1996 bin ich beruflich aus meiner Heimat weggezogen. 
Erst nach Frankfurt, dann nach München.

Einmal im Jahr überkommt mich noch immer ein großes Heimweh. 
Immer dann, wenn es Herbst wird, in den Weinbergen (Wengerd) die Weinlese (Herbsten) beginnt und später sich das Laub der Weinreben rot färben.

Ich meinen Gedanken bin ich wieder in meinem Jugendzimmer, mit Blick auf die württembergischen Steilhänge.

Der Wenged‘schütz hat längst aufgehört die Vögel von den reifen Beeren zu verscheuchen, die Wengerdr haben ihre schwere Arbeit längst abgeschlossen. Die Reben sind abgelesen und der Hang färbt sich von grün über rot nach gelb. Für ein paar Wochen ist Ruhe am Berg, bis im Januar/Februar wieder angefangen wird die Reben auszuschneiden.