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Workshop Serielle Konzepte – Teil 1

Mit dem Thema „Serielle Konzepte“ beschäftige ich mich implizit schon länger. Mit dem ersten Foto-Marathon München kam ich explizit damit in Berührung. Ein Oberthema und 12 Einzelthemen. Das Oberthema ist im Wesentlichen ein Serielles Konzept.

Aber natürlich habe ich auch sonst schon von „Serieller Fotografie“ gehört, also zB einen Tag (Monat/Jahr/Leben) lang nur rotes/Türen/Bierdosen/etc. fotografieren. Mein verehrter Foto-Freund Matthias hat das in seiner ersten Elternzeit betrieben – ich war immer total begeistert wie er das umgesetzt hat.

Ich habe mich bisher noch nie zu solch einem Projekt hinreißen lassen. Es hat entweder die Idee, die Zeit oder beides gefehlt. 

So ein Fotoworkshop ist da eine feine Sache – man hat Zeit und bekommt Aufgaben gestellt.

Unsere Kursleiterin Ina ist ein wenig schnell in das Thema eingestiegen, allerdings hat sie uns auf dem (Projekt-)Weg sehr gut begleitet.

Unter 4 Themen konnten wir uns etwas aussuchen

Serielle Konzepte Themenvorgaben
Serielle Konzepte Themenvorgaben

Als erstes bin ich auf das Thema „Mensch ohne Mensch“ angesprungen. Zu ein einfach erschien mir das Thema und die Umsetzung. Was zeigt einen Mensch ohne einen Menschen zu zeugen? Die leere Kaffeetasse? Ein verlassener Stuhl? Prompt hatte ich auch schon eine Bildidee im Kopf aus der sich eine ganze Story werden könnte. 

So bin ich auch relativ schnell wieder mit 6 Instax Polas wieder aufgetaucht – ehrlich gesagt auch recht überzeugt und stolz – um dann zu sehen und zu hören was man da noch besser machen kann.

Bildformat, Brennweite, Ausrichtung, Bildlook, Abstand zum Sujet, Entwicklung… alles hat einen Einfluss in einem seriellen Konzept, ein Wechsel sollte wohlbedacht sein. Ich hatte da mal elegant die Ausrichtung zwischen Hoch-/Querformat munter gemischt. 

Nicht so wild mein Ina – und fängt an meine Polas zu sortieren, hin und her – und ich denke noch so: „Hey – mach mein Konzept nicht kaputt! Sieht du es nicht?“. Offensichtlich nicht… soviel zur Story in meinem Kopf…

Ein Bild hat Ina dann relativ schnell aussortiert: Bitte wenn überhaupt im Stil der anderen Bilder nochmals neu machen, das andere hat sie binnen Sekunden als den Lückenfüller identifiziert. Fuck! 

Also bei 2 Bilder „zurück auf Los“. 

Was mich mehr überrascht hat, war der schnelle Blick von Ina auf die anderen Bilder um sofort zu erkennen was mein eigentlicher Stil ist. 24mm, nicht voll offenblendig, Vordergrund/Mittelgrund/Hintergrund. Und ja – wenn 4 von 6 Bilder den einen Stiefel tragen, dann fallen eben 2 „andere“ auf.

Also nochmals zurück und nochmals 1 Bilder nachgemacht.

Bei der Bearbeitung (=Slideshow in PPT erstellen) habe ich mir erlaubt jedem Bild einen Titel zu geben. Frei nach der Motivlinse aka Nahlinse von Monis Motivprogramm: Jedes Bild hat das Recht auf einen Titel! Und was macht Ina? Warum ich dem Bild einen Titel geben würde? What? Also darüber streite ich nicht… diese kleine Kätzerin! Ja, es war nicht die Aussage „Mach den Bildtitel weg“ sondern die Frage „Warum verwendest du einen Bildtitel“ – doofe Beraterfragen! Ja – weil… weil da so ist!

So. Aber jetzt seht euch das Ergebnis selbst an!

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Thema von Anders Norén.