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Wanderlust Württemberg

Ich bin ja eigentlich eher so eine bequeme Socke. Nicht faul, aber bequem.

Aber ab und an, da reisst es mich. Dann muss ich los. Meist in die Berge.

Aber nach dem ich im September auf einem Geburtstagsbesuch bei Stefan spontan einen kleinem Umweg über die Burg Teck und Burg Hohenneuffen eingelegt hatte, kam ich auf die Idee hier auf der Alb mal ein wenig zu wandern.

Unter der Burg Teck

Geburtstort Baden-Württembergs durch die Dreiländerkonferenz 1948

Die Gelegenheit kam schnell – in den Herbstferien ergab sich die Gelegenheit, dass ich als Strohwitwer ein wenig Zeit geschenkt bekam. Zur Zeit kam gutes Wetter und die Muse zu wandern.

Auf der Suche nach lohnenswerten (Foto-)Zielen führte es mich zuerst nach Sigmaringen. Dabei musste ich leider ohne Stopp an so wunderbaren Plätzen wie Ochsenhausen oder dem Federsee vorbeifahren. Ich war eben doch zu faul gewesen um wirklich früh loszufahren.

In Sigmaringen hatte ich mir via Komoot eine  kleine Tour entlang der Donau rausgesucht. Erst später viel mir auf auf welch geschichtsträchtigen Boden ich hier unterwegs war. Nein, nicht der Amalienpark-&felsen – sondern Inzighofen mit den Klostergeistern. Naja, jetzt bin ich hier auch mal gewesen. Günstiger. Und mit mehr Ruhe und weniger Alkohol.

Von Siegmaringen nach Santiago de Compostela – den ganzen Weg bin ich jetzt nich gelaufen.

Die malerische Lindenallee im Fürstlicher Park Inzigkofen von Fürstin Amalie Zephyrine zu Hohenzollern-Sigmaringen

Der Amalienfelsen im Fürstlicher Park Inzigkofen von Fürstin Amalie Zephyrine zu Hohenzollern-Sigmaringen

Die Teufelsbrücke über die Höll-Schlucht im Fürstlicher Park Inzigkofen von Fürstin Amalie Zephyrine zu Hohenzollern-Sigmaringen

Donau bei Sigmaringen

Das Hohenzollern-Schloss in Sigmaringen in herbstlichen Farben

Weiter ging es am nächsten Tag in Geislingen an der Steige – zuerst ein kleiner Hüpfer alleine auf die Burg Helfenstein und den Ödenturm, dann später zusammen mit meinem Bruder eine Runde um Oberböhringen. Auch diese Tour hatte mit Komoot ausgespuckt. Das Wetter spielte zuerst nicht mit, später war es dann wunderbar und der Ausblick auf die Tafelberge der Schwäbischen Alb war ein Spektakel. Es ist schon seltsam, dass ich in all den Jahren in denen ich in Bietigheim gewohnt hatte, ich niemals hier Wandern war.

Der Ödenturm von der Burgruine Helfenstein aus gesehen – noch ist das Wetter nicht schön.

Ein seltenes Selfie über der Burgruine Helfenstein

Best Camera in the best Bag with the best Engerysource

Der Ausblick auf die Tafelberge der Schwäbischen Alb.

Der Ausblick auf die Tafelberge der Schwäbischen Alb.

Tempel zu Ehren des großen Württemberger Dichtersohns Friedrich Schiller

Am Abend gab es dann eine Runde mit Stefan durch Stuggi. Der Abend hatte mit einem leckeren Essen beim Thai, vielen Fuji-Schwarz-Weiß-Bildern in der Stadt, einem entspannten Kaffee am Kleinen Schlossplatz und einem farbigen Abschlussklecks am Pariser Platz ausreichend Höhepunkte – und meine Uhr am Ende des Tages ca. 25km Strecke aufgezeichnet.

Staatsgalerie Stuttgart by James Stirling

Staatsgalerie Stuttgart by James Stirling

Fontäne im Stuttgarter Schloßgarten

Fontäne im Stuttgarter Schloßgarten

Manchmal ist es nach dem Regen am schönsten

Stuttgarter Stadtbibliothek

Zum krönenden Abschluss führte mich meine Neugierde auf den Rotenberg. Jener Berg auf dem früher einmal die Burg der Württemberger stand. Bevor die Burg geschliffen wurde und für ein wunderschönes Mausoleum Platz machen musste. Mein Timing hat ein Innenbesuch leider verhindert. Ein Grund nochmal hier vorbeizukommen.

Auf dem Rotenberg zu Stuttgart, am Platze der früheren Burg der Württemberger. Geschichte.

 

 

Rumänien: Von Kirchen, Burgen und Ruinen

Das wird vorerst mein letzter fotografischer Bericht aus Rumänien. Nach dem Salzbergwerk, den Salzseen, den Höhlen und der Landschaften in Rumänien bleibt mir noch ein Thema: Kirchen, Burgen und Ruinen.

Schon auf meiner ersten kurzen Reise durch Rumänien sind mir die vielen sehr gut erhaltenen Burgen und Kirchen(burgen) aufgefallen. Diesmal hatten wir mehr Zeit uns hier fallen zu lassen um noch mehr davon erfahren zu können.

Wir haben so ziemlich alles gesehen was man sich vorstellen kann.

Bunte orthodoxe Kirchen und Kloster, barocke katholische Kirchen und schlichte evangelische Kirchen. Kirchen die noch aktiv von deutschen evangelischen Gemeinden genutzt werden und Ruinen aus längst vergangenen Zeiten. Es war ein Ausflug in die Vergangenheit, einer stolzen Zeit mit bunter Kultur und liberaler Vermischung unterschiedlicher Glauben, Ansichten und Ethnien. Ein bunter Mix.

Es gab mehr als einen Moment in dem uns vor Staunen der Mund offen stand und wir erst Mal innehalten und überlegen mussten.

Der Anfang hat das kleine orthodoxe Kloster Dumbrava. Hier war ich letztes Jahr schon. Ein Raum der Stille und Ruhe. Unglaublich.

Meditation

Orthodoxe Kirchen sind für Christen ein erstaunlich bunter Ort der Stille

Orthodoxe Kirchen sind für Christen ein erstaunlich bunter Ort der Stille

Orthodoxe Kirchen sind für Christen ein erstaunlich bunter Ort der Stille

Ein Licht auf dem Weg von Cluj nach Sibiu unter einem besondern Stern.

Die Sonne verwöhnt den Klostergarten mit all den vielen Blumen

Weiter ging es nach Alba Iulia, auch hier bin ich letztes Jahr schon gewesen. Daher gibt es eigentlich keine “neuen” Bilder. Lediglich den Folterkeller, den ich letztes Jahr wohl übersehen hatte.

Folterkeller in der Zitadelle Alba Carolina

Die ortodoxe Kathedrale auf der Karlsburg

In Sibiu (Hermannstadt) konnten wir leider nicht die wunderbare evangelische Stadtpfarrkirche gegenüber dem deutschen Gymnasium besichtigen – hier wird gerade renoviert.

Leider konnten wir die wunderbare Stadtpfarrkirche in Hermannstadt wegen der aktuellen Renovierung nicht besichtigen

Dafür war ich dann in der katholischen Stadtpfarrkirche in Sibiu – die hatte ich das letzte Mal ausgelassen. Ein barockes Kleinod.

Die ehemalige Jesuitenkirche ist die heute Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit in Hermannstadt.

Eher zufällig haben wir dann auf dem Heimweg die Kirchenburg Michaelsberg entdeckt.

Natur, Landschaft und eine unglaubliche Kirchenburg. Man kann sein Herz in dieses Land verlieren.

Im Gedenken an die Opfer des 1. Weltkriegs

Kirchenburg Michaelberg bei Hermannstadt

Natur, Landschaft und eine unglaubliche Kirchenburg. Man kann sein Herz in dieses Land verlieren.

Unvermeidlich war der Besuch auf der Burg Bran. Die Burg zu der alle wegen Vlad Dracula pilgern – obwohl er niemals dort gewesen ist. Entsprechend überlaufen war der Spot dann auch.

So sieht die Burg Bran noch niedlich aus

Ein Kreuz vor der Burg Bran – ob es wohl Vlad Dracula abgehalten hat?

Die Burg Bran ist klein und sehr verwinkelt – ein wirkliches Schmuckstück

Krone und Zepter des rumänischen Königshauses.

Während eines Platzregens stauen sich die Touristen in der Burg Bran.

Nur wenige Kilometer von Bran entfernt liegt Rasnow – weniger Touristen dafür wesentlich mehr Charm, Geschichte und fotogene Ansichten.

Vom außeren Turm sieht man den Umfang der Burg und auch die restlichen Ruinen.

Die Burg Rasnow ist eine Bauernburg in der es ein buntes Leben gab.

Das Fallgitter hängt noch – jederzeit bereit den Angreifern zu trotzen

Die Burg Rasnow wirkt hier noch intakt

Eine echte Burg des Grafen Dracula haben wir dann auf der Rückfahrt aus den Karpaten besucht. Die Burg Poenari liegt 1000 Treppenstufen über dem Tal. Auf einer strategischen Position hat man die Burg auf den Felsen gesetzt.

Darstellung einer Pfählung nach dem Aufstieg zu Vlad Draculas Burg Poenari in den Karpaten

Darstellung einer Pfählung nach dem Aufstieg zu Vlad Draculas Burg Poenari in den Karpaten

Die Burg Poenari an den Karpaten liegt strategisch auf einem Bergrücken. Der Aufstieg geht über 1000 Treppenstufen

Am Ende unserer Reise haben wir dann erfahren, dass es eine Straße der Kirchenburgen durch Rumänien gibt. Und das sind dann bestimmt noch nicht alle sehenswerten Kirchenburgen.

Von Kelling bis Kronstadt geht die Straße der Kirchenburgen

Angefangen haben wir unsere kleine Tour in Kelling. Eine wunderbar erhaltene Kirchenburg – leider gibt es keine aktive Gemeinde mehr.

Im Burgfried zeigt sich etwas aus der Zeit

Wie ein Ring aus Steinen schützt die Burgmauer die Kirche

Leider sind die Fässer leer.

Die kleine evangelische Kirche in der Kirchenburg Kelling

Die Kirchenburg in Kelling ist ein Schmuckstück

Verlassener deutscher Friedhof in Kelling

In Grossau wurde uns dann eine aktive deutsche evangelische Kirche und Gemeinde präsentiert. Samt Speckladen und Heimatmuseum.

Die Kirchenburg von Grossau hätten fast gar nicht gesehen – sie hat vielmehr uns gefunden

Der Speckturm ist eine neue Erfindung – früher hatte der Turm eine andere Aufgabe

Die alte deutsche Geschichte wird hier aufbewahrt

Laut Internet gab es in der Nähe in Dobring noch eine weitere Kirchenburg. Hier mussten wir uns den Weg durch Büsche und Kuhfladen bahnen. Ein Trauerspiel.

Ein bisschen Hoffnung gibt es in jeder Ruine

Irgendwann verschwindet jede Schönheit aus unserem Gedächtnis

In Dobring gibt es noch ein kleines Todo

Den Abschluss machte dann noch ein zufälliger kurzer Zwischenstopp in Heltau.

Wehrhaft und Standhaft schützen dicke Mauern die Kirche

Auf dem Rückweg nach Cluj zum Flughafen machten wir dann noch in Schässburg einen Halt. Schässburg ist angeblich die Geburtsstadt von Vlad Dracula, abgesehen von touristischen Devotionalien haben wir von ihm dort aber nichts gesehen. Statt dessen ein kleine ebenfalls noch aktiv genutzte deutsche evangelische Kirche samt dazugehörigen Friedhof.

Hoch oben über Schässburg steht die kleine Kirche

Der alte deutsche Schässburger Friedhof unterhalb der kleinen Kirche

Gasse in Schässburg

Alles nur für die Touristen. Der Weg zum Uhrenturm in Schässburg

 

So, das war es von dieser Reise nach Rumänien. Ihr habt es geschafft! 😉

Rumänien: Glück auf!

Nach dem wir schon in Turda Unter Tage waren, haben wir auch im Apuseni Nationalpark 2 Höhlen besucht. Also 2 “richtige” Höhlen. Naja.

Als erstes waren wir in der Pestera Ursilor, einer Tropfsteinhöhle in der vor ca. 10.000 Jahren hunderte Bärenhöhlen lebten. Wer die Bärenhöhle auf der Schwäbischen Alb kennt – der hat zumindest eine Ahnung über die Größe dieser Tiere.
Diese Höhle war ob ihrer Länge und Zustand und auch der wirklich vielen vielen Bärenknochen wirklich bemerkenswert!

Ursus spelaeus

Danach sind wir noch mit etwas Zufall in die “Crystal Cave” gefahren – eigentlich einer Bauxit-Miene in einem Gebiet mit unendlich vielen Höhlen. Somit ist man eben bei den Bergarbeiten eben auch auf besondere Tropfsteinhöhlen gekommen. Eine perfekte Mischung aus Bergbau und Naturwunder.

Fotografisch war das alles keine Herausforderung – abgesehen davon so lange zu warten bis alle anderen Mitglieder der Tour sich schon um die Ecke verdrückt hatten oder mutig auf ISO 3200 zu gehen.

Mine

Mine Worker

I see trees

Ein sonniger Herbsttag.
Die Kinder wollten Kastanien sammeln gehen.
Die Bäume wechseln von sattem grün in herbstliche rot-braun Töne.
Die letzten Bienen fliegen und sammeln eifrig für den Wintervorrat.

Und ich sehe Bäume. Überall Bäume. Bäume in schwarz-weiss.

Reiseerfahrungen Rumänien

Eine (Foto-)Reise durch Rumänien

Urlaub ist etwas schönes. Es soll eine Zeit zur Entspannung sein. Von Körper und Geist.
Wenn man allerdings anstelle eine Urlaubsreise an den Strand oder in ein schickes Hotel in den Bergen mit der Familie zwei Wochen durch ein (fernes) Land fährt um Land, Leute und Kultur besser kennenzulernen, dann ist die Erholung anders. Anders – nicht weniger und auch nicht nicht vorhanden.

Das ist hier eigentlich mein Foto-Blog, ich zeige auch noch Bilder von Rumänien. Aber jetzt hier heute gibt es mal ein wenig Text zur Reise.

Eine Reise von 2 Wochen durch Rumänien ist definitiv eine Reise in ein fernes Land. Auch wenn es lediglich 1000km mit dem Auto und eine Zeitzone entfernt innerhalb der EU ist.
1000km mit dem Auto – eine lange Fahrt. Deswegen ist meine Frau mit den Kindern geflogen und ich bin mit dem Van gereist. 1000km klingen schlimmer als sie sind. Bis Österreich war es anstrengender als quer durch Österreich und bis Budapest. Ab Budapest wurde es ungemütlich – die sehr guten Autobahnen wurden durch eine einspurige Bundesstraße abgelöst. Das Durchschnittstempo drosselte sich dramatisch. Der Entspannungsfaktor blieb. Erst als es auf Cluj zuging wurde es wieder anstrengender.
Das was symptomatisch für die Reise durch Rumänien – abseits der Städte ist alles sehr entspannt – in den Städten ist es mehr oder weniger wie bei uns. Wuselig.

Mit Rücksicht auf die beiden Kids haben wir keine Rundreise von Hotel zu Hotel gewagt sondern waren an 2 Standorten in Cluj (Klausenburg) und Sibiu (Hermannstadt). Von dort aus wollten wir Tagestouren machen. Tagestouren die eher Gewaltmärsche wurden. Einfach weil man deutschte Kilometer auf rumänische Kilomenter umrechnen muss. 150km rumänische Strecke sind so ungefähr 2,5-3h Fahrzeit. Die Straßen sind anders. Die Durchschnittsgeschwindigkeit auch. Mit der Zeit adaptiert man sich und wird auch entspannter. Dank ausreichender Motorisierung konnte ich den entspanntesten Fahrern (und vor allem LKWs) mit einem kurzen Überholsprint dann doch etwas entkommen. Wir würden es also beim nächsten Mal anders machen und eher von Hotel zu Hotel reisen.

Wer als ortsunkenntlicher hier mit dem Auto fährt sollte sich NICHT auf die klassischen Navigations-Systeme verlassen. Unser SEAT Navi und Google Maps haben uns mehrfach auf Straßen gelotst, deren Zustand nicht ausreichend was. Im Apuseni-Nationalpark wurde aus der Straße irgendwann eine Schotterpiste und später dann ein Waldweg. Wir mussten Bäche und durch Pfützen so groß wie ein Kinderplanschbecken durchqueren. Der Höhepunkt war ein Weg der vielleicht für Traktoren aber nicht für Straßenfahrzeuge gedacht war – die Quittung bekamen wir in Form eines Plattens. Danke Google. Danke SEAT.

Stop! Now!

Wir haben sehr viel gesehen, erlebt und mitnehmen können. Von vielen hilfsbereiten und freundlichen Menschen, von wunderbarer Landschaft, von fremdartigen und beeindruckenden orthodoxen Kirchen und Klostern, von alten Wehrkirchen und Burgen.
Dieses Land hat so viel Geschichte. Wir haben nur ein wenig daran kratzen können.
Wir haben andere Reisende getroffen, viele aus Isreal und tatsächlich auch eine reisende Familie aus Regensburg. Besondern spannend waren die 3 Australier die als Jungesellenabschied mit den gemieteten Enduros durch den Balkan tourten.
Insgesamt haben wir viele Sprachen gehört. Italienisch, Spanisch, Englisch, Deutsch. Rumänien ist ein Reiseland. Definitiv.

Da ich letztes Jahr ja schon einmal alleine durch Rumänien reisen konnte und diese Reise mit der Familie stattgefunden hat, habe ich dieses Jahr nicht so viel fotografieren können und wollen wie es möglich gewesen wäre. Es ist eine Familienreise. Und ich widerspreche jedem der hier sagt: Man kann auch mit Familie eine Foto-Reise unternehmen. Auf jeden Fall solange die Kinder kleiner sind. Unsere beiden Jungs im Alter von 4 und 9 haben andere Ansprüche an Ausflüge. Die Abende sind am Hotel fixiert. Natürlich hätte ich mich jetzt von meiner Familie abseilen können und ganz alleine mal eine Fototour machen können. Hätte ich. Wollte ich nicht.

Trotzdem habe ich die Kamera dabei gehabt. Um genau zu sein zwei Kameras. Und das Duo hat sich sehr gut bewährt.

Shashindo Setup 2018

Die X-Pro2 war (fast) durchgehend mit dem 18-55/2,8-4 bestückt und in der Hand/um den Hals. Wesentlich öfters als gedacht habe ich die X-T20 mit dem 10-24/4 aus der Camslinger Tasche gefischt um damit zu arbeiten. Die kleine X-T20 hat sich als vollwertige Ergänzung zur X-Pro2 bewiesen. Ich bin sehr froh die X-T20 als Backup-/Zweitkamera gekauft zu haben und nicht die neue X-T100. Grund hierfür war das Schwenkdisplay und der X-Trans Sensor – für die neue und kleinere hätte das voll-schwenkbare Display gesprochen. Allerdings hat die kleine X-T100 eben keinen X-Trans Sensor. Was mich am Ende doch oft irritiert hat ist der fehlende Joystick für die Fokusauswahl an der kleinen X-T20. Mal sehen was die X-T30 dann bringt. 😉 Und viele Bilder sind am Ende auch mit dem iPhone entstanden. Und das ist gut so.

Im weiteren bringe ich euch hier dann Thematisch die Bilder aus Rumänien. Ich werde Bilder aus 2017 mit Bildern aus 2018 mischen um dort wo ich jetzt schon mehrfach gewesen bin ein runderes Bild zeigen zu können. Allerdings nicht chronologisch zur Reise.

Ich bin also wieder zurück.

Zweitblick

Es ist nicht das erste Mal, dass ich in München den “Fremdenführer” machen durfte. Da ich auch schon ein paar Stadtführungen genießen durfte sind mir neben den klassischen Hotspots auch ein paar andere Geschichten bekannt. Dieses Mal durfte ich den Ivan in München begleiten – keine einfache Sache! Nicht weil Ivan und ich jetzt keine gemeinsame Basis hätten – aber wir sind fotografisch so ziemlich gegensätzlich.

Ich eher Stadt, Architektur, Dokumentation, digital – und Ivan komplett analog und Street. Da wird die Auswahl einer Runde durch München schon etwas schwieriger. Aber nicht unmöglich.

Jetzt wollte ich Ivan ein wenig München näher bringen und vielleicht auch das eine oder andere Interessante (Street-)Eck zeigen, aber was fotografiere ich? Ich war schon oft in München. Hm.

Warum nicht mal etwas machen, was ich noch wirklich nie gemacht habe: Doppelbelichtung.

Ja ja – kalter Kaffee. Double Exposure ist nichts aufregendes mehr. Die Kombination von (dunklen) Schaufenstern mit Straßenszenen oder Menschen ist jetzt auf Instagram schon ziemlich durch.

Für mich trotzdem eine Idee die ich verfolgen wollte und die mich an der einen oder anderen Stelle technisch und fotografisch ein wenig aus der Komfortzone holte. Problem 1: Wie schaltet man an der Fuji die Doppelbelichtung ein?

Die Bilder sind so direkt aus der Kamera, nichts besonderes, Schnappschüsse. Für mich trotzdem Neuland. Und ich durfte einiges lernen.  ZB. kann Fuji nur 2 Bilder überlagern, und man muss dazwischen “OK” drücken. Und bei quadratischem Bildformat hat nicht nur das JPG ein 1:1 Format sondern auch das RAW!

Es ist wie immer: Übung hilft. Ich übe weiter.

Touri-(Tor)Tour

Ich war noch nie am Donaudurchbruch und am Weltenburger Kloster oder auf der Befreiungshalle in Kelheim. In all den Jahren die ich nun in Bayern lebe noch nie. Nach dem ich im Februar beim “Kini” auf dem Schloss war, musste ich das Touri-Ziel jetzt dann auch mal “abhaken”.

Naja, ganz so streng nach (Bucket-)Liste gehe ich jetzt nicht vor – aber das Kloster Weltenburg steht wirklich schon lange auf der Liste der Orte die ich gerne mal sehen wollte. Das tolle Wetter hat geradezu eingeladen hier mal einen Ausflug zu machen. Meine Hoffnung war, dass es an der Donau ggf. etwas gefälligeres Wetter als in München ist.

Wir wurden für die 1:15h Anreise mit viel Sonne und Wolken, mit einer wunderbaren Landschaft, einem malerischen Kelheim, eine entspannte Schiffsreise durch den Donaudurchbruch, spielende und nasse Kinder in der Donau und eine atemberaubend schöne Asam-Kirche in Weltenburg. Die Befreiungshalle war dann noch das i-Tüpfelchen. Alles in allem ein schöner Ausflug.

Fotografisch habe ich die X-Pro2 mit dem 18-55mm/f2,8-4 dabei gehabt und diese mal als “Urlaubssetup” verprobt. Das bedeutet für mich: Kinder/Familie, Landschaft, Gebäude. Normalerweise hätte ich das 10-24mm/f4 und das 50mm/f2 in der Tasche gehabt und entweder oft wechseln müssen und/oder den einen oder anderen Moment einfach verpasst. Das wechseln der Objektive ist manchmal nämlich nicht so einfach – und dabei ist mir der Schmutz den es auf den Sensor wedelt ziemlich egal. Aber mit einem trotzenden oder schlafenden 3,5j Kind am/auf dem Arm ist schon der Schnappschuss eine Herausforderung. Daher der Versuch.

Also habe ich schnelle Objekte (Kinder), szenische Motive (Familie), Landschaft (18mm + Pano) und Innenraum (18mm + Pano) getestet und bis auf einen Anwendungsfall alles für “okay” befunden.

Eine Tortour war es eigentlich nicht. Die Menge an Touristen hat sich in Grenzen gehalten. Sowohl in Kelheim, auf dem Schiff, im Klosten Weltenburg als auch auf der Befreiungshalle. Das Eis in Kelheim war sogar (für Münchner Verhältnisse) mit 1€ günstig und trotzdem sehr lecker. Aber das zusammenfügen der Bilder zu einem UWW-Bild (aka Panorama) ist dann doch noch eine Tortour für mich. Ich sehe nicht sofort was ich fotografiere, muss hoffen, dass Lightroom das ordentlich macht und mein armer kleiner alter MacBookAir kommt dabei ganz schön aus der Puste! Interessant ist allerdings, dass sowohl horizontale als auch vertikale Panoramen sehr gut funktioniert haben. Bis auf eines – das wurde nix. Also ein guter Grund nochmals zu üben bevor es in den Urlaub geht.

Innenraum-Pano

Befreiungshalle

Donaudurchbruch mit Befreiungshalle

Kloster Weltenburg als Pano

Sonne galore

Drama-Halle

Sonnenbefreiung

Reiseerfahrungen Dresden

Seitdem meine Geschwister und unsere Cousine die „Ältesten“ in der Familie sind haben wir ein „Basentreffen“ eingeführt. Einmal im Jahr möchten wir die Familie zusammenbringen – und das ist nicht einfach. Knoxville, Stuttgart, Nürnberg, München und Dresden sind aktuell unsere Wohnorte. Und mit dem flügge werden unserer Kinder wird sich das noch weiter verteilen.

Also einmal im Jahr treffen, alle zusammen. Wenn alle kommen, dann sind das inkl. aktueller Freundinnen 24 Menschen zwischen 1-50 Jahren. Eine logistische Herausforderung.

Dieses Jahr ging es nach Dresden – eine wunderbare Stadt! Leider konnten nicht alle kommen, es waren „nur“ 18.

Touri-Ansicht

Wir hatte ein wirklich tolles Hotel (Pension) in der wir alle untergekommen sind. 2, 3 und 4-Bett Zimmer mit guter Ausstattung und einem wirklich tollen Frühstück. Alles gut.

Für uns war der Ausflug nach Dresden auch eine Generalprobe für unseren Sommerurlaub in Rumänien.

Lange Autofahrten, Stadtbummel/-führungen, Kinder-Ausgleichs-Events. Alles muss irgendwie unter einen Hut.

Eine Erfahrung die wir schon letztes Jahr im Sommer auf dem Weg nach Italien gemacht hatten und die sich dieses Jahr bestätigte: Lange Autofahrten ist nix für (unsere) Kinder.

Klar kann man 5-6 Stunden lang auf dem iPad Filme dudeln lassen. Hilft aber nix gegen „ich muss mal!“, „wie lange dauert es noch?“, „kann ich mal was zu trinken haben?“ und unser bekanntes Problem „mir ist schlecht“.

Eine Maßnahme die wir auf Basis einer Empfehlung schon mal für Rumänien umgesetzt haben ist die getrennte Anreise mit PKW und Flugzeug. Für Dresden ging es aber zu siebt im Sharan am Freitagnachmittag auf die Autobahn. Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid.

Eine weitere Erfahrung aus der Reise nach Dresden mit Kindern ist sicherlich die Tatsache, dass neben dem Kultur-Programm auch ein Tour-Programm mit Kinderspielplatz und sonstigen Bewegungsmöglichkeiten nicht fehlen darf. Das war in Dresden noch relativ einfach – in Rumänien wird das sicherlich eine Herausforderung.

Kinderspaß

Nicht nur Kinderspaß

Burg Stople Hausgespenst Basti

Weiterhin durften wir alle Facetten des Auto-Schläfchens erfahren. Unser Kleinster ist regelmäßig mittags im Auto/Bus eingepennt. Dafür blieb er am Abend länger wach und hat auch am Morgen teilweise ein klein wenig länger geschlafen. Wir planen in Rumänien quasi für jeden Tag eine Tour – das mit dem Power-Nap wird uns also dort auch begleiten.

Blaues Wunder Sunset

Last but not least hatten wir nicht nur ein 4er-Zimmer für Eltern und Kinder sondern auch mal getrennte Doppelzimmer. Was bei asynchronem Abendgestaltung dann doch zu erheblichen Eltern-Entzug geführt hat. In Rumänen sieht es ähnlich aus – auch hier wird es spannend.

Family Time

Natürlich war ich auch als Familien-Fotograf tätig. Gruppenbilder, ein paar Schnappschüsse etc. Aber immer wieder bin ich in meine mir bekannte Rolle als Fotograf geschlüpft. Und dabei am Ende auch wieder bei „meiner“ Brennweite. UWW.

Ahnengalerie Fürstenzug

Ich hatte zu der X-Pro2 lediglich 3 Linsen dabei: 50mm/f2, 18mm/f2 und 10-24mm/f4. Während die ersten Tage hauptsächlich das 18mm/f2 auf der Fuji steckte bin ich dann in Dresden relativ schnell auf das 10-24mm/f4 gewechselt. Es ist bei einer Städtetour dann doch das flexibelste Glas. Zudem es ja ausreichend Licht gab.

Friedenszeichen Frauenkirche Dresden

Für die Rumänien-Reise mache ich mir aber trotzdem Gedanken mit welchem Objektivpark ich reisen möchte. Eigentlich nur mit einer Linse – aber nur 10-24mm ist mir das etwas zu gewagt. Und nur ein 23mm/f2 oder 35mm/f2 wieder zu unflexibel. Ich muss da nochmals nachdenken.

Elbe von der Bastei aus

Was ich an der X-Pro2 schmerzlichst vermisse ist das flexible Display der Lumix GX8. Gerade im Bereich UWW gibt es einfach zu schöne Perspektiven, wenn man besonders tief gehen kann. Und um mich vor allen Menschen in den Schmutz zu werfen bin ich irgendwie zu alt. Fast ein Grund für eine kleine Fuji X mit entsprechend flexiblem Display als Zweitkamera.

Raindrops im Zwinger

Und natürlich habe Himmel&Wolken fotografiert. Zunehmend ein deutlich klarer Inhalt meiner Bilder.

Touri-Klassiker Bastei

Was mir noch aufgefallen ist, sind die hohen Reserven der Fuji. Die Schatten enthalten wirklich noch sehr sehr viel Details. Das lässt mich an meine Nikon D600 erinnern.

Ahnengalerie Fürstenzug

Trotz der vielen Reiserei, Autobahn, Laufen, Warten, Steigen, Essen&Trinken und Quatschen war die Woche Dresden/Sächsische Schweiz mit Abschluss in Unterfranken am Ende sehr erholsam. Ich hätte fast mein Kennwort für den Firmen-Laptop vergessen. 😉

 

Reporation?

Reportage? Dokumentation?

Wo ist Unterschied?

Wir hatten zu wenig Zeit im Rahmen des Workshop auf den 9. Fürstenecker Fototagen hier das Thema philosophisch zu zerlegen – ich glaube der Übergang ist auch schleichend.

Für mich ist der Unterschied im Kontext. Die Reportage ist auf einen Event begrenzt, ein eingegrenzter Zeitraum und dem Benutzer erschließt sich auf Grund des Gesamtkontextes dann doch irgendwie das Ganze auch wenn nur Details gezeigt werden.

Dagegen ist für mich eine Dokumentation nicht so eng gefasst und ich muss dem Betrachter mehr Kontext mitgeben damit er das Ganze auch versteht.

Vielleicht ist das aber alles auch Bullshit und am Ende ist das alles egal – eine Reporation sozusagen.

Wir waren jedenfalls auf einem Oldtimertreffen in Bad Hersfeld. Meine eigentlichen Bilder kann ich auf Grund fehlender Modell-Releases nicht zeigen – zu viel Gesicht neben dem hübschen Blech. Daher gibt es für den geneigten Leser meine zweitbesten Bilder. Ohne Mensch ähneln sich die Bilder dem einen oder anderen Projekt

 

Water Dome

In der Rhön gibt es einige interessante Highlights. Der Kreuzberg zählt dazu. Und natürlich auch die Wasserkuppe. Ich wollte schon immer auf die Wasserkuppe zu den Segelfliegern und den Radarkuppeln.

Im Rahmen eine Workshops zur Dokumentation habe ich also nicht nur einen Ausflug auf die Wasserkuppe machen können sondern durfte auch noch mit dem Foto auf Tour gehen.

Unser Workshop-Leiter Fabian hat uns sogar noch Impulse mit auf den Weg geben – und eigentlich wollte ich meine (gewohnte) Art der Dokumentation aufbrechen und es gaaaanz anders machen. Eigentlich.

Kreativ-Impulse

Am Ende renne ich dann doch wieder primär mit dem UWW rum und mache die für mich “üblichen” Bilder. Ich mag die Wasserkuppe trotzdem – also den nicht-Touri-Teil…

 

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