licht zu suchen.

Sicherlich ist ein Dorf wie Poing nicht so spannend wie Hannover. 

Da ändert auch unsere neue katholische Kirche nichts daran.

Aber es war eine nette Fingerübung und Gewöhnung an die 23/2. Ich glaube, die nutze ich jetzt öfters! 

Alle Bilder auf Basis des JPG Rezepts von Thomas B Jones “Spotlight”. Also straight out of camera.

Inmobile Modells

Ein freier Tag hat mir die Möglichkeit gegeben mich im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke umzusehen. Neben der Glyptothek ein perfekter Ort sich mit Modells auseinanderzusetzen die still halten und nicht ungeduldig werden.

Ich habe die Gelegenheit auch genutzt um sehr reduziert mit einer Brennweite und einem JPG Rezept (Spotlight by https://www.thomasjones.de) zu arbeiten.

Ich wollte wieder Licht sehen üben.

Auf den Hintergrund achten.

Details sehen.

Leider habe ich mir die ganzen Namen der Abgüsse nicht gemerkt (oder abfotografiert) – ich hoffe die Kunstkenner mögen mir dieses verzeihen.

KARWEG

Ich bin nicht tief religiös, schon gar nicht katholisch. Ich bin weder fundamentalistisch unterwegs, noch gehöre ich zu den Weihnachtsbesuchern die sonst das ganze Jahr der Kirche nichts abgewinnen können oder gar wegen ein paar Euro austreten.

Mit meiner Frau in Mainfranken daher am Karfreitag eine Kreuzweg-Prozession zu gehen fühlt sich weder fremd, noch falsch an.

Auch wenn ich der besonderen katholischen Art nicht ganz so viel abgewinnen kann, so ist es nach einer Woche Vollgas in der Arbeit ein genußvoller Moment des abschaltens. Sich tragen lassen von einem Ritual. Zuhören. Impulse aufzunehmen und darüber nachzudenken. Auf dem Weg durch den Wald das frische Grün des Frühlings genießen.

Tatsächlich habe ich an die Arbeit gedacht. Daran ob die Impulse der Texte sich mit den neuen Gedanken des New Work und des agilen Manifestes vereinbaren lassen. Welche Wahrheit in den Gedanken liegen und wie wenig die Überzeugung von Jesus und den Christen mit den Parteien die ein “C” im Namen haben zusammenpassen.

Der Weg durch den Wald, entlang des Kreuzwegs, hinaus auf den Berg. Durch die Natur. Schritt für Schritt den Weg entlang. Bis zur nächsten Station. Zuhören. Meditieren. Gedanken über den Text und den Moment schweifen lassen und wieder einfangen.

Es ist seltsam wie schnell man es schaffen kann, aus vollem Sprint zu bremsen und wieder in einer ruhigen Welt ankommen kann. Einer Welt voller guten, wertschätzenden Gedanken.

Ich wünsche meinen Lesern auch ein frohes Osterfest und ein paar entspannte Tage.

Wanderlust Württemberg

Ich bin ja eigentlich eher so eine bequeme Socke. Nicht faul, aber bequem.

Aber ab und an, da reisst es mich. Dann muss ich los. Meist in die Berge.

Aber nach dem ich im September auf einem Geburtstagsbesuch bei Stefan spontan einen kleinem Umweg über die Burg Teck und Burg Hohenneuffen eingelegt hatte, kam ich auf die Idee hier auf der Alb mal ein wenig zu wandern.

Unter der Burg Teck

Geburtstort Baden-Württembergs durch die Dreiländerkonferenz 1948

Die Gelegenheit kam schnell – in den Herbstferien ergab sich die Gelegenheit, dass ich als Strohwitwer ein wenig Zeit geschenkt bekam. Zur Zeit kam gutes Wetter und die Muse zu wandern.

Auf der Suche nach lohnenswerten (Foto-)Zielen führte es mich zuerst nach Sigmaringen. Dabei musste ich leider ohne Stopp an so wunderbaren Plätzen wie Ochsenhausen oder dem Federsee vorbeifahren. Ich war eben doch zu faul gewesen um wirklich früh loszufahren.

In Sigmaringen hatte ich mir via Komoot eine  kleine Tour entlang der Donau rausgesucht. Erst später viel mir auf auf welch geschichtsträchtigen Boden ich hier unterwegs war. Nein, nicht der Amalienpark-&felsen – sondern Inzighofen mit den Klostergeistern. Naja, jetzt bin ich hier auch mal gewesen. Günstiger. Und mit mehr Ruhe und weniger Alkohol.

Von Siegmaringen nach Santiago de Compostela – den ganzen Weg bin ich jetzt nich gelaufen.

Die malerische Lindenallee im Fürstlicher Park Inzigkofen von Fürstin Amalie Zephyrine zu Hohenzollern-Sigmaringen

Der Amalienfelsen im Fürstlicher Park Inzigkofen von Fürstin Amalie Zephyrine zu Hohenzollern-Sigmaringen

Die Teufelsbrücke über die Höll-Schlucht im Fürstlicher Park Inzigkofen von Fürstin Amalie Zephyrine zu Hohenzollern-Sigmaringen

Donau bei Sigmaringen

Das Hohenzollern-Schloss in Sigmaringen in herbstlichen Farben

Weiter ging es am nächsten Tag in Geislingen an der Steige – zuerst ein kleiner Hüpfer alleine auf die Burg Helfenstein und den Ödenturm, dann später zusammen mit meinem Bruder eine Runde um Oberböhringen. Auch diese Tour hatte mit Komoot ausgespuckt. Das Wetter spielte zuerst nicht mit, später war es dann wunderbar und der Ausblick auf die Tafelberge der Schwäbischen Alb war ein Spektakel. Es ist schon seltsam, dass ich in all den Jahren in denen ich in Bietigheim gewohnt hatte, ich niemals hier Wandern war.

Der Ödenturm von der Burgruine Helfenstein aus gesehen – noch ist das Wetter nicht schön.

Ein seltenes Selfie über der Burgruine Helfenstein

Best Camera in the best Bag with the best Engerysource

Der Ausblick auf die Tafelberge der Schwäbischen Alb.

Der Ausblick auf die Tafelberge der Schwäbischen Alb.

Tempel zu Ehren des großen Württemberger Dichtersohns Friedrich Schiller

Am Abend gab es dann eine Runde mit Stefan durch Stuggi. Der Abend hatte mit einem leckeren Essen beim Thai, vielen Fuji-Schwarz-Weiß-Bildern in der Stadt, einem entspannten Kaffee am Kleinen Schlossplatz und einem farbigen Abschlussklecks am Pariser Platz ausreichend Höhepunkte – und meine Uhr am Ende des Tages ca. 25km Strecke aufgezeichnet.

Staatsgalerie Stuttgart by James Stirling

Staatsgalerie Stuttgart by James Stirling

Fontäne im Stuttgarter Schloßgarten

Fontäne im Stuttgarter Schloßgarten

Manchmal ist es nach dem Regen am schönsten

Stuttgarter Stadtbibliothek

Zum krönenden Abschluss führte mich meine Neugierde auf den Rotenberg. Jener Berg auf dem früher einmal die Burg der Württemberger stand. Bevor die Burg geschliffen wurde und für ein wunderschönes Mausoleum Platz machen musste. Mein Timing hat ein Innenbesuch leider verhindert. Ein Grund nochmal hier vorbeizukommen.

Auf dem Rotenberg zu Stuttgart, am Platze der früheren Burg der Württemberger. Geschichte.

 

 

Zweitblick

Es ist nicht das erste Mal, dass ich in München den “Fremdenführer” machen durfte. Da ich auch schon ein paar Stadtführungen genießen durfte sind mir neben den klassischen Hotspots auch ein paar andere Geschichten bekannt. Dieses Mal durfte ich den Ivan in München begleiten – keine einfache Sache! Nicht weil Ivan und ich jetzt keine gemeinsame Basis hätten – aber wir sind fotografisch so ziemlich gegensätzlich.

Ich eher Stadt, Architektur, Dokumentation, digital – und Ivan komplett analog und Street. Da wird die Auswahl einer Runde durch München schon etwas schwieriger. Aber nicht unmöglich.

Jetzt wollte ich Ivan ein wenig München näher bringen und vielleicht auch das eine oder andere Interessante (Street-)Eck zeigen, aber was fotografiere ich? Ich war schon oft in München. Hm.

Warum nicht mal etwas machen, was ich noch wirklich nie gemacht habe: Doppelbelichtung.

Ja ja – kalter Kaffee. Double Exposure ist nichts aufregendes mehr. Die Kombination von (dunklen) Schaufenstern mit Straßenszenen oder Menschen ist jetzt auf Instagram schon ziemlich durch.

Für mich trotzdem eine Idee die ich verfolgen wollte und die mich an der einen oder anderen Stelle technisch und fotografisch ein wenig aus der Komfortzone holte. Problem 1: Wie schaltet man an der Fuji die Doppelbelichtung ein?

Die Bilder sind so direkt aus der Kamera, nichts besonderes, Schnappschüsse. Für mich trotzdem Neuland. Und ich durfte einiges lernen.  ZB. kann Fuji nur 2 Bilder überlagern, und man muss dazwischen “OK” drücken. Und bei quadratischem Bildformat hat nicht nur das JPG ein 1:1 Format sondern auch das RAW!

Es ist wie immer: Übung hilft. Ich übe weiter.

Würzburg in 28mm

Neue Kamera, neues Objektiv, neue Sichtweisen.

Es sind leider keine 28 Bilder geworden. Aber es war trotzdem ein schönes Experiment mit der X-Pro2 und nur einer Brennweite und mit dem Acros Preset durch Würzburg zu gehen. Diesmal ging es hinauf zur Festung Marienberg und in den St. Killians Dom 

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Thema von Anders Norén.