mein fotografischer weg

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Ein Quantum Licht

Sterne haben mich schon immer fasziniert.
Spätestens seit dem ersten Besuch im Stuttgarter Planetarium, wo der Projektor zu „Also sprach Zarathustra“ aus dem Boden gefahren wird. Ich war damals vielleicht 10 oder so, es war am Geburtstag meiner Kindheitsfreundin.
Ein Planetarium gibt es in München leider nicht mehr, es ist dem Sparzwang zum Opfer gefallen. Eine Großstadt sollte nach meiner Meinung ein Planetarium haben – ein einmaliger Platz Kindern und Jugendlichen die Unendlichkeit des Weltraums und damit die Endlichkeit unserer kleinen blauen Murmel begreiflich zu machen. Soviel zur Weltstadt mit Herz.

Mond 2011 – Nikon D7000

Natürlich habe ich mich als Fotograf auch schon mal mit dem Mond und den Sternenhimmel beschäftigt. In den einschlägigen Fotopodcasts wird das ja immer wieder erläutert. Ist der Mond doch ein tolles Beispiel für Unfähigkeit der Matrix-Belichtungsautomatik. 19% grau im Mittel. Bang. Überbelichtet. 

Okay – Mond. Done it. (ja – geht noch besser!)

Auch mit der Sternen(Milchstraßen-)fotografie habe ich mich einige Mal beschäftigt. Meist mit wenig Erfolg. 

Startrails 2014 – Nikon D600
2019 Milchstraße Burg Fürstenecke/Rhön – Fujifilm X-Pro2

Die Ergebnisse waren bisher immer “dürftig” – alles andere was ich sonst so gesehen habe. Muss also besser gehen – aber wie?

Der Erfolg hat hier einige Kriterien/Voraussetzungen – und es ist nicht wirklich die Kamera!

  1. Nimm ein Stativ mit….
  2. Suche eine sehr gute Location!
  3. Nehme dir Zeit
  4. Nehme dir noch mehr Zeit…
  5. Sehe und Lerne

Und dann gibt es da liebe Menschen in meinem Umfeld die diese Hinweise (und noch mehr) berücksichtigen und sich weit außerhalb meiner (Schlaf-)Komfortzone bewegen.
Die eben keine Mühen scheuen, sich bei zapfigen Temperaturen ins Auto quetschen, gut beschuht und gekleidet im dunkeln loswandern. Die Extrameile gehen.

Auf eine kleine Tour wurde ich von Susanna dann mitgenommen. Es wurde eine Lehrstunde für mich über Achtsamkeit, Zeit, Motivation, Engagement, Extrameile und am Ende auch ein wenig Technik. 

Milchstraße 2019 – Fujifilm X-M1 (Entwicklung by oli)

Gescheitert bin ich am Ende an der Post-Technik. An der richtigen Nachbearbeitung (in Photoshop) um den Sensordaten das richtige Quäntchen Licht zu  entlocken. Wegen dieser Unfähigkeit mussten die Bilder dann auch 6 Monate warten bis Susanna mir dann auch hier weitergeholfen hat.

Milchstraße 2019 – Fujifilm XT20 (Entwicklung by oli)

Ich ziehe meinen Hut Susanna und gestehe: So gerne ich in den Sternenhimmel schaue und mit Begeisterung und Ehrfurcht unsere Milchstraße sehe, so sehr habe ich gelernt, dass der Weg für mich noch sehr weit ist. 

Milchstraße 2019 – Fujifilm X-T20 (Entwicklung by Susanna)

Vielen Dank Susanna für deine Zeit und Geduld mit mir.

Hier noch die Version von Susanna auf Flickr

Schön langsam wird es langweilig...

Seeabend

Wenn einen der Sohnemann aus der Komfortzone fordert und man gemeinsam auf einen Fotoausflug „nur mal um die Ecke“ fährt, dann hat Mann Zeit und Möglichkeit sich auf ein – wenn auch kitschiges – Motiv einzulassen.

Wie immer mit allen Kameras und Objektiven bestückt unterwegs stellt man am Ende fest: Die Hälfte an Equipment hätte auch gereicht. 😉

Fisheye und Ultra-WW machen am Ende keinen Sinn – die untergehende Sonne mutiert zu einem Winzpunkt. Besser war da das alte Pentacon 135 das über aus meiner Nikon-Zeit noch über hatte. 

Auch lernt Mann mal wieder (schmerzhaft), dass die Reinigung von Kamera und Objektiven sehr viel Sinn macht – vor allem wenn man mit F22 unterwegs ist. Jetzt kann ich halt wieder stempeln. Übung macht bekanntlich den Meister.

Sternenhimmel

Fotografisch war dieser Ausflug sicherlich keine Meisterleistung. Aber manchmal geht es nicht um das Ergebnis – sondern auch um die gemeinsame Zeit mit dem Sohn. 

Und um die Übung. 

Nachtrauschen

Die Tage war ich bei einer (Profi-)Fotografin in München um ein kleines Projekt abzuschließen. Die erzählte mir von einem Einzelcoaching, das Sie zum Thema ND-Filter/Langzeitbelichtung gegeben hatte. “Ups” dachte ich – das sollte ich vor dem Urlaub am Meer dann doch auch nochmals üben!

Gesagt – getan! Am selben Abend noch habe ich dann ganz spontan noch nach Mitternacht meine GX8 mit dem Lumix 7-14/f4 samt Stativ unter den Arm genommen um das Thema “Nacht”, “Sterne” und “Langzeitbelichtung” mal zu verproben.

Nachthimmel über Poing

Nachthimmel über Poing.
Panasonic Lumix GX8 mit Lumix 4-17/f4 bei f4, 60 Sekunden und ISO 200

Nettes Ergebnis – und definitiv die Aufforderung das Thema nochmals zu vertiefen!
Was mir besonders schwer gefallen ist: Manueller AF und Bildkomposition. Ich habe noch mehr Bilder gemacht bei denen ich den AF nicht habe – selbst hier ist das nicht alles ganz 100%ig.